Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Archive for Februar 2013

Buchvorstellung: Deutschland braucht Blogger, Blogger brauchen Germany

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Bayern braucht Deutschland, Deutschland braucht Bayern, hat es der Politikfürst Franz-Josef Strauß einmal auf den Punkt gebracht. Oder war es umgekehrt? So ist es auch mit den Bloggern, ohne ihre Leser geht es nicht, aber es muss auch die Mutigen geben, die nach vorne preschen und sich ihre Lesergruppe selbst schaffen. Nun hat die Fachhochschule Mainz ein Buch mit lebendigen Portraits unter dem Titel „Deutschland Deine Blogger“ herausgegeben.

Buchtitel_Blogger 2013

Erinnern Sie sich noch an 1973: In der Hitparade der SWR-Radiosendung Pop Shop auf Platz 1: Franz Josef Strauß, mit seinem Song: Deutschland braucht Bayern, nachzuhören ist der Hit auf Augenhöhe mit den Beatles hier auf den offiziellen Seiten vom Südwestdeutschen Rundfunk SDR History  (bis zur Seitenmitte runterscrollen und im Media Player öffnen).

Mittlerweile braucht auch Bayern Deutschland. Und damit sind wir nach dieser symbolträchtigen Einleitung beim eigentlichen Thema: >Warum es in Deutschland so schwer ist, als spezialisierter Blogger jenseits vom Mainstream erfolgreich zu sein, beschreibt Finanzblogger-Kollege Felix Salmon, der als Wirtschaftsjournalist unsere spezifisch geographischen  Befindlichkeiten einmal so zum Ausdruck gebracht hat:

Die zehn Thesen von Felix Salmon:

1. Das Internet ist eine große Gleichheitsmaschine, was dazu führt, dass selbst junge und sogar anonyme Blogger berühmt und wichtig werden können. Respektierte Professoren und einflussreiche Experten dagegen werden in der Blogosphäre oft ignoriert, weil sie nicht sagen, was sie wirklich denken, oder weil das, was sie sagen, einfach zu langweilig und vorhersehbar ist. Deutschland funktioniert genau andersherum: Hier ist man immer noch fixiert auf Status und Hierarchie.

2. In Deutschland zählt Qualifikation mehr als alles andere. Die Leute verbringen Jahrzehnte damit, die verschiedensten Diplome und Zeugnisse und Zertifikate zu sammeln, und wenn sie dann alles beisammenhaben, sorgen sie dafür, dass die Welt das weiß. Wenn man kein Papier hat, auf dem steht, dass man sich zu diesem oder jenem Thema äußern darf, dann darf man seine Meinung auch keinem anderen zumuten. Die Leser sind übrigens nicht viel anders, auch sie wollen zuerst wissen, ob der Schreiber qualifiziert genug ist, bevor sie sich dafür interessieren, was der Schreiber denkt. In der Blogosphäre dagegen ist es völlig egal, ob jemand ein zertifizierter Meinungsträger ist – was zählt, ist allein, ob die Meinungen stichhaltig, originell und klug sind.

3. In Amerika ist es den meisten Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wichtig, was die Blogosphäre sagt – sogar einem selbstherrlichen Ökonomen wie Larry Summers, dem Chefdenker der Obama-Administration. Er liest Blogs täglich, und zwar nicht nur solche von Technokraten mit einem großen Namen. Er liest auch die Blogs von Leuten, die normalerweise kein Gehör finden würden in der Politik. Er respektiert die Stimme des Volkes, was eine sehr amerikanische Haltung ist und keine besonders deutsche.

4. Um ein guter Blogger zu sein, muss man ganz andere Dinge können als ein großer Ökonom oder Banker. In Deutschland denken die Menschen dauernd an ihre Karriere und kümmern sich eher um die Fähigkeiten und Voraussetzungen, die wichtig sind für ihren Beruf, als um die viel weniger wichtigen Faktoren, die sie zu einem guten Blogger machen würden.

5. Ein Blogger muss sich irren, wenigstens manchmal. Wenn er sich nie irrt, dann ist er nie interessant. In den meisten Ländern ist das eine der großen Schwierigkeiten für die Blogo-sphäre: Die Menschen haben Angst davor, etwas zu schreiben, das sie dumm aussehen lässt. In Deutschland ist diese Angst besonders stark ausgeprägt, weil hier jedes öffentliche Wort genau gewogen wird. Wenn du über etwas schreibst, womit du dich nicht auskennst, wirst du Angst haben, einen wichtigen Aspekt zu übersehen. Wenn du über etwas schreibst, womit du dich gut auskennst, wirst du Angst haben, dass die Leute dich nicht mehr ernst nehmen, wenn du einen Fehler machst.

6. Die Deutschen sind methodisch und systematisch und umfassend in dem, was sie tun. Die Blogger lieben Schnellschüsse, sie machen Dinge ad hoc, es ist schwer, sie festzunageln.

