Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Archive for Februar 2012

Das Riester-Dilemma: Wie die Jahrhundertreform nur einer Seite nützt

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Auf diesem Blog empfehle ich normalerweise keine Fersehreportagen, die sich mit der Finanzwelt auseinandersetzen. Zu einseitig, zu billig, zu sensationslüstern, zu sehr in Schwarz-Weiß sind die Panoramas, Monitors & Co. in ARD, ZDF oder den privaten Medien. Hier aber nun ein auch in voller Länge (45 Minuten) sehenswerter Ausnahmefall, eine unspektakuläre, sachlich fundierte Auseinandersetzung mit 10 Jahren „Riesterrente“. Oder: Wie die Jahrhundertreform nur einer Seite nützt, den Architekten der Finanzindustrie. Sehenswert!

Written by lochmaier

Februar 10, 2012 at 7:48 am

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Wahlk(r)ampf 2.0: SPD läuft mit Bankengespenst ins Leere

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Zur Einführung zitiere ich heute gern mal die Kollegen von der gestrigen Ausgabe der Handelsblatt Finance Today:

Zocker am Spieltisch: Eine Szene aus dem Video, mit dem die SPD in den Wahlkampf zieht, gegen Merkel und die Banken. Parteichef Sigmar Gabriel (Foto) kopiert die Occupy-Bewegung, entdeckt das Internet, setzt dabei mit auf Zeichentrick gegen die Zocker und tobt sich bei Facebook aus. » (Handelsblatt) „Die SPD versucht auf einem Spielfeld zu siegen, auf dem es nichts zu gewinnen gibt. Denn nicht die Banken stehen 2013 zur Wahl, sondern Angela Merkel und ihre CDU“, kommentiert Michael Spreng in seinem » Sprengsatz-Blog.

Und die » Wirtschaftswoche erinnert sich: „Schon im Wahlkampf 2009 hat die SPD die Regulierung der Märkte zum Thema gemacht. Am Wahlabend stürzte sie trotzdem auf ein historisches Tief ab“. » Focus hat mitgezählt: „Das » Video ist bislang ein Rohrkrepierer. Auf Youtube hat es 1230 Abrufe seit dem 24. November gesammelt (Stand: 7. Februar, 10 Uhr, Anmerkung: Einen Tag später, also gestern, waren es immerhin schon über 3.000 Abrufe). Die virale Bombe, die die SPD damit zünden wollte, scheint nicht hochzugehen“.

Soweit zum Auftakt HB Finance Today. Was lernen wir aus dem vermutlich sich abzeichnenden Wahlkrampf 2.0, von dem die SPD möglicherweise doch nicht so intensiv profitieren wird wie sie sich das vermutlicht erhofft hat. Es haben auch schon andere versucht – etwa die Genossenschaftsbanken – die Bewegung Occupy Wallstreet zum Imagetuning vor den eigenen Karren zu spannen. Mit mäßigem Erfolg. Man kann, in Anspielung an die neue SPD-Homepage Wir sind (doch nicht so) viele, deshalb die Frage stellen: Was lernen wir daraus?  

Erstens: Die Genossen der Bosse sind mit ihrem Spagat zwischen Kapitalismus und Sozialismus (links blinken, rechts überholen) keinen Deut glaubwürdiger als früher. Hier kann man im Handelsblatt nachlesen, wie die City of London  Gerhard Schröder heute noch in ewiger Dankbarkeit hochleben lässt.

Zweitens: Ein klares Feindbild ist nur dann eines, wenn es auch wirklich im Volksmund eines darstellt. Es reicht nicht aus, das Heil nur in der Losung „Trennbankensystem“ zu suchen, das ist viel zu einfach gestrickt, es fehlt eine gesamtgesellschaftliche Vision, die von materiell gesättigten Volksvertretern freilich kaum zu erwarten sein dürfte. 

Drittens: Wenn man Angela Merkel nicht direkt angreifen kann, und selbst der Bundespräsident immer noch im Amt sitzt, dann ist es eine ziemlich plumpe Anmache, auf das Feindbild Banker auszuweichen.

