Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Social Trading: Schafft Ayondo es bis zur Pole Position?

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Auf dem Social Trading Portal Ayondo folgen private Anleger den Strategien anderer, (hoffentlich) erfolgreicher privater Trader. Damit sollen die Kunden an einer lernfähigen Erfolgsmatrix partizipieren, die bislang nur professionellen Akteuren vorbehalten schien. Aber es gab auch einige kritische Medienberichte. Wie also sieht der Status Quo der Plattform aus?

Vorgestellt und ausführlich beleuchtet habe ich die Plattform neben meinem Buch Die Bank sind wir auch in diesem letzten Blogbeitrag:

Ayondo: Das neue kollaborative Börsenspiel 2.0 im Interview

Einen vielschichtigen, wenngleich kritischen Einblick in das Modell, das sich in den letzten Monaten immer wieder neuen Herausforderungen stellen musste, gibt ein längerer Beitrag auf der ARD-Börse online, der sich intensiv dem Geschehen rund um Social Trading, auch via Ayondo, widmet. Ein Auszug:

… dass gute Trader nicht auf den Bäumen wachsen, zeigt auch die Langzeitbetrachtung bei Ayondo: Unter den besten zehn der insgesamt 150 zertifizierten Trader sind auf Jahressicht nur drei, die weiterhin einen maximalen Verlust von weniger als 25 Prozent schaffen. Der Rest erkauft sich seine gute Performance mit hohem Risiko und heftigen Schwankungen im Depot.

Quelle. boerse.ard.de

Soweit einige kritische Einlassungen. Auf Nachfrage von Social Banking 2.0 gab es in der Community zudem immer wieder die Anfrage, worin sich denn Ayondos Social Trading Modell grundsätzlich von der amerikanischen Variante eToro unterscheidet, die ich hier bereits mit allen Risiken und Nebenwirkungen vorgestellt habe: Wie seriös ist das „Facebook des Tradings?“ 

Wie reguliert ist die neue Branche?

Vor einem generell notwendigen Ausblick auf das Marktgeschehen beim Social Trading zunächst das Neueste zur deutschen Variante: Ayondo bietet die Möglichkeit ein Konto bei zwei Partnerbrokern, AvaFX und ActivTrades, zu eröffnen. Seit Anfang April ist Alpari als dritter Partnerbroker mit dabei – mehr dazu via FAZ vom 03. April.

Die gerade von Kritikern innerhalb und natürlich auch außerhalb in Zweifel gezogenen regulatorischen Fakten sehen nach Angaben von Ayondo derzeit wie folgt aus: ActivTrades sei ein von der britischen FSA regulierter Broker mit Sitz in London. Alpari sei mit 170.000 aktiven Live-Konten einer der größten Broker und werde weltweit von acht Aufsichtsbehörden reguliert.

Die Europäische Tochter von AvaFX, bei der die Kunden von ayondo ihre Konten eröffnen, sitzt demnach in Dublin, Irland – und wird, wie jeder andere Europäische Broker nach MiFID reguliert. Es gelten also überall in der EU, auch in Deutschland, dieselben Verhaltenspflichten. Darüber hinaus sei ayondo ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main und werde von der BaFin beaufsichtigt, lässt das Trading-Portal verlauten.

Social Trading: Wer macht das Rennen?

So sieht die zeitliche Reihenfolge der bekannteren Social Trading Plattformen aus:

+ Tradency (2005)

+ Zulutrade (2006)

+ eToro (2007 / bzw. Copy Trader ab 2010)

+ Currensee (2008)

+ ayondo (2009)

Die ARD-Börse hat in ihrer Checkliste jeweils genauere Referenzen zu den einzelnen Anbietern und Kriterien in einer Checkliste aufgearbeitet, auf die potentielle Interessenten achten sollten. Zurück zu Ayondo: Seit dem Start im April 2009 werden dort Trader öffentlich zertifiziert, was der Betreiber als Novum ansieht. Jedoch zeigen die Ausführungen ganz oben, dass dies nicht automatisch eine Erfolgsgarantie liefert.

Dennoch: Die automatische Follower-Funktion soll die Interaktion zwischen dem erfolgreichen Top Trader und dem einfachen privaten Anleger möglichst reibungslos halten. Inzwischen hat ayondo eine komplette Portfolio Simulation mit sämtlichen Realdaten eingeführt, durch die jeder Anleger seine individuell beste Kombination von Tradern und Risikoeinstellungen finden kann. Diese Funktion hat ayondo im August 2011 gelauncht. Das Unternehmen sieht sich im Gegensatz zu dem einen oder anderen Mitbewerber übrigens nicht als „Broker“ an.