7. Blogger sind die natürlichen Außenseiter, sie sind sogar stolz auf diesen Status und sehen sich gern als die Einzigen, die im Angesicht der Macht die Wahrheit sagen. In Deutschland kommt man nicht besonders weit, wenn man sich zum Außenseiter erklärt, man gewinnt kein Ansehen – und Ansehen ist etwas, wonach fast alle Deutschen streben.

8. In Amerika sind es, gerade im Wirtschaftsbereich, vor allem Professoren, die bloggen – und die lieben nichts mehr, als Ideen auszutauschen und miteinander online zu diskutieren. Deutschland hat eine andere Professorenschaft, andere Universitäten und vor allem kein Blogger-Nest wie die George Mason University in Virginia.

9. Die Deutschen werden nicht arbeiten, wenn sie kein Geld dafür bekommen, und Bloggen wirkt auf sie verdächtig wie Arbeit. In Amerika verdient man mit Bloggen nur indirekt Geld, durch Ruhm und Bekanntheit, die einem der Blog bringt. Da ein deutscher Blog kaum Ruhm oder Bekanntheit bringen wird, gibt es keinen wirklichen Grund zu bloggen.

10. Die Deutschen nehmen ihre Ferien extrem ernst. Der Blogger kennt keine Ferien 

Quelle: SZ-Magazin (19-2009)  –  B wie Blog – Zehn Gründe, warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren

Dies führt zu der Frage: Funktionieren Blogs wirklich (nicht)? Zweifellos, in der abschätzig als „Nische“ titulierten kleinen Leserecke schaffen sie sich ihren Radius. Wie der konkret aussieht, beschreibt der persönliche Report Deutschland Deine Blogger, den die Fachhochschule Mainz herausgegeben hat. Das Werk hebt sich vom sonst so nebelverhangenen akademischen Duktus ab, der viel erklärt, aber selten weiß, über welche gesellschaftlichen Internetphänomene man hier genau paraphrasiert. 

Kurzum: Wer sich mit dem Innenleben der „Bloggergemeinde“ – auch dies eines der vielen Klischees, die kursieren, beschäftigen will, findet in dem Werk eine gute Grundlage. Denn die Studierenden haben ein buntes Bild in zahlreichen Gesprächen mit Bloggern unterschiedlicher Sparten angefertigt. Vielen Dank an Maximilian Hill, der einen Beitrag auf Seite 50 über „Social Banking 2.0 veröffentlicht hat.

Die Bilanz: Manche Blogs behaupten sich als Multiplikatoren und Resonanzverstärker in einem Spezialgebiet. Anderen wiederum gelingt es, ein Thema von breitem Interesse mit einem persönlichen Blickwinkel zu verbinden. Eines aber verbindet alle: Neben der harten Arbeit im Alltag ist es die kleine oder große Leidenschaft für ein bestimmtes Thema.

Kurzum: Deutschland braucht seine Blogger wie die Luft zum Atmen – und die Blogger brauchen good old and new Germany, denn sonst folgt ihnen keiner. Und genau diese nüchterne Bestandsaufnahme führt zu einer These, die die Buchinitiatoren gerne zur Diskussion stellen möchten:

„Blogs sind erkennbar ein Nischenprodukt, das sich dann erfolgreich entwickeln kann, wenn die Nische groß genug ist und vor allem, wenn es sich mit den traditionellen Medien vernetzen und die sozialen Medien wie Facebook und Twitter für die eigene Verbreitung zu nutzen vermag. Besonders spannend sind vor diesem Hintergrund die Zukunft der Zeitungen, die durch ihren Rückgang Nischen hinterlassen, und die Entwicklung von Youtube als Plattform für Selfmade-TV. Wenn die Blogger aber keinen „schlauen“ Weg finden sollten, bleiben sie zwischen den traditionellen Massenmedien und  Social Communities eingeklemmt.“

Gibt es dazu Meinungen aus der breit gefächerten Blogosphäre, auch mit Blick auf Finanz- und Wirtschaftsblogs? Oder anders gefragt: Wie groß kann, darf und muss eine „Nische“ ( ein allerdings reichlich akademisch abgegriffener Ausdruck, denn eine Nische bemisst sich nicht nach der Größe, sondern nach der „Qualität“ und dem synergetischen Netzwerkeffekt ) sein?

Wie dem auch sei, es gibt was zu schmökern – Germany – be aware of your blogger spirit:

Andrea Beyer/Lothar Rolke: Deutschland Deine Blogger. Ein persönlicher Report aus der Blogosphäre. Mainz 2013. Preis: 12 Euro zzgl. Versandkosten. Ansprechpartner für Bestellungen

 Nina Huber, E-Mail: nina.huber@fh-mainz.de Tel: 06131.628-3418


 

Written by lochmaier

Februar 12, 2013 at 9:28 am

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Social Trading (Teil III): Interview mit Mr. Market – Kontra: „Wikifolio und Co. wecken neue Illusionen“

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In einer Mischung aus Interview und Gastbeitrag möchte ich den Lesern zu dieser Serie die Insidereinschätzung von Börsenblogger Mr. Market (alias Michael Schulte) zum Besten geben. Hoffentlich kann daraus eine kleine Diskussionskultur zu den Chancen und Grenzen von Social Trading erwachsen, und zwar jenseits von reiner Schwarz-Weiß-Malerei.

