Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Green Crowdfunding: Wie viele grüne Apple’s entstehen

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Green Crowdfunding (Teil I) – Trends und Visionen

Das Stromnetz der nächsten Generation 2.0 verbindet mehr als nur den Zähler. Apps und andere Werkzeuge sorgen für mehr Transparenz, woher der Strom stammt und wie viel wir verbrauchen.

Mit diesem Beitrag starte ich eine Serie zum Thema grünes Crowdfunding, inklusive flankierenden Interviews. Hier wächst gerade etwas Neues heran. Zu sehen ist dies heute auch auf einer Crowdinvesting-Konferenz in Berlin, wo derartige Plattformen mittlerweile nicht nur vertreten sind, sondern auch inhaltliche Akzente setzen, wie das Crowdfunding-Modell für wichtige Zukunftsaufgaben der Menschheit eingesetzt werden kann.  

Rückblick: Als zentrale Anlaufstelle für eine IT-affine „grüne“ Gründergeneration folgte die diesjährige Computermesse CeBit ihrem Leitanspruch. Denn auf dem weltweit führenden Stelldichein der IT-Branche in Hannover standen im März nicht nur Bits und Bytes, Big Data, Cloud Computing oder die Datensicherheit im Fokus.

Die Computermesse widmete sich unter dem Leitmotiv der „shareconomy“ auch dem Lösungsbeitrag der Informationstechnologie zur Energiewende. Die 50 besten IT-Lösungen zur Energiewende präsentierten sich bei einem eigens dazu ausgelobten Wettbewerb mit dem wohl klingenden Namen „CODE_n“ http://www.code-n.org. „Smart Solutions for Global Challenges“ lautete das Motto dieser von GFT Technologies, Ernst & Young sowie der Deutschen Messe AG getragenen Initiative.

Die Halle 16 war dazu eigens in ein künstlerisches Ambiente eingetaucht worden, ganz im Kontrast zu den übrigen Messeständen. Zahlreiche Finalisten hätten dort mit ihren außergewöhnlichen Geschäftsmodellen rund um die Energiewende begeistert, freuten sich die Initiatoren von CODE_n von GFT Technologies. Überhaupt: Die diesjährige Computermesse Cebit untermauerte den gestiegenen Stellenwert von jungen Unternehmensgründern im Bereich von Greentech-Lösungen.

Grüne Berliner Start ups treiben die Entwicklung voran

Kaum zu übersehen dabei ist, dass sich Berlin als die kreative Metropolregion erweist, in der Unternehmensgründer von „grünen“ Geschäftsideen sich verstärkt tummeln, wie der private Carsharing-Spezialist carzapp oder die Plattform Changers.com, die in Europa und den USA den ersten Marktplatz für privaten Emissionshandel ins Leben gerufen hat.

Changers.com möchte so auf spielerische Art das Energieverhalten und Bewusstsein der Nutzer schärfen. Dazu braucht das junge Unternehmen erst einmal wie viele andere frisches Wagniskapital. Die Idee des Crowdfundings passe perfekt zu diesem Ansatz, sagen die Firmengründer von Changers.com. Jeder trage seinen kleinen Teil dazu bei, CO2 einzusparen. Aber erst über die Größe der Community erhalte das Ganze eine Dimension, die ein gesellschaftliches Umdenken wirklich anstoßen könne.

Fest steht: Clevere Umweltideen und Energiesparkonzepte dürften bald öfters direkt über die Nutzer, Kunden und Unterstützer finanziell gefördert werden. Denn auch in monetärer Hinsicht eigene Wege zu gehen, das scheint angesichts einer hierzulande nur gering ausgeprägten unternehmerischen Wagniskultur vielerorts notwendig zu sein. So mahnt der Firmenchef von GFT Technologies Ulrich Dietz gerade bei der älteren Generation mehr Begeisterung an, die Jüngeren darin zu motivieren, neue Lösungen zu entwickeln und entschlossen zu vermarkten.

Dieser nüchternen Einschätzung kann man nur zustimmen. Schließlich entsteht gerade auch in Deutschland als dem Land, das die Energiewende besonders intensiv vorantreibt, der Humus für viele kleine „Apple der Energiewende“. Um es klarzustellen: Nicht das Geschäftsmodell von Steve Jobs & Co. lässt sich auf die Energiewende im Sinne der shareconomy portieren, sondern der unternehmerische Charakter und die Einstellung der Innovatoren dahinter.

Das wichtigste Element ist und bleibt die Leidenschaft einer charismatischen Leitfigur namens Steve Jobs. Vom verstorbenen Präsentationsgenie können gerade junge Firmengründer und Start ups viel lernen. Die leicht abgewandelte Botschaft von Steve Jobs könnte wie folgt lauten: Verkaufe nicht nur irgendein Produkt, sondern im Sinne der ökologisch-sozialen Nachhaltigkeitsagenda auch eine gesellschaftliche Zukunftsvision dahinter, um die Nutzer – ganz im Sinne von CODE_n – zum Teilen und zur Weitergabe zu motivieren und zu begeistern.

So lässt sich jenseits der aktuell noch immer grassierenden „Appmania“ bilanzieren: Das Kleine wird durch das Crowdfunding der Energiewende größer – man denke dabei nur an das Smartphone und die App -, während das Große in seiner Bedeutung schrumpft. Zum Beispiel die Energiemonopole, die künftig nicht mehr jeden Stromzähler kontrollieren.

Written by lochmaier

April 17, 2013 um 8:28 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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