Viertens: Das Netz entlarvt solch plumpe Wahlkrampfkampagnen der Marke 2.0, weil die Community einen Blick hinter die Kulissen wirft. Das Internet hat ein langes Gedächtnis.

Fünftens: Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte. Die SPD gehörte zu den Haupttreibern der Finanzmarktliberalisierung. Sie hat der Finanzindustrie geradezu bereitwillig zugearbeitet seit Ende der neunziger Jahre. Fazit: Glaubwürdigkeit und konsistentes Handeln sehen anders aus.

Hier noch ein bildlicher Eindrucke der Kampagne „Demokratie statt Bankenmacht“:

Written by lochmaier

Februar 9, 2012 at 7:50 am

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„Daten-Schattenbank“? Vorzeigestar Konrad Hummlers Wegelin steht vor dem Aus – Nettobank findet Unterschlupf

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Noch vor kurzem wurde der Online-Ableger des Schweizer Vorzeigeinstituts Wegelin Bank – die Nettobank – von finews.ch unter die Riege von 25 interessanten Finanzblogs eingereiht. Längst war jedoch zu diesem Zeitpunkt ein Stein ins Rollen kommen, bei dem die Fronten zwischen Gut und Böse, zwischen Richtig und Falsch nicht mehr zu erkennen sind.

Es geht um den schleichenden „Roll out“ der Schweizer Wegelin Bank, deren eloquenter aber auch provokanter Chef Konrad Hummler durch seine innovativen Betrachungen zur Zukunft der Branche ein immer wieder gerne gesehener Zaungast in den Leitmedien darstellte. Jetzt scheint  der Stab über das Institut wegen Steuerflüchtligen, genauer Steuerhinterziehung, endgültig gebrochen  zu sein.

Statt langatmiger Erklärungen und Spekulationen verweise ich auf die letzten Medienberichte zu dieser Thematik:   Handelsblatt   RiskNet > In der Schweizer Tagesschau ist sogar die Rede von einem Wirtschaftskrieg der USA gegen die Schweiz. Verlässliche Informationen sind derzeit allerdings Mangelware, weshalb von blinden Spekulationen abzuraten ist.

Vielmehr ganz spannend ist die Tatsache, dass es der Online-Tochter von Wegelin, der Nettobank, gelungen ist, einen zumindest provisorischen Unterschlupf zu finden, der insofern gilt als dass es nicht nachweisbar sein dürfte, dass es hier keine geschäftlichen Verquickungen zwischen Mutter und Tochtergesellschaft gibt bzw. gegeben hat. Sonst könnte auch dies noch ein weiteres Nachspiel haben.

Interessant sind die spartanischen Kommentare auf Facebook zum neuen Gewande der Nettobank, die seit dem 27.01.2012 jetzt Notenstein Privatbank heißt, erstaunlicherweise jedoch in den genossenschaftlichen Rahmen eingepasst worden ist, als Teil der Raiffeisen  Schweiz Genossenschaft. Darauf kann und soll sich der Leser zunächst einmal einen eigenen Reim machen.

Hier finden Sie frühere Beiträge dazu auf diesem Weblog (Auswahl):

Portfolio-Management: Schweizer Privatbank Wegelin justiert Kundenbeziehung neu

Nettobank: Neuer Ansatz in der internetbasierten Kundenorientierung?

Umbruch: Wie das Mitmachweb die Bankbilanzen bedroht

Nachbemerkung: In einem Insider-Gespräch habe ich heute übrigens erfahren, dass die Zukunft der Schweiz nicht mehr im Dasein als „Steueroase“ liegt, sondern als sicherer Hafen für sensible Daten aus aller Welt (auch jene, die nicht so ganz legal sind). Auch eine interessante Wendung zu einer Art von „Datenschattenbank“ …

Written by lochmaier

Februar 8, 2012 at 3:57 pm

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Bloggingbooks: Die Killerapp jetzt in gedruckter Form erschienen

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Jetzt gibt es mein Buch Bank 2.0 – Die Killerapp auch in gedruckter Version. Optisch sieht das Werk so aus:

