Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Jahresrückblick (1): Gedanken für die ruhige Zeit am Lagerfeuer

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Es ist Glühweinzeit, wir hüllen uns in kuschelige Decken, sitzen vor dem Kaminfeuer – und schauen Fern. Oh je, es ist die Zeit der Jahresrückblicke bei den Medien, wohl dem, der überhaupt auf ein gesammeltes Meisterwerk zurückblicken darf.

Schnitt: Es ist aber auch die Zeit der bilanztechnischen Jahresabschlüsse, die ich jetzt in Form von in drei Parts gebündelten „Quartalsberichten“ an meine werte Leserschaft ausreichen werde. Ob die Leser meinen Geschäftsbericht wie die ins Gerede gekommenen Wirtschaftsprüfer oder Ratinggesellschaften testieren werden?

Da kann jeder sich die passenden Häppchen je nach Zeiteinteilung am Feuer raussuchen. Für die Leser von Social Banking 2.0 habe ich mich nochmal in die eigene Bauchnabelschau zurück begeben. Was ist passiert in den zwölf Monaten von Januar bis Dezember, was war aufregend, was völlig langweilig? Beginnen wir ganz vorschriftsgemäß mit dem Monat Januar.

[Anmerkung: Es sieht zwar optisch nicht so superschön aus, dafür aber liest es sich übersichtlicher, wenn ich die Links zwischen die jeweiligen Textpassagen separat einbette, als über den Textmarker direkt zu verlinken, oder über separat postierte und durch nummerierte Weblinks ganz unten. Dann kann jede(r) klicken, wo es ihm/ihr gefällt, sorry also angesichts der kleinen Unbequemlichkeiten fürs Auge].

… Wird am Ende wirklich in der Welt des Social Bankings alles gut? Das Jahr begann jedenfalls ziemlich aufgeregt hinter den Kulissen, ich recherchierte und schrieb über die Hintergrundgeschichte der Noa Bank, bis heute einige der meist gelesensten Postings.

Mir war klar, das Thema würde die Leser entzweien, aber ich stellte mich dieser Herausforderung, und hatte zwischen den Feiertagen im Jahreswechsel 2009/2010 allerhand viel zu tun, um dieses Posting mit unzähligen Fragen zum kritischen Firmengeflecht schreiben, und um bloße Gerüchte, Verleumdungen und Fakten auseinanderzuhalten:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/10/noa-bank-erfolgreicher-start-und-kritische-nachfragen-zum-firmengeflecht-quorum-targas/

Noch im Januar reagierte der Gründer mit einigen Statements, doch die Zweifel am Geschäftsmodell blieben:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/19/noa-bank-grunder-francois-jozik-gibt-statusbericht/

Aber es gab auch jede Menge interessanter Geschehnisse rund um den neuen Planeten namens Social Banking 2.0. Zum Beispiel: Wie viel Social Lending verträgt der Mensch?

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/26/kreditkarten-und-verschuldung-wie-viel-social-lending-vertragt-der-mensch-2-0/

Eigentlich eine ganze Menge. Denn die klassische Vertriebssegmentierung der Banken ist out, wie ich anhand eines langen Telefonats mit Peter Kruse aufzeigte. Wir konnten zwar beide die Finanzwelt nicht Nobelpreisverdächtig erklären, aber jeder Leser konnte sich zumindest einen kleinen Reim über die ersten Vorzeichen der „Finanzdemokratie 2.0“ machen, an die natürlich jetzt noch keiner so richtig glaubt:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/22/peter-kruse-im-gesprach-banken-sind-in-der-vertriebskrise-triviale-kundensegmentierung-out/

Schließlich wäre in der „Bank 2.0“ eine neue offene Führungskultur gefragt, die selbiges Web 2.0 nicht einfach nur verbietet. Vielleicht kommt es ja auch so: Dann gehen junge Banker trotz viel Schmerzensgeld halt woanders hin:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/19/bank-2-0-neue-offene-fuhrungskultur-gefragt/

Noch komplexer, schon allein angesichts der politischen Spannungen, in deren Sogwirkung man auch bei nüchternen Analysen immer wieder gerät, war meine kleine Serie zum Islamic Banking, in der ich aufzeigte, ob und wie es vielleicht zu einer weltweiten Verschmelzung „nachhaltiger Finanzkulturen“ kommen könnte:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/18/islamic-finance-teil-iii-verschmelzung-der-nachhaltigen-finanzkulturen/

Auch als investigativ bloggender Journalist, oder umgekehrt, ist man immer wieder gefragt. So konnte ich mal wieder ein paar kleine schwarze Schafe im Markt für Social Lending identifizieren, wie etwa lendyland.de, eine Art „Disneyland-Variante“ des Peer-to-Peer-Lendings – und auch die nicht ganz „so soziale“ österreichische Kreditbörse Bankless Life musste kurz nach Gründung wieder die gerade erst gehissten Segel einziehen:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/14/social-lending-unregulierter-kreditmarkt-chance-oder-dubioser-graumarkt/

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/08/osterreich-p2p-kreditborse-bankless-life-erfolgreich-gestartet-und-gleich-wieder-geschlossen-social-lending-wachst-dynamisch/

Trotz dieser Schiffbrüchigen – es zeichnete sich ein buntes Farbenspektrum ab, wie das Netz unsere Welt allmählich verändert, durch „eDemocracy“, den perfekten Sturm:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/13/perfect-storm-wie-edemocracy-die-hierarchien-langsam-verandert/

Mit im Boot vertreten ist das Institute for Social Banking in Bochum, das ich via längeres Interview vorstellte:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/12/interview-wie-das-institute-for-social-banking-sein-profil-versteht/

Denn eines dürfte klar sein: Dass neue Bankmarken ohne Kundenbeteiligung entstehen, wie bei der Commerzbank der Fall, diese Wunschvorstellung in den Glaspalästen dürfte nicht mehr lange halten – sonst würde unser Geld ja nur unproduktiv „verdampfen“:

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/05/commerzbank-reloaded-wie-eine-neue-online-marke-ohne-kundenbeteiligung-entsteht/

https://lochmaier.wordpress.com/2010/01/04/die-um-95-frage-wie-vermehrt-sich-geld-wie-verdampft-es/

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Written by lochmaier

Dezember 14, 2010 um 8:57 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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