Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Neues aus der bitter-süßen Finanzwelt der Energiewende

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In meiner regelmäßiger Kolumne auf den Online-Seiten des Wallstreet Journals Deutschland lege ich die Hand auf den Puls der deutschen Energiewende. Vor allem beleuchte ich dort neue Finanzierungskonzepte.

Experten gehen davon aus, dass uns neue Stromtrassen in den kommenden zehn Jahren rund 20 Milliarden Euro kosten werden. Eine stolze Summe, die im Zuge der Energiewende freilich notwendig ist, um den Ausbau der erneuerbaren Energien einschließlich der dafür notwendigen Leitungen vorwärts zu treiben.

Auf die Frage, woher das Geld kommen soll, haben die Verantwortlichen schnell eine Antwort parat: Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium haben sich mit den Netzbetreibern im Juli dieses Jahres darauf verständigt, den Bürgern die Möglichkeit zu offerieren, sich direkt am Jahrhundertprojekt der „deutschen Energiewende“ finanziell zu beteiligen. Bis zu 15 Prozent der Investitionssumme sollen über eine Bürgeranleihe bereitgestellt werden.

Mehr dazu unter dem folgenden Link:

Bürgeranleihe: Neues Finanzinstrument zum Netzausbau erweist sich als Rohrkrepierer 

[image]

Tja, angesichts so mancher Irrungen und Wirrungen in der deutschen Energiepolitik kommt auch mir nicht immer ein Lächeln über die Lippen. Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie bitte den Steuerzahler.

Aber es gibt natürlich auch das eine oder andere Positive zu berichten. Etwa in meiner Kolumne, die zeigt, wie soziale Netzwerke die Energiewende beschleunigen.

Junge Unternehmensgründer sind hier schon weiter. Auf der Online-Plattform rethink finance etwa bieten drei Berliner Studenten seit kurzem einen einfachen und transparenten Zugang zu Finanzprodukten der führenden nachhaltig orientierten Banken in Deutschland. Konkret kooperiert man bereits mit der Triodos Bank.

Auch denkt der Betreiber über ein honorarbasiertes Geschäftsmodell nach, statt marktüblicher Provisionen. Mehr dazu auf dem Blog von rethink finance. Der Kunde könnte dann selbst entscheiden, ob er einen Teil seines Investments an die Plattform zurückgeben möchte.

Klar ist, dass nachhaltige Investments die Energiewende vorantreiben, bis zu einem gewissen Punkt zumindest, solange die steigenden Strompreise den Erfolg der „Bürgerenergiewende“ nicht gefährden. Mehr dazu in dieser Kolumne.

 

Also: Trotz dem hippen Trend bitte immer das Kleingedruckte beachten.

Written by lochmaier

September 11, 2013 um 9:19 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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  1. M.E. ist die „Bürgerenergiewende“ zum Glück noch nicht beendet, aber wohl doch schon gefährdet, weil es noch nicht klar ist, wie die Trassenführungen realisiert werden sollen

    Andreas Herzog

    September 13, 2013 at 12:59 pm


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