Und genau aufgrund der vielen offen und teils kontrovers zu diskutierenden Fragen gibt es exklusiv für die Leser von Social Banking 2.0 einige topaktuelle Einblicke in den Status Quo der Plattform. Die Punkte sind der Einfachheit halber in einer Art von Fragenkatalog abgearbeitet. Die unten aufgeführten Argumente sollen jedem Leser die individuelle Meinungsbildung erleichtern, nicht mehr, nicht weniger.  

Social Banking 2.0: Treffen die oben skizzierten kritischen Aussagen der ARD-Börse zu Ayondo zu?

Ayondo: + User Ulrich Meier hat angeblich sein Konto verdoppelt und danach halbiert. Für uns ist das nicht überprüfbar, weil diese Person anonymisiert wurde. Warum tritt dieser User nicht offen auf?

+ Hindernisse nach A. Braun (Anmerkung: dem Autor des ARD-Beitrag, s. oben):

a) Vorwurf Signalanbieter sind schlecht: Die führenden Signalanbieter bei ayondo schlagen in der Regel den DAX. Und das gilt seit dem Start von ayondo vor drei Jahren – also in einer Zeit von heftigsten Marktturbulenten gerade auch was Devisen betrifft. Richtig ist, dass nicht immer die gleichen Signalgeber auf den vorderen Plätzen sind. Hier gibt es Wettbewerb und Wechsel, denn natürlich müssen die Trader auch aktiv handeln, um weiter Gewinne machen zu können. Insofern sollte man den tagesaktuellen Markt des Daytradings auch kontinuierlich beobachten um sicherzustellen, dass man immer den besten Tradern folgt, die zur eigenen Anlagestrategie passen.

Überall da, wo sportlicher Wettbewerb stattfinden soll, muss es Raum für Bewegung und Wechsel geben. Es wäre fahrlässig, diesen Raum für Bewegung bei ayondo weiter als nötig einzuschränken. Das Daytrading lebt von kurzfristigen Anlagehorizonten. Es ist daher mit klassischen Zielen einer langfristig orientierten Kapitalanlage nur schwer vergleichbar. Märkte ändern sich dauernd, daher funktioniert nicht jede Strategie in jeder Marktlage. Bei ayondo ist jeder Nutzer sein eigener Manager und stellt sich regelmäßig und pro-aktiv sein Portfolio an Top-Tradern zusammen. Ähnlich wie ein Fußballtrainer, der an der Seitenlinie steht und die richtigen Spieler, zur richtigen Zeit einwechselt.

b) Vorwurf nur wenige ayondo-Trader schaffen die Zertifizierungskriterien über 12 Monate und länger: Richtig ist, dass es einige Trader schaffen, obwohl es eine sehr große Herausforderung ist. Man muss sich dabei vor Augen führen, dass es mehrheitlich um Daytrading geht – also kurzfristige Tagesgeschäfte. In einem Jahr machen die Top-Trader mehrere Hundert bis mehrere Tausend einzelne Trades. Jedes dieser Einzelgeschäfte ist risikobehaftet und auch eine vergleichsweise kurze Serie von Verlustgeschäften kann die Drawdown-Grenze von 25 Prozent überschreiten.

Jeder Trader hat einmal eine Drawdown-Phase. Das heißt nicht, dass dieser Trader deshalb schlecht ist. Es geht darum Drawdowns schnell zu erkennen, diese für Follower sichtbar zu machen und hohe Ansprüche an die Recovery zu stellen. Genau das macht ayondo. Ein zertifizierter Trader, der die Drawdown-Grenze gerissen hat, erhält umgehend ein für jeden sichtbares Warnsignal, welches erst wieder verschwindet, wenn das höchste Hoch wieder überschritten ist (der Drawdown also recovered ist).

c) Vorwurf Problem Vergütungssystem: Bei ayondo können nur zertifizierte Trader ihre Signale weiter geben. Die Zertifizierung dauert drei Monate, in denen die Kriterien erfüllt werden müssen. Erst danach, kann ein Top-Trader bei ayondo auch an der Weitergabe seiner Handelssignale verdienen. (Bei Echtgeldkonten können Follower umgehend – auch ohne Zertifizierung – dem Trader folgen.)