Meine Ausgangsfrage, die wir telefonisch durchgegangen sind, lautete dabei wie folgt:

SB 2.0: Kann das Modell von Wikifolio & Co. also überhaupt auf längere Sicht jenseits einer Eintagsfliege funktionieren? 

Mr. Market bezieht dazu eine recht eindeutige Position:

 „Als ‚Entertainment‘, also als die Anleger unterhaltendes Social Networking, kann das Modell selbstverständlich funktionieren. Mit dem Modell des „Social Trading“ aber abseits von Entertainment den Markt zu schlagen oder bessere Ergebnisse als Publikumsfonds produzieren, wird auf die Dauer nicht möglich sein. Insofern schafft Wikifolio eine neue Illusion, die die Anleger nur erneut davon abhält, das wirklich Notwendige zu tun: Ihr eigenes Wissen und Können zu steigern, statt anderen hinterher zu laufen.

Denn die „Schwarmintelligenz“ ist im Markt eher „Schwarmdummheit“, mit der Herde zu laufen verschafft im Kampf gegen „den Markt“ keinen Mehrwert. Denn der Markt ist ein selbstbezügliches, in sich selbst schwingendes System, in dem allgemein bekanntes Wissen und Methodik schnell wertlos wird, weil die Marktteilnehmer dieses antizipieren. Wirklicher Erfolg reift dagegen im Verborgenen.

Mit anderen Worten: Sollte ein Trader auf Wikifolio dauerhaft grossen Erfolg haben, wird seine Erfolgsmethode zum Nachmachen animieren, was den Vorteil der eingesetzten Methodik schnell ausser Kraft setzt. Im Erfolg liegt also schon der Niedergang begründet. Auch verliert der Trader seine Freiheit im Kopf, wenn er beim Social Trading im Sinne des akkumulierten Herdentriebs handelt und sich vor allem für sein Handeln in der sozialen Gruppe rechtfertigen muss.

Die zwingende Notwendigkeit zur geistigen Flexibilität und kompromissloser Wende im Angesicht neuer Volten „vom Markt“ wird dadurch schwer gestört, erfahrene Trader berichten immer wieder, wie ihre Performance sinkt und ihr freies Handeln behindert wird, wenn sie anfangen ihre Trades konkret im Detail gegenüber Dritten zu kommunizieren.  Es entsteht dann eine „Schere im Kopf“, die auf der Performance lastet.

Somit bleibt dem ambitionierten Börsenanleger auch weiterhin nur eines: Sich selbst aktiv mit der Börse zu befassen, die Zusammenhänge verstehen – und sich so eine eigene Kompetenz aufzubauen. Denn ohne eigenes Fachwissen kann der Privatanleger auch seine Dienstleister nicht richtig steuern, an die er die wundersame Geldvermehrung einfach auslagert.“

Das Gespräch führte Lothar Lochmaier

>>> Soweit die persönliche Sichtweise von Michael Schulte. Bilanzieren wir also: Alles Gute an der Börse ist individuell harte Arbeit, und hier hilft weder eine voll- noch teilautomatisierte Chartanalyse, noch das „blinde“ Outsourcen des Tradings an Dritte über Social Trading Plattformen. Man darf also auf die weitere Lernkurve der Beteiligten gespannt sein.

Und: Eine aktive, rege, sachlich fundierte und kontroverse Diskussion hier auf Social Banking 2.0 ist ausdrücklich erwünscht.

In den kommenden Tagen und Wochen werde ich hier weitere nationale und internationale Modelle sowie Trends zum Social Trading vorstellen.

Written by lochmaier

Februar 6, 2013 at 2:18 pm

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Social Trading (Teil II): Interview mit Wikifolio – Pro: „Wir wachsen rasant“

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Im ersten Teil dieser Serie habe ich die Plattform Wikifolio.com ausführlich vorgestellt, mit allen Chancen, Risiken und Nebenwirkungen, zu der sich der Anleger eingehend selbst befragen sollte. Nun dazu zwei Interviews, eine „Pro-Position“ und eine Art „Gegenthese“ zum Social Trading, um die Leser zum aktiven Dialog darüber anzuregen.

Zunächst vermittelt Bernhard Lehner, für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Plattform Wikifolio zuständig, einen aktuellen Einblick in den Status Quo. 

Social Banking 2.0: Was hat sich seit Gründung von Wikifolio geändert, was bleibt gleich?

