Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Bloggingbooks: Die Killerapp jetzt in gedruckter Form erschienen

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Jetzt gibt es mein Buch Bank 2.0 – Die Killerapp auch in gedruckter Version. Optisch sieht das Werk so aus:

Hier können Sie das Buch bestellen: Bank 2.0: Die Killerapp   (morebooks) oder bei  Amazon 

Wer und was zum Teufel (sorry) ist denn Bloggingbooks – mögen einige jetzt fragen. Ganz einfach, das Motto lautet: Blogs haben Bücher verdient. Durch diesen Werbeslogan neugierig geworden, habe ich im Gespräch von der Projekt- und Verlagsleiterin Frau Dr. Katrin Martin mehr zu diesem spannenden Zukunftsprojekt in Erfahrung gebracht. Dazu unten ein kurzes Interview.

Um ein denkbares Missverständnis in der Blogosphäre gleich auszuräumen, eine Info vorne weg: Bloggingbooks.de wählt nicht nur „key influencer“ aus (sorry für das Fachkauderwelsch), sondern das Portal spricht bewusst auch unbekannte Blogger an. Es zählt einfach der Inhalt. Im Umkehrschluss bedeutet dies für einige Platzhirsche aber auch: Nicht jedes gutbesuchte Blog ist automatisch interessant.

Letzte Vorbemerkung: Ich kann hier natürlich nur für mich sprechen. Ich fand die Zusammenarbeit mit bloggingbooks.de sehr konstruktiv, zügig, auch inhaltlich inspirierend, weshalb es bis zur Fertigstellung meines Buchs Die Killerapp auch deutlich kürzer gedauert hat als ursprünglich vorgesehen. Dafür möchte ich mich persönlich für den unermüdlichen Einsatz (auch am Wochenende) bei Dr. Katrin Martin bedanken, und natürlich in gleicher Weise bei Valentina Rudenco.

Die Printversion ist gegenüber dem eBook um einige zusätzliche Passagen und Inhalte ergänzt, so etwa einige Auszüge aus meinem Roman Schattenbanken. Aber genug der Vorrede: Hier nun für die Leser von Social Banking 2.0 einige Antworten, auf bloggende Fragen, die vielleicht auch für andere Tage- oder Wochenbuchschreiber interessant sind, zumindest für jene, die „crossmedial“ denken und handeln, und die folglich überlegen, wie sie ihre Erfahrungen einmal anhand eines klaren roten Fadens in gedruckter Art und Weise aufarbeiten. 

Social Banking 2.0: Wie kamen Sie auf die Idee, eine Plattform für von Blogautoren publizierte gedruckte Bücher zu starten, ist das nicht ein Widerspruch?

Dr. Katrin Martin: Bei einer Unterhaltung mit dem Blogger und IBM Marketing Manager Stefan Pfeiffer kamen wir auf das Thema „Blogs und Bücher“ zu sprechen. Blogs zu Bücher zu machen, also mal den umgekehrten Weg von digital zu analog gehen, das fand ich spannend. Die Inhalte vieler Blogs überzeugen und so haben wir das Verlagsprojekt gestartet. Dass es ein Widerspruch sein soll, Blogs zu Büchern zu machen, sehe ich nicht. Blogs dokumentieren Inhalte und Bücher auch. Es stellt sich also letztendlich die Frage, was ein Buch leisten kann, was ein Blog nicht zu leisten vermag.

Social Banking 2.0: Das klingt auf den ersten Blick toll, können Sie das aber konkretisieren?

Aus meiner Sicht ermöglichen Bücher eine systematische Momentaufnahme, das heißt  Texte können selektiert, sortiert und vom Autor kommentiert werden. Hier könnte man wieder sagen: „Oh je, diese Analog-Nostalgiker – das können Blogs auch.“ Sicher, die Texte befinden sich im Netz, dennoch bietet der selektive Blick – eben die Momentaufnahme, die ein Buch ermöglicht – eine nachhaltigere Dimension, als der chronologisch abgelegte Dauerkommentar eines Blogs. Interessant fand ich in dem Zusammenhang auch einen Artikel des Fotografen Jim Rakete zur Kodak-Insolvenz.

Social Banking 2.0: Gibt es sonst noch Vorteile?

Ein weiterer Punkt ist die dauerhafte Verfügbarkeit der Bloginhalte. Auch wenn ein Blog nicht mehr online ist, sind die Inhalte nicht verloren, sondern weiterhin im Buchhandel erhältlich. Und letztendlich, als Blogger mag man es sicher kaum glauben, es gibt Menschen, die lesen einfach keine Blogs, sondern greifen immer noch auf die klassische Informationsquelle „Buch“ zurück. 

