Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Metrobank: Ein hybrides Bankenmodell könnte funktionieren

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Blicklogger Dirk Elsner hat den Start der neuen britischen Metro Bank bereits ausführlich kommentiert. Wir Deutschen bleiben da vorsichtig zurück: Vermutlich scheut der Branchenteufel das Weihwasser, und der Geldengel will sich nicht schmutzig machen. Warten wir also, bis wir als dumme, aber irgendwann geläuterte Schafe den Engländern oder Amerikanern hinterher laufen dürfen.

Immerhin, sogar dem Neuen Deutschland war die Notiz unter dem Titel „Neue Kultur am Bankschalter“ hierzulande einen Bericht wert: 

Banker dieses Geldhauses, das die britischen Nationalfarben rot, blau und weiß trägt, erhalten ihren Bonus nach Kundenzufriedenheit statt nach ihren Verkaufszahlen. Kunden werden von Menschen statt von Computern beraten.

Spannend wären natürlich die internen Messverfahren und Kriterien, nach denen Kundenzufriedenheit jetzt gemessen wird. Das hat schließlich auch die Deutsche Bank vor, fragt sich bloß wie die Kriterien gestaltet werden? Wer praktikable Ideen für diesen globalen Fingerabdruck hat, der werfe den ersten Stein in die Mitte.

Also, mal sehen, ob es sich bei der Metro Bank um ein disruptives „hybrides Bankmodell 2.0“ handelt? Mehr als tausend Worte sagen einige Videos:

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Written by lochmaier

September 20, 2010 um 9:09 am

Veröffentlicht in Uncategorized

3 Antworten

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  1. Hui – erinnert mich an einen Sommerschlussverkauf – und deren Website ist ja der Graus – da tun einem die Augen weh.

    Und das Auftreten mit dem Slogan „Love your Bank at Last“ erinnert mich irgendwie an Die Bank und Du. Naja – vielleicht klapp es ja – die Aldi Bank für alle.

    Tagesgeld News

    September 20, 2010 at 9:49 am

  2. Hallo Herr Lochmaier,

    spannende Entwicklung. Danke für den Hinweis.

    Die Herausforderung wird sein, dass „Kundenzufriedenheit“ viel zu kurz greift. Die klassischen Banken stützen sich vornehmlich auf dieses Kriterium und messen da irgendwas herum. Die Versicherungswirtschaft brüstet sich sogar damit, dass sie tolle Zufriedenheitswerte hat.

    Bei Finanzentscheidungen ist das nur leider nicht viel. Es fängt schon bei der Frage an, wann man sinnvollerweise misst: 5 Minuten nach Vertragsschluss (super zufrieden, es gab ja einen Kaffee)? 5 Jahre nach Vertragsschluss (katastrophale Werte, weil sich alles im Nachhinein als vertriebsgetriebene Fehlentscheidung rausgestellt hat)?

    Wir werden erst weiter kommen, wenn die Beratungsqualität gemessen wird. Sie enthält neben der Zufriedenheit auch objektivierbare Kriterien. Das ist keine Raketenwissenschaft, aber noch nicht in den Köpfen.

    Schauen wir mal, wie das weitergeht.

    Marco Habschick, EVERS & JUNG

    September 20, 2010 at 9:55 am

    • Hallo Herr Habschick,

      sehe ich ähnlich, das muss man ernsthaft jenseits von Window dressing anhand von objektivierbaren Kriterien angehen. Sonst bleibt alles vage, oder wird hinterher glatt gebürstet. Aber diese Entwicklung wird sicherlich spannend, ob und was sich hier perspektivisch an Steinen bewegt.

      lochmaier

      September 20, 2010 at 10:14 am


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