Hier können Sie das Buch bestellen: Bank 2.0: Die Killerapp   (morebooks) oder bei  Amazon 

Wer und was zum Teufel (sorry) ist denn Bloggingbooks – mögen einige jetzt fragen. Ganz einfach, das Motto lautet: Blogs haben Bücher verdient. Durch diesen Werbeslogan neugierig geworden, habe ich im Gespräch von der Projekt- und Verlagsleiterin Frau Dr. Katrin Martin mehr zu diesem spannenden Zukunftsprojekt in Erfahrung gebracht. Dazu unten ein kurzes Interview.

Um ein denkbares Missverständnis in der Blogosphäre gleich auszuräumen, eine Info vorne weg: Bloggingbooks.de wählt nicht nur „key influencer“ aus (sorry für das Fachkauderwelsch), sondern das Portal spricht bewusst auch unbekannte Blogger an. Es zählt einfach der Inhalt. Im Umkehrschluss bedeutet dies für einige Platzhirsche aber auch: Nicht jedes gutbesuchte Blog ist automatisch interessant.

Letzte Vorbemerkung: Ich kann hier natürlich nur für mich sprechen. Ich fand die Zusammenarbeit mit bloggingbooks.de sehr konstruktiv, zügig, auch inhaltlich inspirierend, weshalb es bis zur Fertigstellung meines Buchs Die Killerapp auch deutlich kürzer gedauert hat als ursprünglich vorgesehen. Dafür möchte ich mich persönlich für den unermüdlichen Einsatz (auch am Wochenende) bei Dr. Katrin Martin bedanken, und natürlich in gleicher Weise bei Valentina Rudenco.

Die Printversion ist gegenüber dem eBook um einige zusätzliche Passagen und Inhalte ergänzt, so etwa einige Auszüge aus meinem Roman Schattenbanken. Aber genug der Vorrede: Hier nun für die Leser von Social Banking 2.0 einige Antworten, auf bloggende Fragen, die vielleicht auch für andere Tage- oder Wochenbuchschreiber interessant sind, zumindest für jene, die „crossmedial“ denken und handeln, und die folglich überlegen, wie sie ihre Erfahrungen einmal anhand eines klaren roten Fadens in gedruckter Art und Weise aufarbeiten. 

Social Banking 2.0: Wie kamen Sie auf die Idee, eine Plattform für von Blogautoren publizierte gedruckte Bücher zu starten, ist das nicht ein Widerspruch?

Dr. Katrin Martin: Bei einer Unterhaltung mit dem Blogger und IBM Marketing Manager Stefan Pfeiffer kamen wir auf das Thema „Blogs und Bücher“ zu sprechen. Blogs zu Bücher zu machen, also mal den umgekehrten Weg von digital zu analog gehen, das fand ich spannend. Die Inhalte vieler Blogs überzeugen und so haben wir das Verlagsprojekt gestartet. Dass es ein Widerspruch sein soll, Blogs zu Büchern zu machen, sehe ich nicht. Blogs dokumentieren Inhalte und Bücher auch. Es stellt sich also letztendlich die Frage, was ein Buch leisten kann, was ein Blog nicht zu leisten vermag.

Social Banking 2.0: Das klingt auf den ersten Blick toll, können Sie das aber konkretisieren?

Aus meiner Sicht ermöglichen Bücher eine systematische Momentaufnahme, das heißt  Texte können selektiert, sortiert und vom Autor kommentiert werden. Hier könnte man wieder sagen: „Oh je, diese Analog-Nostalgiker – das können Blogs auch.“ Sicher, die Texte befinden sich im Netz, dennoch bietet der selektive Blick – eben die Momentaufnahme, die ein Buch ermöglicht – eine nachhaltigere Dimension, als der chronologisch abgelegte Dauerkommentar eines Blogs. Interessant fand ich in dem Zusammenhang auch einen Artikel des Fotografen Jim Rakete zur Kodak-Insolvenz.

Social Banking 2.0: Gibt es sonst noch Vorteile?

