Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

2012: Im Jahr des Drachen

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Das neue Jahr, es hat begonnen, nicht ganz so sanft, wirft man einen Blick hinter die große Kulisse. Ein Bundespräsident, der es mit der Wahrheit und Pressefreiheit in eigener Sache nicht so ernst nimmt, verdeutlicht uns, der Medienzirkus, er hat wieder Fahrt aufgenommen, nachzulesen etwa beim Blicklog. Die ersten Geschehnisse verdeutlichen, wer wie Siegfried in der deutschen Nibelungen-Sage, an die eigene Unverwundbarkeit glaubt, der übersieht das Blatt auf dem Rücken. 

Und die Rolle der Journalisten im Falle von Wulff? Sie schwenken jetzt mehrheitlich auf die Seite der „Wutbürger“ um, die Kritik der mächtigen Eliten, sie wird plötzlich modisch. Man kann dann ja, wie beim Beispiel BILD der Fall, zweimal hohe Auflage und gutes Geld machen, zuerst indem man jemand nach oben schreibt, und dann, indem man ihn wieder vernichtet. Aber es geht hintergründig betrachtet bei dem Fall um viel mehr: Entscheidend ist nicht, ob ein Bundespräsident weiter im Amt bleibt, sondern wie sich die Spielregeln im Verlauf dieses Jahrzehnts im Jahr des Drachen ändern werden.

Im Internet werden sich (neben der Straße) die Verteilungskämpfe der Zukunft abspielen, habe ich bereits in meinem Buch „Die Bank sind wir“ prognostiziert. Wer diese Äußerung für zu akademisch hielt, auch der ist mittlerweile von der Realität überholt worden. Auch ich war erneut überrascht, als eines der Szenarien mit Computerhackern, von denen ich in meinem neuen Roman Schattenbanken berichtet habe, bereits zur Weihnachtszeit ganz real wurde.

Denn die Internetseite der Firma Stratfor, die vermutlich von Aktivisten der Gruppe Anonymous gehackt wurde – so genau lassen sich die Urheber nicht zuordnen – um danach Spendengelder an wohltätige Einrichtungen zu überwiesen und Kundendaten zu veröffentlichen (u.a. von der Deutschen Bank), genau dieses Szenario stellt einen wichtigen Bestandteil meines Buches dar.

Keine Sorge, ich selbst gehöre nicht zu einer Hackergruppe, sondern versuche nur das Zeitgeschehen zwischen den Zeilen zu lesen und zu beschreiben. Es sei deshalb noch einmal der Hinweis in eigener Sache erlaubt: Jedem Leser dieses Blogs sei, gerade um die Entwicklung von „sozialen“ Phänomenen wie Occupy Wallstreet oder dem politischen Hacktivismus zu verstehen, mein Roman Schattenbanken ans Herz gelegt, mit Blick auf die obigen Geschehnisse insbesondere jene Passagen, die sich intensiv mit der fiktiven Hackergruppe „Virology“ befassen.

Und hier bietet sich die Metapher der Festungsmauer in der IT-Sicherheit an, die eher einem löchrigen Schweizer Käse gleicht als einer gut gesicherten Burg. Und damit sind wir wieder beim Drachen. Er kann nicht nur, wie in der europäischen Mythologie eine Bedrohung darstellen, das feuerspeiende Wesen, das in unzähligen Science Fiction Filmen zum Monster umdeklariert wird. 

In Asien ist der Drache übrigens ein Glücksbringer, man sollte also nicht alle Geschehnisse nur negativ interpretieren. Vielleicht spendet der Drache uns ja auch Wärme.

Den Lesern dieses Blogs wünsche ich jedenfalls alles Gute und ein erfolgreiches Jahr, plus einer kleinen kommunikativen Extrarendite, die der Drache hoffentlich auch für Sie ausspucken wird.

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Written by lochmaier

Januar 9, 2012 um 8:44 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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