Bei ayondo müssen Trader also erst einmal Leistung beweisen und öffentlich machen, bevor diese Leistung dann vergütet werden kann. Dieses Modell halten wir für fair und ausgewogen im Hinblick auf beide Seiten – die Signalgeber und die Follower. Wir haben schon deutlich gemacht, dass ayondo großen Wert auf den Risikoschutz der Follower legt (siehe Drawdowns).

Dazu werden wir später noch auf aktuelle Neuerungen bei ayondo eingehen. Hinweisen wollen wir an dieser Stelle darauf, dass bei ayondo unterschieden wird zwischen Signalgebern mit eigenen Echtgeldkonten und jenen mit virtuellen Konten. Es ist nicht richtig, dass Signalgeber mit virtuellen Konten beliebige Risiken eingehen können, um nur an der Zahl möglichst vieler Follower zu partizipieren. Jeder zertifizierte Trader muss eine reale überdurchschnittliche Leistung erbringen, um überhaupt Signalgeber zu werden.

Auch nach der Zertifizierung müssen die Trader real gute Leistungen bringen, um weiter vordere Plätze zu belegen und damit vermehrt von Followern ausgewählt zu werden. Es ist auch nicht richtig, dass man bei ayondo als Top-Trader nur Gewinn-Trades schließen und die Verluste laufen lassen kann, um eine gute Performance zu simulieren. Jeder Trader kann maximal nur 15 Positionen gleichzeitig offen haben. Gewiss agieren Top-Trader mit ihren Echtgeldkonten etwas umsichtiger.

Es gibt bei ayondo aber zahlreiche Top-Trader mit Demokonten die über MONATE hinweg überragende Performances mit extrem geringen Drawdown Zahlen und einer sehr großen Anzahl an Trades geliefert haben. Richtig ist, dass Drawdown-Phasen beim Daytrading nicht ausgeschlossen werden können. Richtig ist auch, dass zertifizierte Trader mit virtuellen Konten bei ayondo sehr wohl überdurchschnittliche und risikobewusste Leistungen erbringen müssen, um weiter attraktiv zu bleiben.

d) Vorwurf hohe Spreads schmälern Performance: Dieser Gedanke scheint zuerst logisch, geht aber am Ansatz von ayondo völlig vorbei. Die auf ayondo erzielten Performances wurden alle erzielt, trotz der angeblich hohen Spreads von 2 bis 3 Pips. Das zeichnet doch gerade die außergewöhnlich hohe Qualität der besten Trader aus. Sie erzielen überragende Ergebnisse, während „Otto-Normal-Trader“ auch bei einem Spread von einem Pip in der Regel schon verliert.

Es geht doch genau darum, die Besten zu finden und deren Können der interessierten Öffentlichkeit bekannt und vielen Trading-Einsteigern individuell monetär nutzbar zu machen – ganz ohne weitere Gebühren. Wie kann solch ein Modell nun wirtschaftlich funktionieren? Über einen Spread, den sich Broker, Signalgeber und Plattform zu fairen Bedingungen teilen.

Der Broker muss von seinem Anteil die Kurse stellen und die Transaktionen sauber abwickeln können; der Top-Trader ist über seinen Anteil motiviert, seine Trades öffentlich weiter zu geben; ayondo muss von seinem Anteil finanziert, betrieben und weiterentwickelt werden können. Der Spread, den die ayondo Partnerbroker bieten, ist an der unteren Grenze, damit alle drei Einheiten gut zusammen arbeiten können. Nur so funktioniert dieses Modell.

Wichtig bei dem Geschäftsmodell ist auch, dass sowohl der Top-Trader als auch der Follower dieselben Spreads auf dem Konto haben, so dass der Follower nicht schlechter gestellt ist. Es ist eben zu kurz gedacht, wenn man sagt: Wäre der Spread nur bei einem Pip, dann wären die Performances der guten Trader noch viel besser.  Richtig ist: Wäre der Spread so klein, dann wäre ayondo gar nicht möglich. Frage: Wieso verdienen denn so wenige Kunden im Eigengeschäft Geld, trotz teilweise Spreads von 0,7?

Es gibt andere denkbare Ansätze: Zum Beispiel, dass die Follower Gebühren bezahlen müssen oder einen Prozentsatz ihrer Gewinne abgeben müssen. Ayondo hat diese Refinanzierungsmodelle untersucht und teilweise selbst erprobt.

