Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Investieren in CH: Schweizer Crowdfunder und Venture Capitalists 2.0

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Unsere Nachbarn fremdeln derzeit ein bisschen, nicht nur mit anderen Sprachen und Kulturen, auch mit der ausländischen Finanzwelt. Also – dass dort in der Alpenrepublik ohne große Volksabstimmung viel Geld in geheimen Tresoren schlummert(e), das ist jedem bekannt.

Dass es dort aber auch viele kreative neue Ansätze in der nachhaltigen Banken- und Finanzwirtschaft gibt, schon weniger. So gehört etwa die Züricher SAM Group als globaler Vermögensverwalter zu den Pionieren in der nachhaltigen Investitionswelt.  

Kurzum: Ab und an riskiert Social Banking 2.0 ja gerne einen Blick über den mental eingegrenzten Gartenzaun, so z.B. ins österreichische Nachbarland, und jetzt auch mal in die Schwyz, pardon Schweiz. Denn dort gibt es ja so einiges zu berichten.

Es gibt dort jede Menge (sorry für die Übertreibung) spannender Agenturen aus dem Web 2.0-Universum ebenso wie neue Bankingansätze, allen voran derzeit die Nettobank, deren Wirken ich hier immer wieder ausführlich beschrieben habe, etwa unter der Fragestellung: Neuer Ansatz in der internetbasierten Kundenorientierung? 

Auch im Peer-to-Peer-Lending ist die kleine, aber feingliedrig getunte Venture-Capital Szenerie im Nachbarland sehr aktiv. So hat zum Beispiel Fabian Bläesi sogar eine Bestandsaufnahme des Marktes geschrieben, mehr dazu auf Amazon

Das Spannende darin ist, dass Blaesi die beiden Modelle von Smava (Deutschland) und dem Schweizer Anbieter www.cashare.ch genauer unter die Lupe nimmt und vergleicht. 

Szene(n)wechsel: Seit rund zwei Jahrzehnten arbeitet und forscht Steffen Wagner an der Schnittstelle zwischen Finanzmärkten und dem Privatsektor. Er hat zwei erfolgreiche Unternehmen gegründet, war als Managementberater für Finanzdienstleister tätig, und er hat Erfahrung als Entwicklungshelfer in Afrika gesammelt.

Das hört sich nach einem reichlich sturmerprobten Lebenslauf an, also genau richtig, um mit einem Crowdsourcing-Modell so richtig durch zu starten. In einem Interview auf Seedfinance beleuchtet er nun sein eigenes Geschäftsmodell, das er mit der Plattform www.investiere.ch ins Auge gefasst hat. Und das ist laut eigener Aussage nichts weniger als die „Demokratisierung der Venture Capital Szene“.

Oder – wie es das Swiss Equity Magazin neulich (fast) mit den Worten von investiere in CH formulierte: Die Investoren sind nur noch einen Mausklick entfernt. Auch das hört sich also reichlich interessant an. Es gibt also neben zahlreichen erprobten Modellen aus der neuen Venture Capital und Private Equity Szene auch die bunte neue Szenerie.

Dazu gehören natürlich auch Robert Lempka und seine Mitstreiter von der börsennotierten Investmentgesellschaft Next Generation Finance Invest AG – huch, was für ein langer Name. Was die VC-Szene 2.0 denn so alles treibt, kann man hier www.nextgfi.com nachlesen.

Gegenüber Social Banking 2.0 erläutern die Macher ihr Modell, und betonen, sie seien ausschliesslich in der „Nische Next Generation Finance“ investiert. Das heißt dann offiziell „Innovative Geschäftsmodelle und Technologien, die zu signifikanten Effizienzsteigerungen im Bereich Finance führen“.

Ja, die bodenständigen Schweizer und die schwäbischen Hausfrauen. Beide Tugenden sind jetzt plötzlich wieder in Mode gekommen. Aber mal ganz im Ernst: Robert Lempka und sein Geschäftspartner Thomas Winkler zielen nicht nur auf den qualifizierten Investor, sondern auch den „kleinen“ Investor, der an einen neuen Megatrend im Bereich Finance glaube.

„Wir haben ein sehr renommiertes Aktionariat sowie ein extrem kompetentes und erfahrenes supervisory als auch advisory board und streben ein starkes Wachstum an“, sagt Lempka. Im Portfolio des Unternehmens stehen etwa Qanda.com, Gekko, 2iQ, aber auch das deutsche Web 2.0-basierte Börsenportal www.ayondo.com, über das Social Banking 2.0 bereits mehrfach berichtete.

Sie sehen also, die kleine Alpenrepublik leben und bebt, es wächst dort mehr als nur ein solches Veilchen, eine ganze Wiese erblüht.  Und wer eher dem extremeren Bergsteigen zuneigt, der findet auch reichlich gesellschaftskritisches abseits der Autobahnen und vielen Tunnel. So etwa das Basel Institut of Commons and Economics (www.commons.ch) , das immer wieder in renommierten Medien mit gegen den Strich gebürsteten Analysen zum finanziellen Treiben auf sich aufmerksam gemacht. So startet zum Beispiel übernächsten Montag auf www.hurrawirtilgen.de eine neue öffentliche Initiative, wie Initiator Alexander Dill mitteilt.

Sicherlich wird jetzt der eine oder andere wie die Leberwurst etwas beleidigt sein, dass er hier unerwähnt bleibt. Ich bin leider kein Hellseher nach allen Seiten. Deshalb: Wer jetzt noch weitere zarte Pflänzchen auf der Venture Capitalwiese 2.0 kennt, oder auch schon ein paar größere hinzufügen möchte, der kann dies über die Kommentarfunktion gerne tun. Bitte möglichst genau beschreiben, worum es dabei inhaltlich geht …

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Written by lochmaier

Dezember 2, 2010 um 7:56 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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