Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Archive for Juli 2010

Fluktuierender Cash sucht realen Gegenwert: Wo liegen rentable und stabile Geldanlageformen?

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Dass die Anleger angesichts niedriger Zinsen für Tages- und Festgelder nach guten Anlagemöglichkeiten Ausschau halten, ist nur die Spitze des Eisberges. Die andere Seite der Medaille ist nämlich die, dass suchendes Kapital derzeit nur ganz selten auf einen realen Gegenwert trifft (der über menschliche Arbeit und unternehmerische Kreativität – statt über Spekulation – erwirtschaftet werden muss). 

Oder etwas einfacher ausgedrückt: Gleichzeitig stablile und renditeträchtige Geldanlagen wären gefragt, sind aber derzeit kaum in Sicht. Das Beispiel der alternativen Banken, die kaum mit der Kreditvergabe im Gegensatz zum Einwerben von Anlagen nachkommen, zeigt dies eindrücklich. Der Tagesspiegel analysiert die Herausforderung wie folgt:

Für Martin Faust, Experte für nachhaltige Geldanlage an der Frankfurt School of Finance, ist das ein typisches Problem der Ethikbanken: „Die haben gerade so viel Kundenzulauf, dass sie gar nicht nachkommen mit der Kreditvergabe.“ In der Krise fragten die Unternehmen eben weniger Geld nach, zudem seien die Vertragsabschlüsse aufwendiger, wenn man neben der Kreditwürdigkeit auch noch die ethischen Standards eines Unternehmens prüfen müsse. Zumal die Ethikbanken auch mit den konventionellen Banken um die Kunden konkurrieren. Der Markt sei schwer umkämpft, die Margen gering, sagt Faust. 

Quelle: tagesspiegel.de

Die Analyse lässt sich mit einfachen Worten auch so auf den Punkt bringen: Es schwirrt zu viel Geld mit relativ hohem (Rendite)Anspruch umher, das die Anleger ebensowenig wie die Banken beim „Private Banking“ gewinnbringend am Markt platzieren können. Außer sie gehen selbst  Risiken ein. Hinzu kommen die Folgen der Finanz-  und Wirtschaftskrise, bis hin zur Staatsverschuldung, deren Folgen bislang kaum absehbar sind.

Fest steht vor allem eines: Die finanziellen Ansprüche des Staates an seine Bürger werden weiter steigen, das zeigt die gestern beschlossene „Reform“ = Gebührenerhöhung der Krankenkassenbeiträge. Die Politiker wissen sehr wohl, dass das gesamte Vermögen (in Geld- und Sachwerten) der Deutschen über neun Billionen Euro beträgt. 

Einige Privatanleger flüchten in vermeintlich sichere Anlagevarianten wie Gold oder Immobilien, aber hier lässt sich keine allgemein gültige Erfolgsformel aufstellen. Auch hier kann sich der Anleger ziemlich vertun. Der Goldpreis wird ebenso durch Angebot und Nachfrage bestimmt wie eine Immobilie, es sei denn sie ist abbezahlt, man wohnt selbst drin, und will/muss sie nicht auf dem freien Markt veräußern. 

Kurzum: Wir stehen vor größeren Einschnitten in unserem Wirtschaftssystem, zumal (West) Europa der virtuellen Geldökonomie kaum ausreichend hohe reale Wachstumsraten  entgegen stellen kann, um größere Renditeansprüche jenseits der Inflationsrate zu gewährleisten.

Was auf die privaten Vermögensanleger in diesem globalen Szenario zukommt, lässt sich derzeit kaum voraus sehen. Deshalb versuche ich keine große Theorie zu entwerfen, wie sich dieser Spagat erfolgreich auflösen lässt. Stattdessen lieber ein unterhaltsames Video mit Eckart von Hirschhausen zum Thema: (Wie) Macht Geld glücklich? Die Antwort: Indem man es bewusst und sinnvoll einsetzt, und sich genau überlegt, wo der „reale Gegenwert für fluktuierenden Cash“ im Orbit der menschlichen Gefühlswelt besteht.

Written by lochmaier

Juli 7, 2010 at 6:42 am

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Schweigen ist Gold? Banken verschlafen das virale Netz und vernachlässigen Social Media

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Internet World berichtet  über die Defizite von Banken in Sachen Performancemarketing im Netz. Dabei kommt ganz am Ende – nach ausführlicher Betrachtung der üblichen Werbemechanismen wie SEO, Geotargeting usw . – auch das Thema Social Media mit ins Spiel:

Mit den Möglichkeiten die das Web 2.0 geschaffen hat, setzen sich Banken bislang kaum auseinander. Wenn die Banken in den Kanälen überhaupt vertreten sind, dann nutzen sie die Möglichkeiten nur sporadisch, was nach Meinung von metapeople mehr schadet als nutzt. Schließlich nutzen die Verbraucher Foren, Blogs und andere soziale Plattformen immer häufiger um sich über Finanzprodukte zu informieren oder um sich mit anderen Nutzern über Erfahrungen mit Banken auszutauschen.

