Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Jahresrückblick (9): Menschliches Algotrading in der Facebook-Filiale

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Ich wagte es die provokante Frage zu stellen, „first come, first serve“ – Ist der Kunde in der Bank 2.0 wirklich der Souverän? 

Schließlich gibt es im Netz bereits „demokratisch“ organisierte Web 2.0-Trading-Plattformen, während Algotrading, der Computerhandel aus dem Ruder lief. Wie selbstzerstörerisch ist der automatisierte Handel?

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/30/first-direct-ist-der-kunde-in-der-bank-2-0-wirklich-der-souveran/

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/29/ayondo-demokratisch-organisierte-web-2-0-trading-plattform-wachst/

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/28/algotrading-wie-selbstzerstorerisch-ist-der-automatisierte-handel/

Auch sonst gab es vielerort „hohe Zinsversprechen und niedrige Kommunikationslevels“, so dass die Grundidee, eine „Social Stock Exchange“ zu etablieren, und von der Idee zur rauen Wirklichkeit vorwärts zu schreiten, heute als eine recht weit entfernte Zielmarke erscheint:  

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/27/ge-capital-direct-hohes-zinsversprechen-und-niedriges-kommunikationslevel/

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/24/social-stock-exchange-von-der-idee-zur-rauen-wirklichkeit/

Doch die Rettung naht schon. Denn die Neuseeländer riskieren es, sie gründen mit der ASB Bank die erste Facebook-Filiale à la Second Life, nur eben nicht als Fake, sondern als echte Filiale, mit dort natürlich nur indirekt anfassbaren Kundenbetreuern. Noch dauert es, bis auch die menschlichen Geschmacksnerven und persönlichen Gerüche übers virale Netz übertragen werden:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/23/asb-bank-erste-facebook-filiale-a-la-second-life-eroffnet/

Ob das mit der Facebook-Filiale so richtig funktionieren mag ? So mancher Abkömmling mit dem lässigen Touch eines sozialen Netzwerks erweist sich leider nur als Fake. Alles nur geklaut, davon kann aber vor allem die Ergo Gruppe mit ihrem abgekupferten Werbespot aus dem Hollywood-Blockbuster „High Fidelity“ ein großes Liedchen singen.

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/22/alles-nur-geklaut-ergo-gruppe-kupfert-werbespot-aus-blockbuster-high-fidelity-ab/

So darf es uns nicht verwundern, dass das so avisierte „Gen Y“ sich lieber andere, kreativere Kanäle zur Geldanlage sucht. Zum Beispiel via Bildungsfinanzierung 2.0, denn dort kreieren die Studenten selbst ihre „Croudsourcing-Tools“:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/22/bildungsfinanzierung-2-0-studenten-kreieren-croudsourcing-tools/

Überhaupt, die gute News war die: Ökofonds sind im Aufwind – und die nachhaltige Geldanlage wird allmählich zum Alltagsgeschäft. Ebenso, wie sich langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass ein hybrides Bankenmodell funktionieren könnte:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/21/okofonds-im-aufwind-nachhaltige-geldanlage-wird-zum-alltagsgeschaft/

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/20/metrobank-ein-hybrides-bankenmodell-konnte-funktionieren/

Besonders stolz in diesem Monat war ich aber auf diesen Beitrag – Money School: Wie Kinder ihren Eltern den richtigen Umgang mit Geld beibringen. Den leitete ich mit den Worten ein:

Neulich hatte ich einen Traum. Ich war wieder ganz Kind. Der Regen prasselte bei Sonnenaufgang gegen die Fensterscheiben. Die Wolken hingen bedrohlich tief. Ich dachte über mein Leben nach, das auf mich wartete. Irgendwie war ich mit den Erwachsenen unzufrieden. Sie hatten mir die Welt noch nicht so richtig erklärt.

Damit wollte ich zeigen, dass die junge Generation nicht mehr bereit und in der Lage war, die hohen Renditeansprüche der Älteren uneingeschränkt zu akzeptieren. Geschweige denn, dass sie erfüllbar sind, wenn immer weniger Schuldner die Ansprüche von immer mehr Gläubigern erfüllen müssen.

Da braucht man nur Kopfrechnen nach Adam Riese, und keine volkswirtschaftlich nicht immer seriös gebildete Professoren, um diese „Milchmädchenrechnung“ zu entlarven, und ich wollte dies aus der Sicht eines Kindes bewerkstelligen:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/17/money-school-wie-kinder-ihren-eltern-den-richtigen-umgang-mit-geld-beibringen/

Genervt war ich von einer Debatte, die von den wirklich großen Verwerfungen auf den Finanzmärkten doch nur billig ablenken wollte. Das Thema kreiste ums Tagesgeld: Ab wann sind Kleinsparer „geldgierig“? Meine Antwort, gar nicht, denn Geldgier ist etwas ganz anderes als die Welt des Kleinsparers, der nach ein paar Prozentpunkten mehr heischt, auch wenn mir jetzt einige mit erhobenem Zeigefinger jetzt widersprechen mögen:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/16/tagesgeld-ab-wann-sind-kleinsparer-geldgierig/

Sicherlich, wir alle werden Rendite und Sicherheitsansprüche neu definieren müssen. Aber nicht, indem Professoren auf die geldgierige Mittelschicht zeigen, wo sie selbst doch am Tropf der Steuerzahler hängen, und die Leistungsbilanz gerade in dieser privilegierten Kaste längst nicht mehr stimmt.

Doch der Ausweg aus solch eher fruchtlosen Diskussionen nahte schon, und zwar in Form von Cortal Consors und dem Szenario: Der Live-Stream sollte für den Online-Broker schließlich den Weg ins Social Web ebnen. Das ging gründlich schief, denn die Big Brother Show zog sicherlich kaum Anleger an, die dem gebildeten Reservoir zuzurechnen sind, das ja für das erfolgreiche Agieren an der Börse zwingend notwendig ist – oder doch nicht?

https://lochmaier.wordpress.com/2010/09/14/cortal-consors-und-das-szenario-live-stream-soll-weg-ins-social-web-ebnen/

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Written by lochmaier

Januar 3, 2011 um 8:19 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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