Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Zehnte Killerapp: Mobiles Peer-to-Peer-Bezahlen stärkt Nutzerautonomie

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Wie sieht das Mobile Banking der Zukunft aus? Dazu war ich gerade auf einer Auslandsrecherche in Spanien unterwegs – denn es gibt dort nicht nur den Bankia-Turm, der zum Symbol des maroden Finanzsystems geworden ist, sondern auch innovative Ansätze, wie man die Kundenkommunikation neu beleben kann. Spanische Banken machen hier auch einmal positiv von sich reden. Mehr dazu im Lauf der nächsten Wochen.

Sicherlich sind innovative technische Tools von großer Bedeutung. Banking übers iPhone oder iPad, interessante Apps und mobile Anwendungen sind aber nur die eine Seite der Medaille. Es dürfte von Vorteil sein, sich statt der technischen Spielwiese auch verstärkt um die Inhalte zu kümmern, die letztlich den nicht leicht austauschbaren Mehrwert im Sinne der Markt- und Markendifferenzierung erst erbringen.

Um als gewichtiger Spieler in der Branche ein konkretes Unterscheidungsmerkmal aufzuweisen, sind also kreative Ideen gefragt, die vor allem dem Kunden einen Nutzen bieten, und nicht nur oder vor allem der Bank.

Dies kann beispielsweise durch fachlich fundierte graphische Aufbereitung zu den eigenen Produkten, Chancen- und Risikoklassen geschehen, durch ungeschönte Einblicke in den Alltag der Kundenberater – und natürlich durch zahlreiche Möglichkeiten für Feedback-Schleifen, die jedoch nicht als vordergründig getarnte unidirektionale Einbahnstraßenkommunikation zu gestalten sind. All dies natürlich mobil und in Echtzeit.

Wir stehen hier am Anfang einer spannenden Entwicklung, und ich bin mir sicher, dass in einer Branche, die sich über Jahrzehnte kaum durch Neuerungen in den Geschäftsmodellen ausgezeichnet hat, sich in diesem Jahrzehnt am „Frontend“ der realen oder virtuellen Ladentheke vieles bewegen und verändern wird.

Wie könnte die Bank der Zukunft also aussehen? Aus meiner Sicht wäre es ein Geld- oder Kreditinstitut, das nach innen effizient arbeitet und keine unnötigen Kosten produziert, also ein schlanker Verwaltungsapparat und eine am Kundennutzen orientierte nachweisbare Produktgestaltung mit sinnvollen Messkriterien. Nach außen ist es eine hybride Bankfiliale mit dem Komfort und der Leichtigkeit der sozialen Netzwerkkommunikation, die zudem mit dem Kunden keine irreführenden Spiele spielt, indem sie das „Big-Brother-Prinzip“ auf das Web 2.0 überträgt.

Aber auch hier kann sich die Internetgemeinde Trost spenden: Wo sich gute Ideen hinter der Bank 2.0 verbergen, wird sie im globalen Dorf ein positives Votum über deren weiteres Schicksal abgeben. Wo nur Etikettenschwindel und dreiste Anmache dahinter steckt – vermeintlich auf Augenhöhe mit dem Kunden, jedoch unterhalb der Gürtellinie lanciert – dann lässt sich diese Praxis zumindest über direkte Kommentare auf einschlägigen Blogs und über Twitter, Facebook & Co. rasch entlarven. Ein Mausklick von der nächsten Straßenecke reicht.

Mehr dazu in meinem Buch, das jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei 10 killerapps als disruptives Element im neuen Bankenpuzzle auflistet. Oder: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. 

Die gedruckte Version können Sie hier erwerben: Bank 2.0: Die Killerapp (morebooks) oder direkt hier bei Amazon bestellen. Auf iTunes (optimiert für das iPad) finden Sie das Buch hier.

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Written by lochmaier

September 7, 2012 um 8:43 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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