Im Ergebnis steht die Erkenntnis, dass diese Modelle nicht nutzerfreundlich sind und/oder für wirklich gute Daytrader als Signalgeber nicht genug Anziehungskraft entwickeln. Ayondo möchte aber die bestmöglichen Trader gewinnen, um diese möglichst einfach mit ihren Followern zu verbinden mit dem Ziel der allseitigen, fairen Partizipation. Das jetzige Modell scheint dazu am besten geeignet.

Auf den Vorwurf einer technischen Unzuverlässigkeit gehen wir bei ayondo nicht ein, weil wir diesen hier überhaupt nicht nachvollziehen können. Im Übrigen scheint es uns zweifelhaft, aus einzelnen Blog- und Forenbeiträgen gewisse vorherrschende Stimmungen und Meinungstendenzen ableiten zu wollen. Wir können nicht beurteilen, welche konkreten Interessen mit diesen Beiträgen verfolgt werden.

Aus Gründen der Sachlichkeit verzichten wir hier auf die Einzelkritik eines aus unserer Wahrnehmung unbegründeten und nebulös verschwommenen Stimmungsbildes, welches in keinem einzelnen konkreten Fall seine jeweiligen Quellen benennt.

Social Banking 2.0: Das „Risikospiel“ scheint immer noch ein durchwachsenes zu sein, was die Verstetigung von Erfolg angeht (weiß jeder, der mal an der Börse gehandelt hat, aber es nützt ja nichts, gerade von zertifizierten Tradern erwartet die Community sicherlich mehr, und irgendwie auch berechenbaren Erfolg). Können Sie dazu Einblicke gewähren?

Weiter oben haben wir schon auf prinzipielle Eigenschaften des Daytradings hingewiesen – dazu gehören: kurzer Anlagezeitraum, ohne Risiko sind auch keine Gewinne möglich, Volatilität im Markt bedeutet Chancen, aber kann auch zu Verlusten führen, in bspw. einem Jahr macht ein Top-Trader Hunderte bis Tausende von Einzelgeschäften. Wir weisen immer darauf hin, dass hohe Gewinne ein hohes Risiko voraussetzen. Das ist das 1×1 der Finanzmathematik.

Social Banking 2.0: Gibt es Kennzahlen zur wirtschaftlichen Performance?

– ayondo wächst mit über 2.000 Followern pro Monat in ganz Europa sehr gut.

– Die führenden Top-Trader verdienen bereits über 10.000 Euro pro Monat.

– Die Volatilität von führenden Tradern beträgt teilweise 1/3 der Volatilität des DAX. Der VDAX (Volatilitätsdax) liegt momentan bei 27,93. Top-Trader wie aktuell „secura“ haben nur eine Volatilität von 9,54 (secura hat diese vglw. niedrige Vola seit seinem Start im September). Und dabei hat er 77,82% Trefferquote bei 1.605(!) Trades erzielt.

– Etwa 8 von 10 Trades von Day Tradern landen im Verlust (Quelle u.a.: Do individual Day Traders Make Money? Brad M. Barber, Graduate School of Management, University of California, aber auch z.B. Prof. Martin Weber, Uni Mannheim). Die führenden Top-Trader bei ayondo realisieren in etwa 7-8 von 10 Trades im Gewinn. (Die Angaben beziehen sich auf die ausgewählten Trader Dax18000, secura, Randomwalk, winnerforex und OilONE, welche sich unter den führenden Tradern in der Jahresrangliste (Stand: 13.04.2012) befinden. Der errechnete Mittelwert beträgt 73,444% Trefferquote. Der betrachtete Zeitraum bewegt sich zwischen der jeweiligen Zulassung zum ayondo-Top-Trader und den vergangenen 12 Monaten.

Social Banking 2.0: Welches sind denn Alleinstellungsmerkmale gegenüber den anderen Mitbewerbern (siehe die Signalanbieter-Übersicht der ARD Börse)?

ayondo ist die einzige Social Trading Plattform mit so umfassenden Funktionen für den Risikoschutz der Follower.

Dazu kommen die neuen Features seit April 2012

– Konto bereits ab 100 EUR möglich

– Alpari ist neuer Partnerbroker

– Loss Protection (eine Art Konto Stop Loss) selbst für kleine Konten.

– Portfolio von bis zu fünf Top-Tradern selbst für kleine Konten.

