Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Cancun’s Klimawandel – Hausgemacht oder Schicksal? Deutsche Bank rügt Skeptiker

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Kyoto und die kleinen Schritte danach, das ist zweifellos der Klimagipfel der Mächtigen in Mexikos Cancun.  Viel wird bei den unzähligen Sitzungsmarathons nicht  rumkommen, es will sich und anderen ja keiner weh tun. Das findet auch unser Umweltminister Norbert Röttgen via finanznachrichten.de. Nun ja, übermäßig motiviert scheint auch er nicht zu sein, angesichts der Übermacht anderer Ministerien.

Umweltverbände wie der Naturschutzbund sehen jedenfalls in Cancun nichts als faule Kompromisse heraufziehen. Es ist ein immer wiederkehrendes Thema, ob der Klimawandel von Menschen verursacht wird, oder dem Einfluss „regulärer“ Aufs und Abs in der umweltpolitischen Zeitachse zuzurechnen ist. Solange wir noch diskutieren, reißen wir bereits die kritischen Hürden in der Erderwärmung von rund drei Grad Celsius.

Ein interessantes Whitepaper der Deutschen Bank Climate Change: Adressing the major sceptic arguments klärt jetzt auf, und stellt sich auf die Seite derjenigen, die einen eindeutigen Einfluss von „hausgemachten“ menschlichen Problemen sehen. Wir sind also nicht aus der Verantwortung entlassen.

Damit die Leser von Social Banking 2.0 sich ein klares Bild machen können, habe ich einmal kurz einige substanzielle Mythen herausgegriffen, mit denen die Studie der Deutschen Bank gründlich aufräumt:

Erstens: Seit der Eiszeit steigt der CO2-Gehalt konstant an.

Zweitens: Der Hauptverursacher ist die Sonne.

Drittens: Wasserdampf ist die relevanteste Quelle für das CO2-Treibhausgas.

Viertens, fünftens, sechstens und so weiter. Die von den Gegner immer wieder neu verpackte Botschaft lautet: Wir passen uns irgendwie allem Neuen an, wenn wir nur ein bisschen umsichtiger agieren. Mal sehen, ob diese „Ökobilanz“ wirklich aufgeht.

In den 55 Seiten der Studie kann man sich natürlich ein exakteres Bild jenseits von einseitigen Klischees zu den wissenschaftlichen Diskussionssträngen machen.  Und jene Leser, die gerne schnell lesen, sollten sich wenigstens mal die Zusammenfassung und die Schlussfolgerungen ab Seite 34 durchlesen.

Was resultiert aus derartigen immer noch allgemein gehaltenen Studien? Der Markt ist unübersichtlich, schwer von klassischen Marktsegmenten abzugrenzen, aber das Geld fließt. China hat im dritten Quartal mit 13,5 Mrd. $ deutlich mehr in Cleantech-Unternehmen investiert als Europa (8,4 Mrd. $). Die European Private Equity Association (EVCA) warnt in einem aktuellen Papier (wieder einmal) davor, dass Europa seine Führungsrolle in der Cleantech-Industrie verlieren könne.

Mal sehen, wie sich die Deutsche Bank und Co. jetzt neu für diese Zukunftsmärkte aufstellen – und in den neuen Geschäftsbereich „Sustainability“ jenseits von plakativem „window dressing“ investieren … Oder kommen am Ende die Rückversicherer, und gehen gemeinsam mit der Finanzbranche die „ausgefallenen“ Rechnungen für die dann hinterher zu behebenen Umweltfolgen durch?

Das wäre dann eine Art „Ethik-Lüge“, wenn nachhaltige Investments nur der allgemeinen Fassadenpolitur dienten. Wie schwer jedoch jenseits von moralisch allzu simpel gestrickten Kategorien die Auswahl der Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins…. fällt, das kann man hier in einem Beitrag in der Fachzeitschrift Capital nachlesen.   

Die Weltbank in Washington hat übrigens einen genauen Investitionsplan erstellt, wie die Herausforderungen des Klimawandels auf Seite der Finanzwelt zu adressieren wären. Nachzulesen ist der ausführliche Maßnahmenkatalog auf dem Blog der World Bank.

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Written by lochmaier

Dezember 7, 2010 um 7:48 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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