Bernhard Lehner: Die Grundidee, das „Follower-Prinzip“ bestmöglich umzusetzen, ist unverändert unser Versprechen. Aufgrund der starken Partnerschaften und massiven Entwickung unserer IT-Infrastruktur können wir unseren Anlegern und Tradern mittlerweile viel mehr Möglichkeiten anbieten als ursprünglich geplant. Hier heben wir uns auch sehr deutlich von Markt ab: 

–        wikifolios sind an der Börse Stuttgart gelistet und damit bei allen Banken und Online Brokern in Deutschland erhältlich. Man braucht dazu kein spezielles Konto oder Depot.

–        Breites Anlageuniversum von mehr als 3000 handelbaren Werten, dies wird sich in den nächsten Monaten dann noch vervielfachen

–        Starker Vertriebskanal: Informationen zu wikifolios finden sich auf onvista.dehandelsblatt.comfinanzen100.de – diese Partnerschaften werden wir in den nächsten Monaten noch stark ausbauen

SB 2.0: Wie viele Kunden und Kapital sind „unter Management“?

Bis dato sind hatten wir mehr als 100.000 Unique Vistors, wir haben fast 11 Millionen Euro Assets under Management und ein Handelsvolumen von mehr als 250.

wikifolios sind übrigens laufend unter den Top 20 der meist gehandelten Anlegerzertifikate der Börse Stuttgart. Vorgestern waren beispielsweise drei wikifolios unter den Top 20.

SB 2.0: Wie grenzt sich das Modell gegen andere Plattformen wie Investtor, aber vielleicht auch eToro oder Ayondo ab?

Wie schon oben erwähnt sind die wichtisten Abgrenzungs-Merkmale: wikifolios sind überall handelbar, unser breites Anlageuniversum und die starken Vertriebskanäle.

Darüber hinaus ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass bei uns keine Gebührenbelastung oder Spreadweitung bei Umschichtungen im Depot entsteht.

Damit sind sowohl konservative, breit diversifizierte Strategien als auch Day-Trading Strategien mit mehrfacher täglich Umschichtung möglich, ohne dass die Gebühren die Rendite auffressen.

 SB 2.0: Wie sieht Wikifolio ein erfolgreiches Social Trading?

Social Trading braucht ein paar Ingredienzien: 

– Gute Trader

¾ aller investierbaren wikifolio sind im Plus. Einige herausragende Trader haben +50% und mehr erzielt, und zwar OHNE riskante Hebelprodukte. Durch die Möglichkeit, eine persönliche ISIN zu bekommen und die Publizierung des Track-Records auf fast allen Finanzportalen Deutschlands entsteht auf wikifolio ein großer Anreiz für die Trader.

– Faires Gebührenmodell

welches die Handelstätigkeit nicht mit Gebühren belastet und dafür sorgt, dass das Geld der Anleger mehr und nicht weniger wird

– Hohe Transparenz

Auf wikifolio haben beispielsweise alle Nutzer volle Einsicht in jeden einzelnen Trade – auch ohne Anmeldung auf wikifolio.com

–  Mechanismen zur Auswahl guter Trader

Bei uns sorgen mehrere Filter und Ranglisten sowie ein intelligentes Punktesystem für perfekte Selektionsmöglichkeiten bzw. bringen die guten Trader nach oben.

 – Vielfalt

1000 FOREX Trader sind langweilig, alles reduziert sich auf quantitative Betrachtungen. Bei einem breiten Anlageuniversum gibt es viel mehr gute Trader und auch andere Gründe, in eine Strategie zu investieren, weil man z.B. Inflationsschutz sucht (mit einem Gold-wikifolio) oder an eine spezielle weltwirtschaftliche Entwicklung glaubt (Emerging Markets wikifolios, Rohstoffwikifolios,….). Gerade bei „Social“ Trading ist es wichtig, auch andere Faktoren miteinzubeziehen.

SB 2.0: Irrt die Masse tatsächlich seltener als Individuen, schließlich gewinnt an der Börse nicht die Masse, sondern nur wenige?

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass mehr als 80% der privaten Anleger den Markt nicht schlagen können und nur ein kleiner Teil der Anleger nachhaltig Profite erwirtschaftet. Dies ist aber gleichzeitig die Motivation für uns, einem interessierten Anleger mit wenig Zeit oder Wissen zu ermöglichen, einem erfahren Trader zu folgen. Die Weisheit der Vielen kommt bei wikifolios ja auch nicht dadurch zustande, dass man das kauft, was die durchschnittliche Meinung ausmacht, sondern wir versuchen die besten Trader zu finden und ermöglichen den anderen Anlegern, diesen ganz einfach zu folgen.

Somit könnte die Frage lauten: Gibt es überhaupt Trader, welche nachhaltig den Markt schlagen und können wir diese rechtzeitig identifizieren? Eine wesentliche Voraussetzung ist völlige Transparenz – und zwar sowohl was die Anlagestrategie betrifft als auch was das investierte Kapital betrifft – beides ist auf wikifolio.com gegeben.

