Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Consumer Protection Agency: USA und der schleichende Bewusstseinswandel zum mündigen Bankkunden

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Wie es um den Konsumentenschutz im Land der unbegrenzten aber ziemlich rauen Möglichkeiten ist, lässt sich auch an der neu justierten Consumer Protection Agency ablesen.  Klar, es geht auch darum, den Banken genauer aus Verbrauchersicht auf die Finger und in die Karten zu schauen. Ob und wie das in den USA gelingen kann, beleuchtet US-News:

The bureau will serve as a watchdog over credit cards, mortgages, payday loans, and other products. One goal is to avoid another subprime mortgage meltdown, which economists partially blame on people signing up for mortgages that they couldn’t afford and didn’t understand.

Weiter unten wird eine spannende Frage thematisiert: 

Will the bureau place greater restrictions on lenders and, ultimately, reduce the amount of credit available to people?

Critics of the bill have argued that the bureau is more unnecessary government bureaucracy, and that consumers are capable of making smart decisions without hand-holding from the government. Prior to the bill’s passage, business groups lobbied Congress to delay approval for the new agency, arguing that it could be overly restrictive and costly. The bill’s supporters argue that the subprime mortgage meltdown demonstrates the need for such oversight and that it will help ensure a fair and competitive marketplace in which consumers make informed decisions.

Der Sache auf den tiefen, aber leider auch manchmal hohlen Backenzahn fühlt das Wallstreet Journal in einem Blogeintrag. Whatever happened to Elizabeth Warren and the Consumer Protection Agency?

To be sure, Obama used the opportunity to expound on the importance of the new agency, which will monitor credit-card fees and mortgage offerings to make sure consumers are protected from predatory lending. It all sounds like a fruitful mid-term election year accomplishment for the White House to tout. And yet, with those elections only two months away, the question that Obama didn’t answer this morning remains: What are they waiting for?

Auch Reuters Blogs beleuchten, ob es sich um einen Papier- oder Säbelzahntiger (der leider ebenso ausgestorben ist) handelt. Und die FTD proklamiert: „Der Sheriff für die Wall Street ist eine Frau“.

Fazit: Insgesamt macht das Ganze noch nicht den Eindruck, dass die USA ihrem Ruf zur Neuordnung einer allzu gefräßigen Finanzindustrie alle Ehre machen. Vieles scheint sich in den Irrungen und Wirrungen der bürokratischen Herrschaftsrituale zu verfangen und dort zu versanden.

Aber werfen Sie selbst einen Blick, wie Obama und Warren das Aufgabenprofil der neuen Oberbehörde verstehen:  

Wieweit sich aus dem USA-Modell ein Fingerabdruck für den europäischen Verbraucherschutz ergibt, bleibt abzuwarten. Psychologisch aus dem Volk unterstützt wird Elizabeth Warren jedenfalls auch aus der „Rapszene“, wie man sich musikalisch hier überzeugen kann:

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Written by lochmaier

Oktober 4, 2010 um 6:53 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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