Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Die Bank sind wir: Die besten Zitate aus dem Buch (5) – und die Medienresonanz

leave a comment »

Die ersten Horizonte einer „Finanzdemokratie 2.0“ zeichnen sich ab. Die Lernkurve ist für die Beteiligten mit zahlreichen Unwägbarkeiten gepflastert, weshalb eine zentrale Fragestellung offenbleibt: Wie wird Social Banking die Finanzwelt unter dem Einfluss von neuen Kommunikationsritualen über das Internet und die darin eingebundenen sozialen Netzwerke künftig beeinflussen, ja sogar neu prägen? Lassen sich hierarchische Strukturen in der Bankenwirtschaft und Finanzindustrie tatsächlich durch aktive Mitbestimmung und Selbstregulierung demokratisieren?

Quelle: Social Banking 2.0

Das alles sind wirklich spannende Fragen, deren Antworten keinesfalls einsilbig ausfallen, will man eine ernsthafte intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema jenseits von Banken-Bashing und neuen (zu utopischen) Heilsbringern in Gang setzen.

Und hier noch ein Auszug aus der bunten Welt der ersten Buchrezensionen:

ZDF Aktuell empfiehlt „Die Bank sind wir“ als weiterführende Quelle in einer ausführlichen Sendung über die Online-Kreditbörsen am Beispiel von Smava:

Der Autor vermittelt in seinem Buch Grundlegendes zur Geschichte der Banken, der Kredite und finanzieller Netzwerke. Darüber hinaus informiert er hintergründig über das Social Banking und seine verschiedenen Erscheinungsformen, seine Entstehungsgeschichte und den Bedeutungswandel. Für Lochmaier sind Partizipation, Mitbestimmung und Transparenz die zentralen Argumente für das Social Banking im Web 2.0.

Quelle: ZDF aktuell

Link: http://sonntags.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,8091828,00.html

Und Vera Linß von Deutschlandradio Kultur hat sich das Buch noch genauer angesehen, und beleuchtet die zentralen Inhalte in detaillierter Form hier. Ein Auszug:

Der Wirtschaftsjournalist Lothar Lochmaier hat ein Buch über die Chancen und Perspektiven einer neuen Web-Investmentkultur geschrieben. Im Social Banking der zweiten Generation sieht er die Möglichkeit, dass die Kunden sich aus ihrer passiven Rolle befreien.

… Bei mehr als der Hälfte aller Plattformen zur Kreditvergabe weltweit sieht Lochmaier Handlungsbedarf und macht Vorschläge für Mindeststandards. Diese Analyse und die gut lesbare, ausführliche Bestandsaufnahme des Status Quo macht sein Buch zu einem Muss für alle, die ihre Geldgeschäfte aktiv im Internet gestalten wollen.

Quelle: drradio.de

Ein persönlicher Kommentar noch dazu: Die von mir oben skizzierten Enttäuschungen beim Social Banking 2.0, die ich etwas voraus gesehen habe, sind tatsächlich keine böhmischen Dörfer. Ich selbst wäre gern etwas optimistischer im Buchfazit gewesen, aber ich habe mir entgegen  meinem positiven Naturell eine strengere Zurückhaltung auferlegt, denn die Lernkurve für die Beteiligten wird – wie oben beschrieben – doch recht steinig verlaufen.

Nachzulesen ist dies etwa am Beispiel der Noa Bank, deren aktuelle Probleme Spiegel online heute wieder unter dem Titel „Wie sich der Anti-Zocker verrannte“ beleuchtet (wenn sich Managementfehler und äußerer Druck verbinden, wird die Zukunft neuer Social Banking 2.0-Ansätze erst recht auf die Belastungsprobe gestellt):

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,709114,00.html

Trotzdem – es wird sich in diesem Jahrzehnt vieles verändern – dazu habe ich noch im Juli auf der Summer School des Institute for Social Banking in Florenz einen Vortrag gehalten zum Thema: „Social Banking 2.0 – the future of finance?“ – eine erste kurze Rezension mit einem „Hauch von Geschichte“ findet sich hier im Magazin info3:

http://www.info3.de/c5/index.php/thema/ein-hauch-von-geschichte/  

Einen spannenden  Aspekt beleuchtet und spinnt der Autor und Chefredakteur Jens Heisterkamp bezogen auf meinen Vortrag wie folgt weiter:

Die Internetcommunity schaffe ein großes Potenzial für ein direktes Zusammenkommen von Menschen, die Geld brauchen und solchen, die es leihen können und wollen – wobei hier über den Umweg des Internet das soziale Bankwesen wieder an einen seiner Ursprünge gelangt: hatten doch Wilhelm Ernst Barkhoff, Gründer der GLS-Bank, und seine damaligen MitstreiterInnen gar nicht vor, eine (stets von Anonymität bedrohte) institutionelle Bank zu gründen, sondern auf das direkte menschliche Vertrauen innerhalb von Leih- und Schenkungsgemeinschaften gesetzt.   

Quelle: info3.de

Advertisements

Written by lochmaier

August 6, 2010 um 8:01 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: