Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Siebte Killerapp: Crowdfunding schafft neuen Mikrokosmos

with 2 comments

Beim Crowdfunding fungiert die „Crowd“, die anonyme Masse der Internetnutzer, als Kapitalgeber oder Spender. In den USA werben Vorreiter wie die bereits prominente Plattform Kickstarter frisches Kapital oder Spenden für Existenzgründer, Künstler und Startups ein. Jetzt greift der Trend auch auf die übrige Wirtschaft über. Denn gerade kleinere und risikoreiche Investitionen versprechen oftmals nur geringe Margen. Mittlerweile hat dieser Trend auch die professionelle Unternehmensfinanzierung erfasst. Es gibt sogar Plattformen wie innovationalfunding in New York, die das Thema Real Estates, also Häuser und Wohnungen damit besetzen.  Alles ist noch ziemlich viel „beta“ für meinen Geschmack.

Somit lässt sich feststellen: Der Markt für kleinteilige Wachstumsfinanzierungen mit niedriger Einstiegsschwelle befindet sich nicht nur im Kernrevier von Social Sponsoring und Fundraising in einer neuen Entwicklungsphase. Insbesondere Existenzgründer, Künstler, Startups und Kleinunternehmen adressieren mit Hilfe von Web 2.0-basierten Plattformen via Crowdfunding und Social Lending neue Chancen in der Unternehmensfinanzierung.

Die wachsende Akzeptanz von Crowdfunding und Social Lending offeriert auch der gesellschaftlichen Mitte neue Optionen, nämlich gewinnbringend konstitutive Elemente in die eigene Produktphilosophie zu integrieren. So könnten Geld- und Kreditinstitute sinnvolle Projekte in der näheren Region ausschreiben und auf einer breiteren Basis etablieren. Dies würde nicht nur die Markenpräsenz als renommierter Dienstleister am Ort stärken, sondern könnte darüber hinaus eine positive Sogwirkung im Neukundengeschäft entfalten.

Als Beispiel sei hier nur der Verweis auf ein hybrides Bankkonzept gedacht, der Filiale und Online-Präsenz einer Bank wirkungsvoll integriert. Beispiel: Eine Sparkasse in Gummersbach stellte auf ihrer Homepage ein Spendengesuch des Sport- und Fördervereins Freibad Bergneustadt auf ihre Homepage. Zielmarke: 200.000 Euro. Bis zum 11.04. 2011 kamen so 146.355,81 zusammen, was die Dynamik derartiger Aktivitäten als kommunikativer Hebel zum Kunden und dessen Mobilisierungspotenzial nur unterstreicht.

Allerdings kann eine derartige Initiative kaum auf einer vordergründigen Marketingphilosophie aufsetzen. Jede einzelne, sorgfältig geplante Aktivität, sollte sich möglichst authentisch in das unverwechselbare Profil bzw. den ebenso konsistenten Markenkern der Bank einfügen lassen. Die Preisfrage: Werden sich die Banken was trauen, und wenn ja, wie weit binden sie den Kunden ein?

Advertisements

Written by lochmaier

August 9, 2012 um 5:07 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

2 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Reblogged this on im Zuge der Zeit.

    greich

    August 13, 2012 at 3:33 pm

  2. Reblogged this on Online PR 2.0 – Mittelstand @ Kunde and commented:
    In den USA schon länger an der Tagesordnung. Im Unternehmernetzwerk Hamburg-Süd gibt es ein Mitglied, welches Crowdfunding erfolgreich eingesetzt hat. Besuchen Sie uns doch mal auf http://unternehmernetzwerk-hamburg.com/. Willkommen!

    abendfarben

    August 14, 2012 at 5:08 am


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: