Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Jahresrückblick (12): Rückspiegel, Blinker setzen, Überholen

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Zunächst der Rückspiegel: Im Dezember hat sich die Berichterstattung auf Social Banking 2.0 vor allem auf die Vorweihnachtsfreude fokussiert, die nicht nur eine in der Konzeptionsphase schlecht durchdachte Boykott-Aktion wie Stopbanque verursacht hat, als ein etwas zwielichtiger Ex-Fußballstar das Rampenlicht betrat, dessen Frau werblich für die Finanzbranche in Erscheinung getreten war, was die Aktion vollens diskreditierte.

In meinem Artikel auf Heise Telepolis gab ich nebem dem Blog einen umfassenden Überblick über die Stimmungslage der frustrierten Bankbürger, die den etablierten Institutionen zunehmend misstrauen. Noch ist die allgemeine Gemengelage „Stopbanque trifft Wikileaks“ etwas diffus:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33757/1.html

Blinker richtig setzen? Was bringen solche Aktionen, wenn man  nur A aber nicht B sagt? Sprich, die Leute sollen ihr Geld von den Banken abziehen, das System zum Kollabieren bringen, es gleichzeitig jedoch (noch) an den ausgereiften produktiven Alternativen fehlt, wo die Finanzen stattdessen platziert werden sollen.  

Und damit sind wir endgültig bei dem bestimmenden Medienthema im Dezember. Die Enthüllungen von Wikileaks und von Julian Assange sollen schließlich auch die Bankbranche betreffen, allen voran wohl die Bank von America. Ich titelte aber eher verhalten: „Bashing geht auch ohne Geheimdokumente:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/12/03/wikileaks-bank-of-america-im-visier-bashing-geht-auch-ohne-geheimdokumente/  

Folglich veröffentlichte ich statt dem großen Revolutionspathos zu fröhnen, das uns via Julian Assange wohl bald dessen Memoiren vors Kaminfeuer spülen wird, lieber dem Kleingedruckten in den holprigen Bankprozessen, so etwa in einem virtuellen Gastbeitrag, woran die Banken jenseits von Bashing wirklich kranken – wobei es mir insgesamt mehr darum ging und geht, konstruktive neue Ansätze jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei aufzuzeigen, was ich dann auch unter folgenden Überschriften gerne tat: „Investieren in CH: Schweizer Crowdfunder und Venture Capitalists 2.0“ – oder meiner „interaktiven Bankenlandkarte zum Social Banking? 

https://lochmaier.wordpress.com/2010/12/05/virtueller-gastbeitrag-woran-die-banken-jenseits-von-bashing-wirklich-kranken/

https://lochmaier.wordpress.com/2010/12/02/investieren-in-ch-schweizer-crowdfunder-und-venture-capitalists-2-0/

https://lochmaier.wordpress.com/2010/12/08/interaktive-bankenlandkarte-quo-vadis-social-banking/

Dass der schleichende Bewusstseinswandel in der Finanzbranche – am Beispiel des analog zu sehenden mangelnden „Klimawandels“ in Cancun, als Schnecke noch keinen Turbo gezündet hat, das ließ sich daran ablesen, dass die Deutsche Bank die Skeptiker in einer neuen Studie deutlich zur Einsicht mahnte:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/12/07/cancuns-klimawandel-hausgemacht-oder-schicksal-deutsche-bank-rugt-skeptiker/ 

Wir bilanzieren nun also nach dem Rückspiegel und dem Blinker setzen, jetzt auf der geistigen Überholspur für das Jahr 2011 angekommen, dass es wohl mit dem guten Öko- und Sozialgewissen etwas mehr Geld zu verdienen gibt als in den Jahren zuvor. Neue Geschäftsmodelle heizen den arrivierten Spielern nicht nur in den Bankbranche ein.

Macht am Ende in diesem Jahr das Kleinvieh doch ordentlich viel produktiven „Mist“, pardon Dünger? Entnehmen wir die Antwort doch eher unakademisch mit den Worten der Schweizer Crowdfunding-Plattform C-Crowd den Ausführungen des Schweizer Bankers Konrad Hummler, der in einem Videointerview mit der Neuen Züricher Zeitung behauptet, dass die neuen Internetplattformen nun die „Bankbilanzen“ bedrohten. Nochmals anzuschauen hier:

http://crowdfundingonline.wordpress.com/2010/10/03/internet-plattformen-bedrohen-bankbilanzen/

Diesem Kommentar eines Lesers gibt es – nun leider auf der viagrafreien Überholspur für 2011 angekommen – nichts mehr hinzuzufügen, außer natürlich die besten Wünsche für ein gesundes und (erkenntnis)reiches Jahr 2011, der sich meinerseits an die nach vorne geneigte Leserschaft dieses Weblogs Social Banking 2.0 richtet:

Crowdfunding als Gefahr für die Banken? Ein sehr spannender Gedanke, wird aber meiner Meinung nach noch lange dauern, da die Finanzbranche doch eine sehr konservative ist. Wenn die grossen Banken hier aber nicht mithalten können, werden ihnen Deals in einer durchaus schmerzhaften Grösse wegbrechen.

 

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Written by lochmaier

Januar 10, 2011 um 8:11 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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