Ein weiterer Punkt ist die dauerhafte Verfügbarkeit der Bloginhalte. Auch wenn ein Blog nicht mehr online ist, sind die Inhalte nicht verloren, sondern weiterhin im Buchhandel erhältlich. Und letztendlich, als Blogger mag man es sicher kaum glauben, es gibt Menschen, die lesen einfach keine Blogs, sondern greifen immer noch auf die klassische Informationsquelle „Buch“ zurück. 

Social Banking 2.0: Wie verläuft denn das Interesse der Blogger, die Sie ansprechen, reagieren die eher zurückhaltend oder finden Sie die Idee interessant?

Im Großen und Ganzen sind die Reaktionen sehr positiv. Die meisten angesprochenen Blogger sind interessiert, aber natürlich gibt es auch Blogger, die die Idee grundsätzlich ablehnen.

Social Banking 2.0: Welche Blogger eignen sich denn für bloggingbooks, was sind denn Ihre Schwerpunkte bzw. Qualitätskriterien?

Wir sind an Blogs interessiert, die sich mit Sachthemen und Ideen auseinandersetzen, die also eine persönliche Sicht auf ein bestimmtes Thema liefern. Das kann Social Media sein, aber auch Gesundheit, Philosophie etc. Anders gesagt: Blogs, in denen die Lebensgeschichte eines Einzelnen im Mittelpunkt stehen, sind für uns nicht interessant.

Social Banking 2.0: Worauf achten Sie denn bei der Auswahl besonders?

Die Qualitätskriterien lassen sich leicht beschreiben. Es sollten gute und interessante Texte sein. Da es sich hierbei immer um eine persönliche Sicht auf ein Thema handelt, liefern die Bücher sicherlich keine wissenschaftliche Auseinandersetzung, jedoch achten wir darauf, dass unsere Autoren Fachleute auf ihrem Gebiet sind.

Social Banking 2.0: Reicht es denn aus, wenn ein Blogger einfach die besten Beiträge zusammen kopiert und als gedrucktes Buch herausgibt, oder braucht es mehr?

Sicher braucht es mehr. Der Blogger sollte nicht nur eine Auswahl treffen, sondern eine „Linie“  in seine Blogbeiträge bringen, das heißt es sollte ein logischer Aufbau erkennbar sein. Ebenso sollte er seine Auswahl kommentieren und sein Vorgehen erläutern, sei es in einem Vorwort oder aber direkt an den Beiträgen.

Social Banking 2.0: Welche Pläne verfolgt bloggingbooks mit dem Portal, was ist angedacht, was könnte funktionieren, was eher nicht?

Wir wollen über Bloggingbooks möglichst viele gute Bücher publizieren. Und wir planen Bloggingbooks auch auf andere Sprachräume auszuweiten. Auf die Frage, was denn funktionieren könnte und was denn nicht, kann ich leider (noch) nicht antworten, das würde mein Talent zum Glaskugellesen überstrapazieren. Vielleicht fragen Sie noch einmal in einigen Monaten nach.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview: Lothar Lochmaier

Written by lochmaier

Februar 7, 2012 at 8:37 am

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Bank 2.0 (Teil I): Was ist eigentlich eine Killerapp?

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Ich gebe es gerne zu. Ich mag den schillernden Begriff Killerapplikation nicht besonders gerne. Ich habe auch keine Ahnung, wer diesen geflügelten Ausdruck erfunden hat. Er klingt so nüchtern wie der elektrische Stuhl in den USA, wo heute immer noch teils unschuldige Menschen mit bürokratischer Routine hingerichtet werden.

Kombiniert mit einer technischen Anwendung wird die ganze Verharmlosung erst sichtbar, wo ein gewaltsamer Vorgang etwas auf grundlegende Art und Weise verändert. Trotzdem hat es dieser Kunstbegriff, dessen Ursprung heute keiner mehr kennt, bis in den alltäglichen Sprachgebrauch geschafft, insbesondere durch den Einzug der Informationstechnologie in unser Leben.

