Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Bankenblues: Warum wir deutlich weniger Geld mit kritischen Kunden verdienen

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Wer die Aussagen führender deutscher Bankmanager mit Blick aufs Private Banking zu den aktuellen Umsatzzahlen in Beziehung setzt, dem dämmert es, wohin die Reise geht: Nach unten. Über die Schwierigkeiten, die Produkte nach der Finanzkrise an den genervt-kritischen Bankkunden zu bringen, berichtet die FTD mit ganz interessanten Zahlen:

http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:schwieriger-markt-banken-stoehnen-ueber-privatkunden/50090164.html

Nehmen wir das Beispiel Deutsche Bank:

Die Deutsche Bank verdiente 2009 an Privatkunden und kleinen Unternehmen – die in einem Segment zusammengefasst sind, das nicht nur Deutschland, sondern auch ausländische Märkte erfasst – vor Steuern nur noch 458 Mio. Euro – 52 Prozent weniger als noch 2008. Im Jahr 2007, in dem der Deutsche-Bank-Konzern ein Rekordergebnis ausgewiesen hatte, brachte das Privatkundensegment noch 1,1 Mrd. Euro ein.

Quelle: FTD

Vollends den Blues hat Commerzbank-Vorstand Achim Kassow, er sieht kein Licht am Ende des (Staats)tunnels – dazu nochmals ein Auszug aus der FTD:

„Im letzten Jahr habe ich gesagt: Wenn es jemals goldene Zeiten im Privatkundengeschäft gegeben hat, dann sind sie vorbei. Dieses Jahr kann ich nur anfügen: Und das wird auch so bleiben“, sagte der Privatkundenvorstand der Commerzbank, Achim Kassow, auf einer „Handelsblatt“-Tagung in Mainz.

Quelle: FTD

Ausblick zum Wochenende: Wer dieses Weblog regelmäßig liest, der sieht wohin die Reise geht. Bestimmt nicht in die Vergangenheit, zum „business as usual Banking“. Neuen Geschäftsmodelle, die eine intelligente und bodenständige Verbindung zwischen Gewinnorientierung und Einbettung in die Gesellschaft nicht nur propagieren, sondern auch erfolgreich über eine längere Zeit hinweg unter Beweis stellen, ihnen gehört definitiv die Zukunft. Und das ist weit mehr als ein kleiner Nischenmarkt.

Wie wäre es vom Bankenblues zum Investmentpunk überzugehen – zum versöhnlichen Abschluß am Wochenausklang singt deshalb Warren Buffet hier als Punk verkleidet, ja das ist oder scheint tatsächlich kein Fake zu sein, das hohe Lied der „Kundenorientierung 24×7“ All for you – heißt das Song mit der Investmentikone, der als Rocker auftritt.

Und zwar in einem Werbevideo für den US-Autoversicherer Geico (der Berkshire Hathaway gehört), mit hüftlangem Haar, lila Bandana-Tuch, ellenlangen Tatoos und schwarzer Lederjacke – kurzum: als ziemlich genialer Imitator von Guns N‘ Roses-Rocker Axl Rose, berichtete jedenfalls Handelsblatt Today.

Hier kann man sich den Song von rund zwei Minuten anhören:

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Written by lochmaier

März 19, 2010 um 1:11 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

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