Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Milliardenspenden: Wie altruistisch sind Warren Buffett und Bill Gates?

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Tue Gutes und rede (ziemlich viel) darüber, das war schon immer aus Marketingsicht ein probates Motto. Wozu Reichtum verpflichtet, darüber gibt Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung einen Kommentar ab.

Nun läuft man – gerade in Deutschland – als „edler Spender“ leicht in Gefahr, in die Kategorie Scharlatan und Blender einsortiert zu werden. Sicherlich, auch das gibt es. Es existiert andernorts aber auch eine recht bequeme „Scheinmoral“. 

Dementsprechend bunt und kontrovers fiel das Medienecho auf das von Warren Buffett und Bill Gates angekündigte Vorhaben aus, gleich die Hälfte ihres Vermögens spenden zu wollen, oder bereits gespendet zu haben.  

Immerhin 100 Milliarden Dollar sollen so zusammen kommen, berichtet der Standard. Die Grenzlinie zwischen altruistisch und egoistisch ist in keinem Fall leicht zu ziehen. Mit vorschnell umgehängten moralischen Etiketten sollten kritische Zeitbeobachter jedoch vorsichtig umgehen, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.

In einem interessanten Kommentar stellt sogar die TAZ die oftmals wenig konsistente „deutsche Haltung“ in dieser Angelegenheit in Frage: Armer Bill Gates – Deutsche Reiche wollen nicht (spenden). Jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei (die bösen Reichen, die armen Armen) bleibt es in einer meist dogmatisch und ideologisch geführten Debatte gleichwohl schwierig, zwischen den medialen Fronten hindurch zu blicken.

Die FAZ zeigt immerhin auf, wie Stiftungen a la Gates anders und vielleicht sogar effizienter arbeiten, als andere gemeinnützige Hilfsorganisationen:

Was die PR-Aktion vor allem zeigt: Mit den Milliarden der Superreichen ist in den vergangenen Jahren eine ganz eigene Spendenindustrie entstanden. Die reichen Wohltäter können sich mit der staatlichen Entwicklungshilfe messen und stellen viele der alteingesessenen Organisationen in den Schatten. Allein die „Bill und Melinda Gates-Stiftung“ verteilt jährlich rund vier Milliarden Dollar – mehr als das Internationale Komitee des Roten Kreuzes oder die Weltgesundheitsorganisation.

… Doch am Ende stehen auch Erfolge. Die Immunschwäche Aids hat die Forschung mittlerweile einigermaßen im Griff. Ohne Gates hätte das nicht funktioniert, geben Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt und Regierungen in den betroffenen Ländern zu.

Quelle: faz.net

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Written by lochmaier

August 26, 2010 um 6:31 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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