Schaut man im Internetzeitalter wie jeder durchschnittlich gebildete Mensch auf der Plattform Wikipedia nach, so findet man dazu folgende Erläuterung, was wir unter einer Killerapplikation verstehen dürfen: Dabei handle es sich um eine konkrete Anwendung (englisch: application), die einer schon existierenden Technologie zum Durchbruch verhelfe. Die Namensgebung leite sich daher ab, dass ähnliche und oft ältere Konkurrenz-Technologien schnell verdrängt, also getötet (englisch: to kill) würden.

Im heutigen modernen Sprachjargon wird der Begriff zweifellos ausgesprochen inflationär verwendet, um den technologischen Wandel zu beschreiben, gerade wenn man ihn oftmals schwer mit Worten greifen kann. Bei einer Killerapplikation handelt es sich manchmal nur um ein technisches Accessoire von geringer Durchschlagskraft, um einen von Marketing und Werbung aufgepeppten Kunstbegriff, um zu zeigen, man hat als Unternehmen hier das beste neue Produkt in der „Pipeline“.

Disruptives Geschäftsmodell?

Davon unterscheiden sich grundlegende Innovationen dergestalt, dass sie nicht nur rein technische Neuerungen darstellen, auf der Basis neuer Patente etwa wie dem MP3-Player, der erst durch neue Komprimierungsverfahren möglich geworden war. Wer hätte in den achtziger und neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts daran geglaubt, jedermann sei bereit, auf ein im Fachjargon als „Verfahren zur verlustbehafteten Kompression digital gespeicherter Audiodaten“ zurück zu greifen.

Der weltweite Siegeszug dieser technischen Killerapplikation wurde aber erst möglich durch das von Apple entwickelte Abspielgerät von Musik, der allseits bekannte iPod. Um also eine bahn brechende Applikation zu generieren, bedarf es einer geheimnisvollen Mixtur aus technischen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen, die sich plötzlich wie von Geisterhand gesteuert aufeinander zu bewegen.

Das gilt erst recht für die Welt der Banken. Die Welt der Bank 1.0 ist eine hermetisch nach außen abgeschlossene, in die kein Außenstehender Einblick erhält. Das Leitmotiv der Bank 2.0 wäre das krasse Gegenteil davon, offene Türen, ein angenehmes Raumklima, der Kunde sitzt mit am Regiepult. Damit dies Realität wird, müssten sich unterschiedliche Entwicklungen zu einer kongruenten Killerapplikation verdichten, um die Bankenwelt in den kommenden Jahrzehnten zu verändern.

+++  Fortsetzung folgt +++

Zum Download meiner Publikation geht es hier:

Bank 2.0 Die Killerapp (ebook)

Bank 2.0 Die Killerapp (Printversion via Amazon)

Written by lochmaier

Februar 6, 2012 at 7:59 am

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Gottschalk: Wie die Generation „nicht abwärts kompatibel“ tickt

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Lieber Herr Gottschalk (via Facebook übermittelt),

warum stimmt die Quote nicht? Ganz einfach, Sie kokettieren in ihrer neuen Vorabendshow Gottschalk Live  mit der neuen Medienzeit, bleiben aber in der alten Medienwelt verhaftet, die neuen Zielgruppen wollen keine Stars, die sich und uns nur verkaufen.

Wenn Sie Trends setzen wollen, holen Sie spannende und unverbrauchte Talente in die Sendung, warum glauben Sie, gibt es denn neue Helden auf Youtube – Sie aber imitieren den Trend nur ohne Leidenschaft – wenn Sie konsequent vorgehen, dann steigern Sie die Quote langsam, aber bleiben innovativ und im übrigen auch persönlich jung, so wie bisher wird das Glas von halb voll bald auf ein viertel leer runter gehen. Dann bleibt Ihnen tatsächlich nur der Gang nach Canossa, wetten dass?

Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte, die Medienwelt dreht sich weiter, und wer wie Gottschalk, immer noch nach dem alten State of Play weiter spielt, der merkt gar nicht, dass sich da draußen in Sibirien und in der Wüste die Welt längst weiter dreht.

