Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Corporate Video: Wertschöpfungskette und Netzwerkeffekte

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Die gelernten Lektionen aus der betrieblichen Nutzung von Bildern, die laufen lernen sollten, fasse ich zum Abschluss der mehrteiligen Serie zu den neuen Videoformaten kurz zusammen.

Vor der operativen Umsetzung von entsprechenden Videoformaten steht die genaue Analyse der geeigneten Themenfelder und Zielgruppen, die sowohl nach außen als auch nach innen gerichtet sein können. Handelt es sich etwa beim Bereich des Personalmanagements um Ausbildungsinhalte, so lassen sich fundierte und praxisnahe Einblicke in die alltäglichen Arbeitsgebiete und Herausforderungen gerade in erklärender Bildsprache vermitteln.

Dies fördert nicht nur die attraktive Außendarstellung, sondern regt darüber hinaus zum zeitgemäßen Dialog mit High Potentials an, eine unverzichtbare Grundlage, damit anschließend der passende Bewerber möglichst rasch den Weg zu seinem neuen Arbeitsort finden kann. Im Bereich der Kundenkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit wiederum stellt sich die Frage, welche besonderen Stärken sich hier über das bewegte Bild heraus arbeiten lassen. Zunächst gilt es, zwischen den unterschiedlichen Zielgruppen ein möglichst feinmaschiges Raster zum jeweiligen Informationsbedarf zu erstellen.

Die wichtigsten Motive und Ziele bei der Video-Präsenz in sozialen Netzwerken lassen sich wie folgt umreißen: Erstens, das eigene Unternehmen mit inhaltlichen Argumenten in lebendiger Bildsprache vorzustellen. Zweitens: Neue Beziehungen knüpfen, auch um die Wertschöpfungskette anhand neu identifizierter Zielgruppen zu erweitern. Drittens: Durch das Netzwerken im Sinne der Mehrkanal-Kommunikation auch selbst als Unternehmen ständig dazu zu lernen.

Denn nur wer das Ohr eng am Puls des Kunden hat, kann seine Produkte gezielt auf dessen Bedarf fokussieren. Warum also nicht komplexe Inhalte zu Finanzthemen anhand von anschaulichen Graphiken und Zusammenhängen gezielt über den eigenen Videokanal visualisieren und verbreiten.

Denkbar sind etwa auf aktuellen Anlässen basierende fachbezogene Expertenrunden von allgemeinem Interesse. Etwa zu spezifischen Themen, die moderne Darstellungsoptionen wie Videochat und Webinar auf sinnvolle Art und Weise kombinieren. Ein Beispiel aus dem Bankensektor wären aktuelle Trends beim Bausparen oder bei neuen Fondsprodukten, um über deren Chancen und Risiken pointiert und schlüssig aufzuklären.

Mit Hilfe des Social Media Newsrooms auf den eigenen Internetseiten kann das Unternehmen dabei alle Informationskanäle übersichtlich anordnen, damit der Nutzer sofort das gewünschte Programm aus dem vielfältigen Angebot auswählen kann. Ein Schritt zu mehr Kundennähe als ergänzender Baustein kann hier der Video-Chat mit einem Kundenberater herstellen, der jedoch umfänglich auskunftsbereit und –fähig sein sollte.

Etwa mit dem Ziel, sich dadurch aktiv in einen fachlichen Dialog einzuklinken, um die besonderen Kompetenzen des Unternehmens herauszustellen. Wer die heute vorhandenen Instrumente einschließlich eines fundierten Web Reputation Managements sorgfältig nutzt und fortlaufend pflegt, für den stellen die sozialen Medien bis hin zum neuen Spielfeld Social TV einen produktiven Ergänzungsbaustein dar.

Das Unternehmen kann durch das bewegte Bild aus dem Schattendasein heraus treten, die passenden Ideen vorausgesetzt. Dies setzt natürlich eine konsistente Strategie zwischen Management und den Fachabteilungen voraus. Die Bildsprache bietet hier ein breites Anwendungsspektrum.

Fazit: Nur „trockene und unpersönlich gehaltene Hochglanzvideos“ reichen nicht aus. Vielmehr dreht sich gerade beim Aufbau der visuellen sozialen Medienkanäle alles um die lebendige persönliche Ansprache, abgestimmt und konform zu den Compliance-Vorgaben. Die Herausforderung besteht darin, vermeintlich komplexe Themen aus der Finanzwelt auf klar verständliche Bildbotschaften zu verdichten, ohne dabei wesentliche Inhalte verkürzt oder gar verfälscht darzustellen.

Deshalb gilt: Die Inhalte des einzelnen Videos nicht statisch aufladen. Besser sich auf den Bedarf der jeweiligen Zielgruppe fokussieren, auf das Ziel und den Kontext der Kampagne. Daraus ergeben sich die visuellen Eckpunkte für das Video, auch um Kampagnenthemen zu identifizieren. Und schließlich: Alle Medienkanäle zu einem schlüssigen Gesamtkonzept bündeln.

Also: Wichtige Stakeholder aus den Fachabteilungen am runden Tisch versammeln. Social Media dabei in den Mittelpunkt der operativen Umsetzung stellen. Regelmäßiges Monitoring betreiben, einschließlich fortlaufend überprüfter Verbesserungsvorschläge (intern wie extern). Die Kunden dabei als informellen Ratgeber aktiv mit einbeziehen, wegen Crowdsourcing, Community Sourcing, Open Innovation und Design Thinking. Suchen Sie sich einfach das für Sie passende „Schlagwort“ heraus und schneidern Sie daraus einen Maßanzug.

Written by lochmaier

Juni 30, 2013 um 9:29 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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