Die Fragen stellte Lothar Lochmaier

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Written by lochmaier

April 17, 2012 um 5:57 am

Veröffentlicht in Uncategorized

5 Antworten

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  1. Sehr guter und kritischer Beitrag zu ayondo! Wer sich auf ein solches Social Trading-Modell einlässt, muss sich natürlich im Vorhinein bewusst sein, dass er es hier mit einem höheren Risiko zu tun hat, als bei einer klassischen Form der Geldanlage in Form von Spar- oder Tagesgeldkonten. Andererseits muss man sich auch darüber im Klaren sein, dass es hier (mit den richtigen Einstellungen) nicht nur möglich ist, eine weitaus höhere Rendite zu erreichen, sondern sogar ein kleines Vermögen aufzubauen, während derzeit Spar- und Tagesgeldvermögen mit einer lächerlichen Verzinsung von maximal 2,5 Prozent vor dem Hintergrund der steigenden Inflation langsam und effizient vernichtet wird. Dem Anleger von heute bleibt also kaum noch etwas anderes übrig, als sich nach Alternativen umzusehen und meiner Meinung nach ist ayondo eine der derzeit besten Lösungen, zumindest solange wir weiterhin in einer Niedrigzins-Phase stecken.

    eschmann

    April 17, 2012 at 9:06 am

  2. Hallo Herr Eschmann,
    danke für den Kommentar. Im Prinzip ist das Problem der Minimal-Verzinsung von Sparguthaben und der schleichenden Entwertung da, andererseits dürften die Zielgruppen recht unterschiedlich sein. Denn die sicherheitsorientierten deutschen Sparer sind ja relativ börsenavers. Insofern werden sich bei ayondo eher jene Anleger tummeln und dort Trader handeln lassen, die das kleine und vielleicht auch große 1×1 der Börse auch inhaltlich verstehen – und nicht nur nach einer hektischen Ausflucht vor der Inflationsfalle suchen. Dass die Rendite gerade an der Börse nicht aus der Steckdose fließt wie bei einem Beamten, man verzeihe mir diese kleine Randbemerkung, sprich mehr Erfolg mehr Risikoübernahme voraussetzt, setzt zudem gute Nerven und eine ruhige hand voraus, egal ob man selbst handelt oder dies etwa via Daytrading an Dritte „outsoruced“.

    lochmaier

    April 17, 2012 at 9:15 am

    • Hallo Herr Lochmaier, da haben Sie schon recht und das ist auch ein wichtiger Punkt, wenn nicht sogar der wichtigste bei der ganzen Geschichte: Wer ein solches Social Trading-Netzwerk benutzt, sollte unbedingt selbst zumindest die Grundlagen im Daytrading kennen und verstehen, sonst ist er alleine schon mit der Einstellung der richtigen Lotgrößen überfordert. Und dann ist das Konto schnell dem Untergang geweiht. Am besten sollte man wohl auch mal irgendwann selbst einen Trade abgesetzt haben, um zu sehen, wie schnell mit Derivaten und der Hebelwirkung Geld vermehrt oder vernichtet werden kann, um nicht zu leichtsinning zu sein. An dieser Stelle muss man aber sagen, dass ayondo wirklich guten Support bietet und auch Laien nicht im Regen stehen lässt, im Gegensatz zu anderen ähnlichen Plattformen, denen es weitgehend egal ist, ob der Anleger dort sein Geld verbrennt und welche Einstellungen er vornimmt, um sein Portfolio entsprechend zu konfigurieren.

      eschmann

      April 17, 2012 at 11:00 am

  3. … das realistisch verfügbare Marktpotential dürfte im unteren sechsstelligen Bereich liegen. Von den 8-10 Mio. deutschen Aktienanlegern sind die meisten nur Fondshopper oder kaufen mal hin und wieder Aktien. Und bei dem harten Kern an konstant investierten Aktionären muss man wieder jene raustrennen, für die Daytrading kein Fremdwort ist. Es ist wie immer im richtigen Leben als Unternehmer oder Selbst-und-Ständiger, nur wer das Kerngeschäft selbst gut kennt, kann externe Dienstleister richtig steuern. Trotz dieser quasi systemimmanenten Einschränkungen handelt es sich beim Social (Day)Trading natürlich um eine potentiell hoch attraktive „Marktnische“, die sich die unterschiedlichen Anbieter freilich fortlaufend neu aufteilen… und auch die Etablierten werden das sicherlich immer mehr (ob besser oder gleichwertig, werden wir sehen) adaptieren.

    lochmaier

    April 17, 2012 at 11:44 am

  4. […] hier tiefer einsteigen möchte, dem empfehle ich einen sehr interessanten Artikel über ayondo auf dem Blog von Lothar […]


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