Die Community stimmt über die Vormerkungen zuerst ab, welcher Trader eine ISIN zugeteilt bekommt, und dann sieht jeder Anleger in Real-Time, wieviel Kapital von anderen Anlegern einer Strategie folgt.

Dies ist die Basis, die Weisheit der Vielen zu nutzen – wenn ein Trader nicht konsequent handelt, verliert er sofort Follower. Dieser Prozess ist auch schon im Nutzerverhalten zu beobachten. Wir sehen auch, dass die Anleger dann gerne umschichten und gleich nach dem Verkauf eines wikifolios ein anderes mit besseren Kennzahlen erwerben.

Man kann wikifolio.com auch als einen unverzerrten Marktplatz der Handelsstrategien bezeichnen – was auf den Vertrieb von anderen Bankprodukten nicht zutrifft, hier gewinnt oft das Produkt mit den höchsten Vertriebsanreizen, was für den Anleger doppelt fatal ist: erstens bekommt er nicht die beste Strategie und zweitens müssen ja die Vertriebsanreize in Form von Gebühren wieder verdient werden.

Interview: Lothar Lochmaier

Im nächsten Teil folgt nun eine intellektuelle Auseinandersetzung aus Tradersicht mit den neuen Geschäftsmodellen:

Dritter Teil: Interview mit Mr. Market – „Wikifolio & Co. wecken nur neue Illusionen“

 

Written by lochmaier

Februar 6, 2013 at 2:17 pm

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Social Trading (Teil I): Wikifolio nimmt Massenmarkt ins Visier

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Mit diesem Beitrag starte ich eine längere Serie über voraussichtlich neun Teile – und zwar zum Thema Social Trading. Im ersten Teil zeige ich anhand von Wikifolio auf, wie einzelnen Plattformen allmählich den Durchbruch zum Massenmarkt zu gelingen scheint.

Im zweiten Teil (siehe unten) folgt dazu gleich ergänzend ein Interview mit den Plattformbetreibern von Wikifolio, das als „Pro-Statement“ die Chancen und das Potenzial dieser Geschäftsidee aufzeigt.

Und im dritten Teil (siehe ebenfalls weiter unten) findet sich dann abschließend zur ersten Textstrecke eine kritische Kontraposition zum Marktgeschehen (Mr. Market). Diese soll den Dialog zwischen den Lesern zu diesem sicherlich recht kontrovers diskutierten Thema in Gang bringen.

Also – Bühne frei für die ersten drei Teile der spannenden längeren Marktanalyse zum Social Trading – Randerscheinung oder bahnbrechende Entwicklung, die das klassische Fondsmangement auf den Kopf stellt?    

Wieso nicht nebenher Geld an der Börse verdienen, indem man zwischendurch mit Freunden im sozialen Netzwerk die neuesten Aktientipps austauscht. Eine verrückte Idee? Mitnichten. Bis zum 22. Januar 2013 haben Nutzer auf der Plattform Wikifolio rund 4.000 private Aktiendepots, sogenannte wikifolios erstellt. Das monatliche Handelsvolumen liegt dort mittlerweile bei mehr als 50 Millionen Euro.

Insgesamt sind damit Trades in Höhe von mehr als 250 Millionen Euro umgesetzt worden. Täglich werden durchschnittlich 1.200 Geschäfte vom System verarbeitet, sprich: Aktienkäufe. Und all dies geschieht nicht über eine Bank, sondern über eine erst vor wenigen Monaten neu gegründete Online-Plattform. Blicken wir also hinein, was an dieser Form des Aktiengeschäftes dran ist, direkt über soziale Netzwerke angebahnt und von Privat- zu Privatperson quasi „vermakelt“.

Die bisherige Erfolgsbilanz von Wikifolio klingt vielversprechend, seit der Gründung im August 2012. Ein Grund: Wikifolio forciert das Wachstum durch schlagkräftige Kooperationen mit der Börse Stuttgart, Sparkassen Broker und der OnVista Group, um so die Reichweite zu erhöhen.

Im Fachjargon nennt sich dieser Trend Social Trading, ein Kunstwort zwischen Social Media und Online Trading. Der Begriff selbst besitzt jedoch inhaltlich kein eindeutiges Abgrenzungsmerkmal. Mal versteht man darunter den informellen Austausch in Finanzforen (Beispiel: sharewise) über die Aktienanlage. Eine andere Variante besteht darin, dass Händler über spezifische Plattformen stellvertretend für den jeweiligen Anleger handeln.

Generell ist der Trend kaum zu übersehen: Social Trading ist durch die rasante Verbreitung von Facebook & Co. salonfähig und damit massentauglich geworden. Wieso sogar die professionelle Riege der Fondsmanager im Zuge dieser Entwicklung überflüssig werden könnte, darüber berichtet das Handelsblatt am Beispiel jener eingangs bereits erwähnten Social Trading Plattform Wikifolio.

