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Innovation: Macht Wandel Unternehmen erfolgreich?

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Neue Prinzipien in der Managementkultur halten Einzug. Denn nur durch Öffnung nach außen können Unternehmen sich an rasante Evolutionssprünge in der Wirtschaft und Gesellschaft anpassen. Einige Ansätze zur ganzheitlich integrierten Innovationsstrategie.

Erster Teil: Wenn Goliath David auf Augenhöhe trifft

Um bis zum Ursprung eines Problems vorzudringen, empfiehlt es sich gelegentlich, direkt an der Begriffsdefinition anzusetzen. So auch beim Begriff „Innovation“. Bei wikipedia lesen wir, darunter nicht den Abklatsch des alt Hergebrachten zu verstehen, sondern tatsächlich eine neue Erfindung oder Idee, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft verändert und weiter bringt.

„Organisationen können sich in einer zunehmend diversifizierten Welt weit verteilten Wissens nicht nur auf ihre eigene Innovationskraft verlassen, sondern sind verstärkt auf die Integration und Nutzung externer Informationen und Kompetenzen angewiesen.“

Quelle: Wikipedia

Gerade große Unternehmen folgen mittlerweile dem von Henry Chesbrough entwickelten Konzept der „offenen Innovationskultur“ (Open Innovation), das auf einem einfachen Leitgedanken fußt: Letztlich profitiert ein Unternehmen durch die Öffnung nach außen stärker, als wenn es an der intellektuellen Abschottung festhält. Dies gilt natürlich nur für den Fall, dass ein Monopol oder Oligopol sich nicht mehr als überlebensfähig erweist, indem es den anderen seine Marktbedingungen auferlegen kann.

Wegweisend für das Prinzip Wandel, auch aufgrund des harten Wettbewerbs, ist unter anderem die IT- und Internetbranche. Beispiel SAP: Um mit der neuen Datenbanktechnologie SAP Hana erfolgreich zu sein, schlägt der Konzern neue Wege und Kooperationen nicht nur mit etablierten Partnern ein. So etwa mit der Startup-Szene, wie ein eigens dazu einberufener Gründerkongress in Berlin aufzeigte.

Aber der Trend greift längst auch auf andere, bislang verschlossene und diskrete Branchen über. Gemeint damit ist beispielsweise die Energiewirtschaft. Oder nehmen wir auch die Banken. Man könnte es so formulieren: David fordert Goliath heraus. Wenn es viele kleine Davids gibt, empfiehlt es sich für Goliath, besser zuzuhören und mit ihnen zu kooperieren, statt diese zu unterdrücken und klein zu halten.

Beispiel Stromkonzerne: Wollen sie auch in Zukunft ein entscheidendes Wort bei der Energieversorgung mit reden, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als vom hohen Ross herunter zu steigen. Denn es gibt nach dem Aus für die Atombranche zu viele kleine Davids, sprich neue Konzepte zur dezentralen Energieversorgung, als dass Goliath diese einfach ignorieren kann. Mit anderen Worten: Die Stromriesen haben keine Wahl, es müssen neue Ideen her, auch um den Margenschwund zu kompensieren.

Nicht dass die Hierarchien komplett verschwinden werden. Aber Konzerne eruieren neue Spielvarianten in der Zusammenarbeit, sie investieren in ökologisch ausgerichtete Start ups und versuchen, externe Innovationspotentiale zu wecken und strategisch zu nutzen. Weiteres Beispiel Banken: Um das verspielte Vertrauen nach der Finanzkrise wieder zurück zu gewinnen, müssen auch sie sich für neue Kooperationen und Partnermodelle öffnen.

Hier befinden wir uns – ebenso wie bei den klassischen Energieversorgern – zwar ebenfalls in einer Evolutionsphase des vorsichtigen Herantastens an die neuen Möglichkeiten. Aber es wird auch den Big Playern aus der Finanzwelt nichts anderes übrig bleiben, als auf offene Innovationsnetzwerke zu setzen, so sie denn anhand rasch wandelnder Technologien und Märkte erfolgreich am Ball bleiben möchten.

Fazit: Die großen Konzerne öffnen sich vorsichtig dem Geist der offenen, zumindest mental gleich berechtigten Kooperation mit externen Akteuren.

Die wichtigste Zielstellung für Innovationsmanager in diesem Kontext lautet: Es kommt auf ein zielgerichtetes und pragmatisches Herangehen an, von dem beide Seiten gleichermaßen profitieren. Reine Marketingversprechen oder ein lediglich formal vollzogener Schulterschluss zwischen Goliath und David reichen nicht aus, um die eigene Wandlungsfähigkeit zu demonstrieren.

Kurz: Ein entsprechend schlagkräftiges Innovationsteam sollte direkt unterhalb der Vorstandsetage angesiedelt zu sein, um langfristigen Nutzen bei der Erschließung neuer Märkte oder dem Ausbringen von neuen Produktlösungen und Dienstleistungen im Schulterschluss mit anderen Partnern zu generieren.

Written by lochmaier

September 16, 2013 um 7:25 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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