Das passiert allen Erfolgsverwöhnten quasi automatisch, denn Neues entsteht in diesem Fall mal nicht durch die Anpassung an die breite Masse, um mit den Stars die Quote zu machen, statt mit Inhalten. Die aber verkaufen uns nur für dumm, sprich wir sollen denen alles abkaufen, was sie gerade neu produzieren, und das auch nochmal 4xpro Woche. Das Neue, es entsteht in diesem Fall aber nur in der Reibung, wetten dass?

Ein Teil der Leithammel und Leitmedien sollte zurecht die Koffer packen, um auf der Luxusinsel dem Leben zu fröhnen… die „Generation nicht abwärts kompatibel„, wie ich sie hier mal nennen würde, sucht sich vielleicht zum Teil andere neue Formate, im Netz ist es für Trendsetter jedenfalls viel lebendiger als mit ein paar Web 2.0ig aufgepeppten Showformaten a la Gottschalk live, but reloaded…

Written by lochmaier

Februar 3, 2012 at 11:37 am

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Bank 2.0: Die Killerapp – mein neues Buch zum Download

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Im letzten Buch meiner „Bankentrilogie“ – also nach dem Sachbuch in Printform Die Bank sind wir und dem Roman Schattenbanken nun das letzte Werk. Es ist eine Art Blogreview zum dreijährigen Bestehen. Dazu gibt es in inhaltlich verdichteter Form  pointierte Meinungsessays und insgesamt zehn als Killerapps verpackte Thesen, wohin sich die Bankenbranche entwickelt.

Zum Download geht es hier:     Bank 2.0: Die Killerapp   (pdf, iBookstore, Amazon mobiK, ePub)

Auf iTunes (optimiert für das iPad) finden Sie das Buch hier.

Während der gestrigen MCTA-Konferenz in Berlin habe ich mich mit Matthias Kröner von der Fidor Bank (das ist kein sponsored link wie beim Bundespräsidenten, sondern Ehre, wem in diesem Fall als Bank 2.0-Vorreiter die Ehre gebührt) über die Bank der Zukunft unterhalten, oder besser gesagt, er mit mir, welche Spieler und spannenden Anwendungen also diesen Markt dominieren könnten. Hier der kurze Zusammenschnitt unseres Gesprächs.

Nun aber wieder zurück zu meinem neuen Buch: Autos, Türen und Banken, was haben diese drei Dinge gemeinsam? Man weiß nicht, was sich dahinter verbirgt. Mit diesen Worten leitete ich mein im Mai 2010 erschienenes Buch „Die Bank sind wir“ ein. Fast ein Jahr zuvor, am 19. Juni 2009, hatte ich mein „Weblog Social Banking 2.0 – der Kunde übernimmt die Regie“ gestartet. So konnte ich mit Interessierten meine Ideen austauschen. Das war und ist ausgesprochen wertvoll, um als Journalist und/oder bloggender Berichterstatter auch mit persönlicher Färbung neue Ideen zu generieren.

Die wichtigsten Beiträge aus meiner nun fast dreijährigen Tätigkeit als „Finanzblogger“ möchte ich zum Jubiläumsdatum meines Blogbestehens hin verdichten, erweitern und unter neuen Blickwinkeln aufbereiten, unter dem ich die Innovationsdefizite und -potentiale in der Bankenbranche begleite. Die Ausgangsfrage für die Blogreview zum Thema Social Banking 2.0 lautet dabei: Gibt es eine oder mehrere Killerapplikationen in der Finanzindustrie, oder bleibt im großen Spiel letztlich alles beim Alten?

Gibt es ein disruptives Geschäftsmodell für Banken?

Wie die Leser unschwer erkennen können, legt das Titelbild in der Version als eBook weniger wert auf eine perfekte künstliche Optik, sondern zeigt quasi in improvisierter Bildsymbolik, was sich jenseits der offiziellen Hochglanzprospekte ereignet, dort also, wo die kundenzentrierte Bankeninnovation heute tatsächlich stattfindet und von neuen Spielern vorwärts getrieben wird. 

