Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Zahl des Monats: Eine Yacht für 3,5 Milliarden Euro kaufen?

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Für 3,5 Milliarden Euro lässt sich ein Geschäftsmann aus Malaysia eine Yacht aus purem Gold anfertigen, so jedenfalls berichteten es britische Medien. Haben Sie die schönen Fotos gesehen? Der britische Luxus-Designer Stuart Hughes verkleidete die 30 Meter lange Yacht dabei offenbar mit 100.000 Kilogramm Gold und baute Wände aus Meteoritengestein.

Damit kann die Reise in neue Galaxien sicherlich angetreten werden. Der Auftraggeber, offenbar ein  Geschäftsmann aus Malaysia, möchte anonym bleiben, wie edel. Er hat jedenfalls den britischen Luxus-Designer Stuart Hughes in Liverpool beauftragt, der solche Aufträge in dieser finanziellen Spielklasse gewohnt ist. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und wir wollen natürlich gar nicht neidisch sein.

Vielleicht ist aber immerhin die Frage erlaubt, was Reichtum mit Augenmaß ist, oder ob es sich hier um einen fortgeschrittenen Fall von geistiger Weltentrückung handelt. Es geht sogar das Gerücht um, dass nach drei Jahren Bauzeit die 30 Meter lange Yacht „History Supreme“ – ein wahrhaft passender Name – mit 100.000 Kilogramm purem Gold und Platin verkleidet bereits auf den Weltmeeren schippert.

Schaut man sich die technischen Details an, so gibt es allerdings ein paar Widersprüche. Das Deck, die Reling, die Sitz- und Essecke und sogar der Anker seien ebenso aus Edelmetall wie der gesamte Bootsrumpf. Ein Knochen des Tyrannosaurus Rex soll sich auch noch an Bord befinden. Wenn es darum mal keinen Streit gibt.

Die Wände des luxuriösen Schlafzimmers sollen übrigens mit Platin verziert und aus echtem Meteoritengestein gefertigt sein. Vielleicht fertigt ja bald jemand eine Yacht aus Diamanten und Gold, für einen Betrag ab einer Billion Euro.

Da kann man als einfacher und noch arbeitender Grieche nur neidisch werden, denn offenbar beteiligen sich auch die dortigen Yachtbesitzer kaum an den Aufräumarbeiten seit der Staats- und Finanzkrise. Deren Papier- und sonstiges Geld ist nämlich bereits im Ausland angelegt. So darf sich der Steuerzahler freuen, in diesem Fall gemeinschaftlich haften zu dürfen, indirekt natürlich auch für die Versicherungspolicen von vergüldeten Luxuslinern.

So vergibt man auch Chancen für die nächste Generation – Wenn ein gutes Dutzend Superreicher mal auf den Wettbewerb mit der teuersten Yacht verzichten würden, hätten wir schon 50 Milliarden Euro für kreative Investitionen bereit stehen. Das Ganze hätte nebenbei noch einen Vorteil: Denn mit einem einfachen Segelboot hört man viel besser das Meeresrauschen und den Wind.

Vielleicht sieht ja die Vision der eleganten und emissionsfreien Fortbewegung auf der Yacht so aus, wie es sich die Macher des Berliner Herstellers SolarWaterWorld in der jüngsten Pressemitteilung vorstellen, mit einem Windsegel bzw. Zugdrachensystem vorne – und Solarpanelen auf dem Dach. Derartige Träume sind zumindest mal erlaubt …

Neue Definition von Luxus gefragt - Quelle: SolarWaterworld

P.S. Die obige Geschichte mit der Luxusyacht für 3,5 Mrd. Euro soll übrigens eine Zeitungsente sein, könnte aber doch so passiert sein … denn wenn man alle überbordenden Luxusliner nur ein bisschen kleiner designen würde, käme schon so einiges an Geld zusammen.

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Written by lochmaier

Oktober 31, 2011 um 7:33 am

Veröffentlicht in Uncategorized

2 Antworten

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  1. Die „goldene Yacht“ ist ein Zeitungsende: http://www.bildblog.de/search/yacht+aus+Gold/

    Dirk Abe

    Oktober 31, 2011 at 12:44 pm

    • Den Blogartikel im Bildblog hatte ich natürlich auch gesehen – umso mehr freut es mich, dass es aufmerksame Leser gibt, denen die eine oder andere allzu eingängie und klischeehafte Mediengeschichte auffällt. Trotzdem bleibt natürlich eine Tendenz gültig, nämlich, dass man Luxus so oder so definieren kann, nicht nur übers Zur Schau stellen von materiellen Dingen – sondern den richtigen Umgang mit Zeit und den kostenlosen Dingen dieser Welt.
      In diesem Sinne …..

      lochmaier

      Oktober 31, 2011 at 1:04 pm


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