Von elf überprüften Banken verfügen sieben über einen Facebook-Account. Die Deutsche Bank hat mit fast 3.000 Mitgliedern ein starkes Profil, während die HypoVereinsbank derzeit noch wenige Mitglieder hat, dafür aber sehr aktiv ist. Twitter wird von den Banken bislang so gut wie überhaupt nicht genutzt.

Und noch ein kleiner Absatz bleibt haften :

So landen bei der Suche nach gängigen Finanzbegriffen Foren und Social-Banking-Plattformen vor den Banken. Hier sind es vor allem die Direktbanken, die unter den Top-20-Ergebnissen auftauchen. Das Vertrauen auf die eigene Markenbekanntheit führe offenbar dazu, dass die Banken kaum Interesse hätten, bei den häufigsten Keywords an der Spitze zu liegen.

Quelle: internetworld.de

Die ganze Studie von metapeople gibt es hier zum Download. Fazit: Offenbar scheint (mal abgesehen von einigen notwendigen werblichen Ausführungen eines Performance – Marketiers) noch das Motto in der Branche zu dominieren : Reden ist Silber, Schweigen ist Gold –  so dass es bei der allgemeinen Floskel „Die Zukunft liegt im Netz , aber noch nicht für uns “ zu bleiben scheint .

Ob diese Philosophie künftig  als Kundengewinnungs – und  -bindungsinstrument  ausreicht, oder noch genauer: als Vertrauensbildungsinstrument? Denn der wichtigste Grund, warum Banken Social Media fast durch die Bank links liegen lassen, scheint auf der Hand zu liegen . Sie befürchten mehr ( Geld und Reputation ) zu verlieren als zu gewinnen, wenn sie sich auf Augenhöhe mit den Kunden in einem sozialen Netzwerk zum Dialog verabreden.

Vertrauensforscher Bernd Lahno  von der Frankfurt School of Finance & Management drückt das so aus: „Angesichts des offensichtlichen Informationsvorsprungs auf Seiten der Bank kann der Anlageberater nur dann effizienter Mittler zwischen Bank und Kunde sein, wenn er in das Boot des Kunden versetzt wird.“ Dazu bedürfe es jedoch eines erfolgs- statt eines provisionsabhängigen Vergütungssystems (Anmerkung: nicht unbedingt gleichzusetzen mit der Honorarberatung, die nicht unbedingt als der Königsweg erscheint).

Thomas Knüwer findet, indem er das Motto seines Weblogs „Indiskretion Ehrensache“ wörtlich nimmt, dass Social Media die Geschäftswelt allmählich erreicht – und titelt – B2B und Social – ein Markt wacht auf. 

Ob die Bank sich diesen Schritt wirklich traut, in dieses aus eigener Wahrnehmung doch recht wacklige Boot gemeinsam mit dem Kunden zu steigen, bei dem vielleicht andere als sie selbst die Segel zu neuen Ufern hissen? Es wird eine schwierige Zeitreise. Aber wie heisst es so schön im Volksmund, in von mir leicht abgewandelter Form: Den Beharrern gehört die Vergangenheit, den Fleißigen und Gleichmütigen die Gegenwart – und den Mutigen die Zukunft.

Written by lochmaier

Juli 5, 2010 at 8:58 am

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China: Volksbank ABC geht trotz nicht erreichbarer Hotline an die Börse

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Dass man das Motto „Die Bank sind wir“ im politischen Sinne auch zu wörtlich nehmen kann, zeigt sich derzeit an einem „Megadeal“ – dem Börsengang der Agricultural Bank of China (ABC). Die chinesische Mega-Bank will mit dem weltgrößten Börsengang mindestens 23 Milliarden Dollar einsammeln, berichtet Spiegel online. Der Geldgigant habe mehr Kunden als die USA Einwohner – doch Finanzexperten seien skeptisch. Denn die Macht im Unternehmen behalte die kommunistische Führung. 