Um die Dinge gerade zu rücken: Das Handelsblatt ist via VHB Ventures finanziell an der Plattform beteiligt, weshalb die Berichterstattung über Wikifolio vielleicht etwas intensiver ausfallen mag, als wenn es sich nur um ein „normales“ Startup handelte. Warum ausgerechnet ein Medienkonzern mit einem seiner wirtschaftsjournalistischen Flaggschiffe in das dehierarchisch organisierte Anlegermodell investiert, lässt sich nur mit dem Bestreben erklären, sich hier neue Erlösquellen zu erschließen.

Bleiben wir aber beim Beispiel Wikifolio: Die Betreiber übertragen das Interaktionsmodell von Facebook oder Twitter direkt auf die Geldanlage. Wie funktioniert das? Jeder registrierte Nutzer kann sein eigenes Investment-Portfolio betreuen, als Wikifolio bezeichnet. Er kauft und verkauft Wertpapiere, zwar nicht wie ein großer Fondsmanager, aber immerhin, mindestens wie ein ambitionierter Semiprofessioneller.

Dabei sind alle Aktionen für andere Nutzer transparent. Ein erfolgreiches Händchen beim Social Trading macht natürlich in der virtuellen Geldvermehrungsgemeinschaft sofort die Runde. So hängen sich andere Nutzer via Trendfolge an die bereits erfolgreichen Privathändler. Vorausgesetzt man traut sich, den ausgewählten Trader auf eigenes Risiko mit echtem Geld auszustatten, damit dieser stellvertretend handeln darf.

Das Handelsblatt schrieb im oben genannten Beitrag:

„Jeder (kann) das Zertifikat auf jedes beliebige Wikifolio kaufen. Wer auf einen erfolgreichen Trader setzt, kann damit gut verdienen. Der Anleger erhält schließlich ein aktiv gemanagtes, breit gestreutes Depot, ohne dafür einen Fondsmanager oder Vermögensverwalter bezahlen zu müssen.“

Jedoch bleibt bei diesem ersten Erfahrungsbericht im Handelsblatt unerwähnt, dass eine positive Gesamtrendite von rund 9 Prozent im Spätherbst 2012 keine außergewöhnliche Leistung per se darstellt, gemessen am DAX-Durchschnittswert, der bis zum Jahresende noch einmal deutlich zulegen konnte. Sagen wir es deutlicher: Nur wer den vermeintlich Besten, die stellvertretend für ihn handeln, permanent auf die Finger schaut, die dafür notwendige eigene Kompetenz mitbringt, um die Trader stetig zu überprüfen und bei „Versagen“ rasch auszutauschen, kann beim Social Trading auf längere Sicht bestehen.

Wer selbst schon einmal probiert hat, mit Einzelaktien zu handeln, der dürfte die folgende Erfahrung gemacht haben: Es ist und bleibt eine große Herausforderung, an der Börse konstant Geld zu verdienen. Kurz: Wem es durchschnittlich über eine längere Wegstrecke gelingt, sechs von zehn Trades mit positiver Performance abzuschließen, der beherrscht das sensible Metier.

Fazit: Man darf somit gespannt sein, wie sich das vom Handelsblatt präsentierte „Testkonto“ WF00618382 gerade unter härteren Rahmenbedingungen weiterentwickeln wird, wie etwa einer länger anhaltenden Seitwärtsbewegung, einer höheren Volatilität, oder gar einer rasch einsetzenden Kurskorrektur.

Zweiter Teil: Interview mit Wikifolio – „Wir wachsen rasant“

Dritter Teil: Interview mit Mr. Market – „Wikifolio & Co. wecken nur neue Illusionen“

Written by lochmaier

Februar 6, 2013 at 2:16 pm

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Crowdinvesting (letzter Teil IV): Wie die regulatorische Schallmauer steht oder fällt

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Im letzten Teil dieser Serie blicke ich noch einmal in die „Wundertüte“ hinein. Denn der Erfolgsradius von Crowdinvesting hängt nicht zuletzt am Tropf von Regulierungsbehörden und der staatlichen Finanzmarktaufsicht.

Dass Profi-Investoren wie Michael Thaler-Wolski von Wellington Partners in den VDI nachrichten jüngst das Crowdinvesting von Gründern kritisch sehen, verwundert nicht wirklich. Das ist schließlich ihr Geschäft. Hinter den Kulissen habe ich auch schon andere Stimmen gehört, wenngleich natürlich Startups via Crowdfunding bzw. -investing finanziert, alles andere als ein Selbstläufer sind.

