Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Bürgerkredit 2.0: Kommunen nutzen Crowdfunding als Finanzinstrument

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Warum nicht im Internet eine Spende für ein bestimmtes Projekt einsammeln oder neue Kapitalgeber finden. Was in netz affinen Kreisen schon zum guten Ton gehört, das etabliert sich mittlerweile auch im kommunalen Sektor. Mit von der Partie ist etwa die Stadt Dresden mit der Initiative dresden-durchstarter.de. Zudem haben sich Informationsportale wie leihdeinerstadtgeld und buergerkredit.de gegründet.

Rund 300.000 Euro fehlten der westdeutschen Kommune Bergneustadt und dem örtlichen Freibad, um die eigene Zukunft zu sichern. Dann kam angesichts von Sparzwang und Nothaushalt die rettende Idee, um den Verlust eines weiteren Stückchens Lebensqualität vor Ort zu verhindern. Als Lösungsweg entschied man sich für das Crowdfunding: Möglichst viele Menschen verbinden sich gemeinsam im Netz, um ein bestimmtes Vorhaben zu finanzieren.

Neben den unmittelbar durch einzelne Kommunen gestarteten Vorhaben etablieren sich derzeit auch neue Community-Plattformen für „Bürgerkredite“, wie buergerkredit.de und leihdeinerstadtgeld.de. Sie bieten ihre Dienste auch dem kommunalen Sektor an.

Was das konkret für die „Finanzchefs“ in den Kommunen bedeutet, und wie sie das sensible Thema der Bürgerkredite am besten angehen, beleuchte ich in meiner aktuellen Kolumne:

 CFO World: Bürger helfen klammen Kommunen 

„Crowdfunding-Plattformen für Kommunen können die Vorteile des Internets nutzen, um der breiten Öffentlichkeit einen neuen Zugang zu bürgerschaftlichem Engagement zu ermöglichen“, gibt dazu Jamal El Mallouki zu bedenken, Geschäftsführender Gesellschafter der LeihDeinerStadt Geld GmbH.

Die ersten Gehversuche machen Mut: Im Herbst gelang es, den ersten Bürgerkredit über die Online-Plattform vorzeitig zu finanzieren. Als landesweit erste Kommune kam so für die Stadt Östrich-Winkel ein erster Teilbetrag von 83.200 Euro zusammen. Das Geld dient der Freiwilligen Feuerwehr dazu, digitale Funkgeräte anzuschaffen.

Die Rendite für den Bürgerinvestor steht dabei übrigens eindeutig nicht im Vordergrund. So erhalten die Privatinvestoren aus dem gesamten Bundesgebiet für das Darlehen bei einer sechsjährigen Laufzeit nur eine Verzinsung von 0,76 Prozent.

Sogar Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel stellt sich als Schirmherr derartigen Projekten zur Verfügung. Ob sein Parteikollege Peer Steinbrück auch noch mitmacht? So könnte er wenigstens etwas von seinem üppigen Rednerhonoraren spenden. Das Crowdfunding auch jenseits rauschender Promitreffs bei den Stadtwerken Bochum & Co. kann also nicht nur Teufelswerk sein.

Mehr über die Zukunftsperspektiven des „Bürgerkredits 2.0“ erfahren Sie demnächst im zweiten Teil dieser kleinen Serie, einem Interview mit Jamal El Mallouki, Geschäftsführender Gesellschafter der LeihDeinerStadt Geld GmbH.

Written by lochmaier

Dezember 7, 2012 um 8:11 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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  1. Hallo Herr Lochmaier, ich wollte über diesen Weg „der Kommentare“ Ihnen eigentlich nur mitteilen das sich im dritten Absatz von oben mit dem Linknamen „buergerkredit.de“ ein Fehler eingeschlichen hat. Der Hyperlink ist eben auf http://buergerkredite.de verlinkt,weswegen es natütlich nicht auf die angegebene Webseite verweist. Vielen Dank und man liest sich …. FG , MedienGuerilla

    MedienGuerilla

    Dezember 14, 2012 at 2:21 pm


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