Social Banking 2.0: Wie verläuft denn das Interesse der Blogger, die Sie ansprechen, reagieren die eher zurückhaltend oder finden Sie die Idee interessant?

Im Großen und Ganzen sind die Reaktionen sehr positiv. Die meisten angesprochenen Blogger sind interessiert, aber natürlich gibt es auch Blogger, die die Idee grundsätzlich ablehnen.

Social Banking 2.0: Welche Blogger eignen sich denn für bloggingbooks, was sind denn Ihre Schwerpunkte bzw. Qualitätskriterien?

Wir sind an Blogs interessiert, die sich mit Sachthemen und Ideen auseinandersetzen, die also eine persönliche Sicht auf ein bestimmtes Thema liefern. Das kann Social Media sein, aber auch Gesundheit, Philosophie etc. Anders gesagt: Blogs, in denen die Lebensgeschichte eines Einzelnen im Mittelpunkt stehen, sind für uns nicht interessant.

Social Banking 2.0: Worauf achten Sie denn bei der Auswahl besonders?

Die Qualitätskriterien lassen sich leicht beschreiben. Es sollten gute und interessante Texte sein. Da es sich hierbei immer um eine persönliche Sicht auf ein Thema handelt, liefern die Bücher sicherlich keine wissenschaftliche Auseinandersetzung, jedoch achten wir darauf, dass unsere Autoren Fachleute auf ihrem Gebiet sind.

Social Banking 2.0: Reicht es denn aus, wenn ein Blogger einfach die besten Beiträge zusammen kopiert und als gedrucktes Buch herausgibt, oder braucht es mehr?

Sicher braucht es mehr. Der Blogger sollte nicht nur eine Auswahl treffen, sondern eine „Linie“  in seine Blogbeiträge bringen, das heißt es sollte ein logischer Aufbau erkennbar sein. Ebenso sollte er seine Auswahl kommentieren und sein Vorgehen erläutern, sei es in einem Vorwort oder aber direkt an den Beiträgen.

Social Banking 2.0: Welche Pläne verfolgt bloggingbooks mit dem Portal, was ist angedacht, was könnte funktionieren, was eher nicht?

Wir wollen über Bloggingbooks möglichst viele gute Bücher publizieren. Und wir planen Bloggingbooks auch auf andere Sprachräume auszuweiten. Auf die Frage, was denn funktionieren könnte und was denn nicht, kann ich leider (noch) nicht antworten, das würde mein Talent zum Glaskugellesen überstrapazieren. Vielleicht fragen Sie noch einmal in einigen Monaten nach.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview: Lothar Lochmaier

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Written by lochmaier

Februar 7, 2012 um 8:37 am

Veröffentlicht in Uncategorized

6 Antworten

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  1. […] Printversion können Sie bei Bloggingbooks bestellen. Mehr dazu in meinem späteren Blogeintrag hier oder direkt bei […]

  2. […] Bloggingbooks: Die Killerapp jetzt in gedruckter Form erschienen – gutes Buch […]

  3. Geht’s eigentlich in Ihrem Blog nur noch um die Vermarktung Ihrer Bücher???
    Wir in der Schweiz sagen dem salop: Eigenlob stinkt
    Sorry!

    Martin Burch

    Februar 17, 2012 at 10:14 pm

  4. Sehr geehrter Herr Burch,

    vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich freigeschaltet habe. Er ist inhaltlich jedoch reichlich deplatziert. Erstens: Es steckt jede Menge unbezahlter kreativer Arbeit hinter den Büchern, von der nun auch die Leser profitieren, wenn sie sich dafür interessieren. Wollen Sie mir nun vorwerfen, dass ich dafür überhaupt Geld verlange? Ich bin übrigens Freiberufler. Bekommen Sie kein Gehalt, möchten Sie gar kein Geld verdienen? Zweitens: Ich schreibe weiterhin jede Menge (unbezahlte) Beiträge auf diesem Blog. Drittens: Was nichts kostet, ist nichts wert, wollen Sie dass ich für meine Blogartikel künftig über eine Bezahlschranke Geld verlange, vermute wohl kaum. Alles soll kostenlos und in Top-qualität sein, wie diese zustande kommt, das interessiert wohl weniger.

    In diesem Sinne, man sollte nicht nur den Preis der Dinge kennen, sondern auch den Wert.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lothar Lochmaier

    lochmaier

    Februar 19, 2012 at 8:55 am

  5. Ich denke die Qualität der Artikel steht hier im Vordergrund, – nicht der Google-Page-Rank, Besucherzahlen oder Suchmaschinen-Positionierungen. Gute Posts verdienen ein Buch.

    scharboKarsten Müller

    Juli 16, 2012 at 3:33 pm

  6. Dem kann ich mich anschließen..

    Legasthenie-Coach

    September 29, 2012 at 8:10 am


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