Kurzum: Die Risiken sind bei der Anschubfinanzierung „unkalkulierbarer Marktideen“ immer höher als die Chancen. Bei den Profis kursiert hier immer wieder die Losung: Wenn wenigstens ein Startup groß rauskommt, dann stimmt der finanzielle Schnitt, auch wenn acht weitere Finanzierungen gleichzeitig scheitern. Und damit sind wir endgültig bei den rechtlichen Fallstricken der neuen Modelle angekommen.  

Kein Geringerer als Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, könnte das Bankwesen mithilfe von Finanz-Apps neu bereichern, beispielsweise durch Partnerschaften wie dem „Like-Programm“ von Loyal3. Dabei handelt es sich um eine Art „Mitmach-Aktie“, die sich über Facebook am Markt platzieren lässt. Die im Netzwerk versammelten Fans einer Marke ordern ihre Unternehmensanteile dabei direkt per Mausklick und via Facebook-Zugang.

Die Einstiegshürden sind bewusst niedrig gehalten, um die Anleger zum Mitmachen zu verführen: Jedermann soll mit Anteilen ab 10 Dollar einsteigen. Spezielle Vorkenntnisse sind laut Anbieter nicht erforderlich. Auf Gebühren möchte der Anbieter sogar ganz verzichten. Wenngleich der rechtliche Rahmen von direkt über soziale Netzwerke vermakelten Unternehmensanteilen noch wenig konsistent erscheint, so stellt der unmittelbar über Facebook & Co. gesteuerte Geldkreislauf doch keine reine Zukunftsmusik mehr dar.

In den USA hat Präsident Barack Obama mit dem umstrittenen Jobs Act eine erste rechtliche Grundlage geschaffen, um die Plattformbetreiber von Crowdfunding einerseits zu regulieren, aber den Betreibern auch neue Chancen zu eröffnen, die Kreditvergabe auf größere Teilbeträge auszuweiten. Dadurch sollen sich unterschiedliche, also auch private Investoren, am Geld- bzw. Kreditkreislauf beteiligen können, in den USA üblicherweise als Equity Crowdfunding bezeichnet. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die weltweit prominenteste Crowdfunding-Plattform Kickstarter noch stärker auf den Zug der Wagniskapitalfinanzierung von Unternehmen aufspringt, orakelt jedenfalls IT-Nachrichtendienst Techcrunch.

In der Regel erfolgen derartige Crowdinvestments an einem Unternehmen allerdings gemeinsam mit weiteren Partnern – teilweise aus der Private Equity, teilweise aus dem klassischen Bankenmilieu. Dabei fungiert eine Online-Plattform beziehungsweise ein Dienstleister als Mittelsmann gegen Vermittlungsprovision, die in der Regel bis zu 10 Prozent vom vermittelten Kreditvolumen beträgt. Die Einstiegshürden für die privaten Investoren sind bei den einzelnen Plattformen analog zu der Facebook-Vision von Loyal3 meist niedrig angesetzt, mit Beträgen im drei- bis niedrigen vierstelligen Bereich.

Es kristallisieren sich zudem bereits unterschiedliche Klassen, Zielgruppen und Marktsegmente zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting heraus. So hat die deutsche Plattform Innovestment kürzlich stille Beteiligungen gestartet. Seedmatch hat die spezifische Gruppe der Existenzgründerinnen entdeckt. Weitere Kooperationen und Spieler auch aus dem klassischen Finanzmilieu dürften folgen, um die Wertschöpfungskette vertikal wie horizontal zu erweitern. All diese Spezialisierungen gilt es, mit rechtlich fundierten Geschäftsmodellen auszustatten.

Offen bleibt die Frage, ob Banken den Trend zum professionellen Crowdinvesting ignorieren oder sich rechtzeitig anpassen, indem sie Teile davon ihre Wertschöpfungskette integrieren. Wenngleich derartige Instrumente die klassische Kreditvergabe alles andere als ersetzen, so eröffnet Crowdinvesting zumindest eine Reihe komplementärer Gestaltungselemente.

Aber: Was beim Social Sponsoring via soziale Medien noch als durchaus realistische Option erscheinen mag, scheint doch insgesamt von begrenzter Wirkung. So dürften neben kulturellen Hemmnissen vor allem haftungsrechtliche Herausforderungen die allzu rasche Integration von neuen Beteiligungsvarianten in das Kreditwesen von Banken via Crowdinvesting zumindest hinauszögern.

Parallel dazu arbeiten die Betreiber auch in Deutschland daran, die bisher als unüberwindbar geltende Hürde von 100.000 Euro je Projekt zu überwinden. Zwingend notwendig ist das amtliche Placebo der Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin). Denn ab dieser Schallmauer fällt das finanzierte Unternehmen unter die Prospektpflicht, die erheblichen Mehraufwand und Kosten verursacht. Ein kurzer Überblick über einzelne Anbieter, wie sie diese konzeptionelle Hürde handhaben:

Die Plattform Seedmatch eruierte mithilfe eines neuen Vertragsmodells einen Weg, die Verdoppelung der Obergrenze auf 200.000 Euro zu ermöglichen. Ob dieser Weg vor den Regulierungsbehörden, beispielsweise in einem später auftretenden Krisenfall, noch rechtliche Bestandskraft besitzt, bleibt vorerst offen – auch mit Blick auf trennscharfe Abgrenzungen, zum Beispiel zwischen partiarischen Nachrangdarlehen und einer stillen Beteiligung.

