Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Social Trading (Teil II): Interview mit Wikifolio – Pro: „Wir wachsen rasant“

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Im ersten Teil dieser Serie habe ich die Plattform Wikifolio.com ausführlich vorgestellt, mit allen Chancen, Risiken und Nebenwirkungen, zu der sich der Anleger eingehend selbst befragen sollte. Nun dazu zwei Interviews, eine „Pro-Position“ und eine Art „Gegenthese“ zum Social Trading, um die Leser zum aktiven Dialog darüber anzuregen.

Zunächst vermittelt Bernhard Lehner, für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Plattform Wikifolio zuständig, einen aktuellen Einblick in den Status Quo. 

Social Banking 2.0: Was hat sich seit Gründung von Wikifolio geändert, was bleibt gleich?

Bernhard Lehner: Die Grundidee, das „Follower-Prinzip“ bestmöglich umzusetzen, ist unverändert unser Versprechen. Aufgrund der starken Partnerschaften und massiven Entwickung unserer IT-Infrastruktur können wir unseren Anlegern und Tradern mittlerweile viel mehr Möglichkeiten anbieten als ursprünglich geplant. Hier heben wir uns auch sehr deutlich von Markt ab: 

–        wikifolios sind an der Börse Stuttgart gelistet und damit bei allen Banken und Online Brokern in Deutschland erhältlich. Man braucht dazu kein spezielles Konto oder Depot.

–        Breites Anlageuniversum von mehr als 3000 handelbaren Werten, dies wird sich in den nächsten Monaten dann noch vervielfachen

–        Starker Vertriebskanal: Informationen zu wikifolios finden sich auf onvista.dehandelsblatt.comfinanzen100.de – diese Partnerschaften werden wir in den nächsten Monaten noch stark ausbauen

SB 2.0: Wie viele Kunden und Kapital sind „unter Management“?

Bis dato sind hatten wir mehr als 100.000 Unique Vistors, wir haben fast 11 Millionen Euro Assets under Management und ein Handelsvolumen von mehr als 250.

wikifolios sind übrigens laufend unter den Top 20 der meist gehandelten Anlegerzertifikate der Börse Stuttgart. Vorgestern waren beispielsweise drei wikifolios unter den Top 20.

SB 2.0: Wie grenzt sich das Modell gegen andere Plattformen wie Investtor, aber vielleicht auch eToro oder Ayondo ab?

Wie schon oben erwähnt sind die wichtisten Abgrenzungs-Merkmale: wikifolios sind überall handelbar, unser breites Anlageuniversum und die starken Vertriebskanäle.

Darüber hinaus ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass bei uns keine Gebührenbelastung oder Spreadweitung bei Umschichtungen im Depot entsteht.

Damit sind sowohl konservative, breit diversifizierte Strategien als auch Day-Trading Strategien mit mehrfacher täglich Umschichtung möglich, ohne dass die Gebühren die Rendite auffressen.

 SB 2.0: Wie sieht Wikifolio ein erfolgreiches Social Trading?

Social Trading braucht ein paar Ingredienzien: 

– Gute Trader

¾ aller investierbaren wikifolio sind im Plus. Einige herausragende Trader haben +50% und mehr erzielt, und zwar OHNE riskante Hebelprodukte. Durch die Möglichkeit, eine persönliche ISIN zu bekommen und die Publizierung des Track-Records auf fast allen Finanzportalen Deutschlands entsteht auf wikifolio ein großer Anreiz für die Trader.

– Faires Gebührenmodell

welches die Handelstätigkeit nicht mit Gebühren belastet und dafür sorgt, dass das Geld der Anleger mehr und nicht weniger wird

– Hohe Transparenz

Auf wikifolio haben beispielsweise alle Nutzer volle Einsicht in jeden einzelnen Trade – auch ohne Anmeldung auf wikifolio.com

–  Mechanismen zur Auswahl guter Trader

Bei uns sorgen mehrere Filter und Ranglisten sowie ein intelligentes Punktesystem für perfekte Selektionsmöglichkeiten bzw. bringen die guten Trader nach oben.

 – Vielfalt

1000 FOREX Trader sind langweilig, alles reduziert sich auf quantitative Betrachtungen. Bei einem breiten Anlageuniversum gibt es viel mehr gute Trader und auch andere Gründe, in eine Strategie zu investieren, weil man z.B. Inflationsschutz sucht (mit einem Gold-wikifolio) oder an eine spezielle weltwirtschaftliche Entwicklung glaubt (Emerging Markets wikifolios, Rohstoffwikifolios,….). Gerade bei „Social“ Trading ist es wichtig, auch andere Faktoren miteinzubeziehen.

SB 2.0: Irrt die Masse tatsächlich seltener als Individuen, schließlich gewinnt an der Börse nicht die Masse, sondern nur wenige?

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass mehr als 80% der privaten Anleger den Markt nicht schlagen können und nur ein kleiner Teil der Anleger nachhaltig Profite erwirtschaftet. Dies ist aber gleichzeitig die Motivation für uns, einem interessierten Anleger mit wenig Zeit oder Wissen zu ermöglichen, einem erfahren Trader zu folgen. Die Weisheit der Vielen kommt bei wikifolios ja auch nicht dadurch zustande, dass man das kauft, was die durchschnittliche Meinung ausmacht, sondern wir versuchen die besten Trader zu finden und ermöglichen den anderen Anlegern, diesen ganz einfach zu folgen.

Somit könnte die Frage lauten: Gibt es überhaupt Trader, welche nachhaltig den Markt schlagen und können wir diese rechtzeitig identifizieren? Eine wesentliche Voraussetzung ist völlige Transparenz – und zwar sowohl was die Anlagestrategie betrifft als auch was das investierte Kapital betrifft – beides ist auf wikifolio.com gegeben.

Die Community stimmt über die Vormerkungen zuerst ab, welcher Trader eine ISIN zugeteilt bekommt, und dann sieht jeder Anleger in Real-Time, wieviel Kapital von anderen Anlegern einer Strategie folgt.

Dies ist die Basis, die Weisheit der Vielen zu nutzen – wenn ein Trader nicht konsequent handelt, verliert er sofort Follower. Dieser Prozess ist auch schon im Nutzerverhalten zu beobachten. Wir sehen auch, dass die Anleger dann gerne umschichten und gleich nach dem Verkauf eines wikifolios ein anderes mit besseren Kennzahlen erwerben.

Man kann wikifolio.com auch als einen unverzerrten Marktplatz der Handelsstrategien bezeichnen – was auf den Vertrieb von anderen Bankprodukten nicht zutrifft, hier gewinnt oft das Produkt mit den höchsten Vertriebsanreizen, was für den Anleger doppelt fatal ist: erstens bekommt er nicht die beste Strategie und zweitens müssen ja die Vertriebsanreize in Form von Gebühren wieder verdient werden.

Interview: Lothar Lochmaier

Im nächsten Teil folgt nun eine intellektuelle Auseinandersetzung aus Tradersicht mit den neuen Geschäftsmodellen:

Dritter Teil: Interview mit Mr. Market – „Wikifolio & Co. wecken nur neue Illusionen“

 

Written by lochmaier

Februar 6, 2013 um 2:17 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

2 Antworten

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  1. […] Zweiter Teil: Interview mit Wikifolio – “Wir wachsen rasant” […]

  2. […] sind übrigens auf dem Blog von Lothar Lochmair der eine interessante Interviewreihe zum Thema Social Trading bzw. Wikifolio auf seinem Blog geschrieben […]


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