Und so sieht das Cover der Printversion aus, die auch bereits erschienen ist:

 

Hinweis: Die Printversion können Sie bei Bloggingbooks bestellen. Mehr dazu in meinem späteren Blogeintrag hier oder direkt bei morebooks oder direkt via Amazon.  

Doch wird das, was viele als die neue Macht des Kunden bezeichnen, tatsächlich bessere und transparentere Geschäftsmodelle im Netz hervorbringen, oder bleibt am Ende alles auch unter neuer Flagge von IT-oder Telekommunikationskonzernen weiterhin eine riesige Illusionsmaschinerie, die uns den perfekten Mix zwischen Sicherheit und Rendite vorgaukelt?

Meine These lautet: Es wird definitiv nicht beim „business as usual“ in der Finanzindustrie bleiben. Wir befinden uns  inmitten von einem gravierenden Wandlungsprozess. Das Buch besteht, statt aus langatmigen Essays, vor allem aus zehn Kernthesen zur künftigen Entwicklung der globalen Bankenlandschaft, unter dem Einfluss des Internets.

Zehn Killerapps fordern die Finanzbranche heraus

Hier noch einmal das Wichtigste zum Buch: Bank 2.0 – Die Killerapp – in aller Kürze:  

Offizieller Erscheinungstermin: 01. Februar 2012

Format: eBook – Download hier auf der ePublishing Plattform Xinxii.com.

Länge 64 Seiten 

Preis: 4,99 Euro.

Noch ein zusätzlicher Hinweis: Um den Lesern einen kleinen Anreiz zu geben, ist seit kurzem auch der Preis für den Roman Schattenbanken von bisher 12,90 Euro auf 8,99 Euro gesunken. Zudem stehen beide Bücher über das iBookstore von Apple bzw. via Amazon bereit.  

Achtung Schnäppchenjäger: Für alle jene Leser, die beide eBooks gemeinsam kaufen möchten, bietet sich die Möglichkeit eines unschlagbaren Preisangebots, das die Wettbewerbshüter der EU gerade noch tolerieren: Zwei Bücher gibt es für 9,98 Euro. Wer also die Schattenbanken und Die Killerapp gleichzeitig bestellt, der erhält nochmal einen ordentlichen Extrarabatt. Dazu einfach über die email-Adresse info(at)wellenenergie.de ein spezielles zweistündiges Download-Zeitfenster anfordern. Betreffzeile: time machine.

Lesen Sie auch diese Beiträge zur Bank 2.0 – und zum Hintergrund dieses Buches, das es im Laufe dieses Jahres auch noch in englischsprachiger Version geben wird:

Finanz-Apps: Die kleine Revolution in der Geldbranche

Bank 2.0: Was ist eigentlich eine Killerapp?   Teil I    Teil II

Bank 2.0: Das Kleingedruckte ändert die AGB (Videoblog von Lothar Lochmaier mit den 10 Apps)

Vorträge und Workshops 2012:

Mit dem Anfang des Jahres veröffentlichten Buch Bank 2.0: Die Killerapp schließt sich der Kreis meiner kleinen Bankentrilogie, die mit dem Sachbuch Die Bank sind wir begann – und die über den Roman/Wirtschaftskrimi Schattenbanken – Computerhacker greifen die fiktive Frankfurter Handelsbank an – fortgesetzt wurde. Meine Vortragsangebote in 2012 richten sich insbesondere an die Bereiche Strategische Unternehmenskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Innovationsmanagement (Interne Meetings). Das Leitthema für dieses Jahr lautet:

Zehn Killerapps, die das Selbstverständnis von Banken neu prägen

Weitere Vortragsthemen für Workshops, Round Tables und öffentliche Konferenzen können Sie nach Absprache gerne individuell mit mir vereinbaren. Ich stehe auch für Autorenlesungen zur Verfügung, die das Thema Banken und IT-Sicherheit kombinieren.

Written by lochmaier

Februar 1, 2012 at 8:04 am

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