Die Plattform Bergfürst entschied sich für eine vollständige Banklizenz als Finanzdienstleister bei der BaFin. Diese wurde im Herbst 2012 erteilt. Die erste Emission in einer Größenordnung von voraussichtlich 2 bis 3 Millionen Euro steht nun im ersten Quartal 2013 an. Bei dieser Variante gilt es zu berücksichtigen, dass es sich hier primär um bereits etablierte Wachstumsunternehmen handelt. Umso mehr sollten Anleger das Geschäftsmodell genauer unter die Lupe nehmen, ob es sich um eine Refinanzierung, Kapitalerhöhung oder gar einen kritischen Engpass handelt – und welche Partner hier im hybriden Gestaltungsansatz im Boot sonst noch vertreten sind.

Die auf mittelständische Wachstumsunternehmen ausgerichtete Plattform Bankless24 strebt – gemeinsam mit den Partnern Fidor Bank und Creditreform Rating AG – mithilfe eines Bilanzrating-Verfahrens ein auf Genussrechten basierendes Modell an, um so auch größere Vorhaben zu finanzieren. Allerdings bleibt die Prospektpflicht trotz einer weitergehenden Standardisierung davon unberührt. Nachteil: Im Insolvenzfall sieht der Anleger bei Genussrechten nur selten sein Geld wider, da seine Forderungen ganz hinten auf der Gläubigerliste anstehen.

Die Crowdinvesting-Plattform Fundsters wirbt damit, über eine BaFin-Volllizenz plus Partnerbank – und somit über ein vollständig rechtskonformes Prozedere zu verfügen. Allerdings macht die auf der Plattform vertretene Projektmixtur zwischen Social Sponsoring, Crowdfunding und Crowdinvesting die Bewertung einzelner Vorhaben nicht einfacher.

Ein weiterer Benchmark führt ins Nachbarland: In der Schweiz hat die Plattform investiere.ch ebenfalls einen regulatorischen Weg mit Genehmigung der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) gefunden, um Projekte mit einem Finanzvolumen im Millionenbereich zu finanzieren. Dort sind auch professionelle Investoren wie Banken, Family Offices, Corporate Venture Capitalists und Business Angels vertreten. Bis Ende 2012 sind 15 Projekte erfolgreich finanziert worden.

Aus Sicht der Anleger sollte man die Chancen und Risiken genau unter die Lupe nehmen, bevor man selbst mit einem noch so minimalen Betrag in das professionelle Crowdinvesting einsteigt. Letztlich handelt es sich – auch rechtlich gesehen – um riskantes Spielkapital, wenngleich mit einer hohen Strahlkraft. Die damit einher gehende Attraktivität, aktiv am „sozialen Paradigmenwandel“ in der Finanzbranche teilzuhaben, könnte jedoch eine Ernüchterung finden, wenn erste Firmen ins Straucheln geraten.

Aufgrund des damit einhergehenden hohen Risikoprofils mit einem möglicherweise drohenden Totalverlust sollten private Investoren umso höhere Anforderungen an die Anbieter stellen. Und: Die jeweilige Checkliste gilt es um individuell maßgeschneiderte Prüfkriterien bei der privaten Due Diligence zu ergänzen.

Crowdinvesting gleich einem Wolkenflug mit Kompass: Leistungsversprechen der Anbieter sorgfältig prüfen

> Arbeitet der Anbieter nachweisbar verlässlich und transparent?

> Sprich: Legt der Anbieter seine Ziele, Prozesse und Wertschöpfungsketten einschließlich der Risiken und Nebenwirkungen komplett offen?

> Setzt der Anbieter auf sich entwickelnde Standards oder geht er völlig neue Wege, die in einer Sackgasse enden könnten?

> Wie tief und wie genau bindet er den Kunden in die angebotenen Prozesse ein und wie passt er diese im weiteren Innovationskreislauf an?

> Wie sieht das Kosten-/Nutzenmodell des Anbieters aus?

> Wie genau sind die Aspekte Datenschutz und Datensicherheit geregelt?

> Kann der Partner die rechtlichen Vorgaben nicht nur kurzfristig einhalten?

> Greift er seinerseits in der Gestaltung von Prozessen auf Subunternehmen zu, die haftungsrechtlich nicht mehr greifbar sind?

> Wo liegen die Daten und Verantwortlichkeiten in der kompletten Wertschöpfungskette (z.B. im In- oder Ausland)?

Written by lochmaier

Februar 3, 2013 at 11:15 am

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