Ganz unten kommt nun für die Leser von Social Banking 2.0 die entscheidende Textpassage:

Die ABC sei mit ihren 480.000 Angestellten nicht sehr effizient, sagen Finanzexperten. Tatsächlich sind viele Kunden mit dem Service unzufrieden: Er sei nur „schwer zu ertragen“, beschwert sich einer im Internet: „Stundenlang lassen die Mitarbeiter einen warten, die Angestellten stehen in den Ecken und schwätzen.“ Ein anderer bemängelt: „Das Telefon-Banking ist quasi unerreichbar – die Leitungen sind andauernd besetzt.“ Mitarbeiter grummeln über Korruption, ungerechte Löhne und unfähige Filialleiter, die wirtschaften wie zu „Zeiten der Kulturrevolution“.

Quelle: Spiegel online

Auch die FTD bilanziert, dass die beim Börsengang die Investoren „der Bauernbank die Bude einrennen„. Rund 20 Milliarden US-Dollar sollen so zusammen kommen – es wäre der größte Börsengang aller Zeiten. 

Fazit: Wer sich das Motto „Die Bank sind wir“ mit einer etwas verqueren Kundenphilosophie auf die Fahnen schreibt, der braucht sich später nicht zu wundern, wenn irgendwann der Leitspruch Realität wird: Wer zu spät auf die Nutzer hört, den bestraft irgendwann das virale Netz. Kurse können rasant steigen, aber ebenso schnell ins Bodenlose fallen, wenn das Vertrauen plötzlich wie eine Kerze erlischt.

Wäre Facebook ein Land, dann wäre es die drittgrößte Nation der Welt nach China und Indien. Die chinesischen Networks QQ und Renren sind aber noch größer als Facebook. Ein Artikel im Schweizer Tagesanzeiger verdeutlicht das Potential der sozialen Netzwerkommunikation:

Internet und Handy: Die Waffe des chinesischen Arbeiters Seit im Mai 1700 chinesische Arbeiter einer Honda-Fabrik in der Stadt Foshan ihre Arbeit niedergelegt und eine Lohnerhöhung durchgedrückt haben, verbreitet sich die Kunde wie ein Lauffeuer – Internet und Handy sei Dank. Die streikenden Arbeiter sind jung, entstammen einfachen Verhältnissen, aber wissen mit den neuen Technologien bestens umzugehen. Jetzt, als die Kontrolle zu entgleiten droht, beginnt die Pekinger Regierung einschlägige Webseiten der Streikenden herunterzufahren und Blogs über die Vorgänge in den Fabriken zu sperren. Auch den traditionellen Medien liess die Regierung ein Verbot zur Berichterstattung zukommen. Der Internet-Kurznachrichtendienst QQ, den sich die Honda-Arbeiter zunutze gemacht hatten, wurde ebenfalls von Regierungsleuten infiltriert. Die Arbeiterschaft wusste sich zu helfen. Man kommunizierte wieder vermehrt über Handys oder wechselte zu neuen Chat-Portalen. Per Geheimsprache verabredet man sich zu Streiks. Was früher im Geheimen stattfand, hat eine neue Stufe der Offenheit in China erreicht.

Written by lochmaier

Juli 2, 2010 at 6:33 am

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Joint Venture Capital 2.0: Lending Club und Mint.com verbünden sich

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Der Grundgedanke, dass finanzielle Netzwerke und Peer-to-Peer-Kreditbörsen sich strategisch verbünden könnten, liegt eigentlich nahe. Denn um an Schlagkraft zu gewinnen, sind die Nischenspieler beim „Social Banking 2.0“ irgendwie aufeinander angewiesen. Insbesondere auch deshalb, weil Kooperationen mit etablierten Spielern auf den großen Finanzmärkten kaum die Glaubwürdigkeit in der „Finanzcommunity“ steigern und untermauern würden.

Deshalb kommt die heutige Nachricht, die American Banking News verkündet , durchaus einer kleinen Evolution in ein größeres Ganzes gleich: Denn Mint.com, die Plattform für die persönliche Finanzbuchhaltung im Netz, verbündet sich nun mit der schlagkräftigsten der amerikanischen Social Lending Plattformen – Lending Club.

Aus diesem Joint Venture 2.0 lassen sich sicherlich auch Rückschlüsse für den deutschen Markt ziehen…Hier aber erstmal nur die wichtigsten Infos:

Mint.com has partnered with Lending Club, a popular peer to peer lending website, in its newly launched “Goals” feature which helps users of Mint to get out of debt and set other life goals. Mint hopes that its partnership with Lending Club will help its users get out of credit card debt sooner and pay less in interest.

Lending Club has turned heads in the finance industry itself. The company offers unsecured personal loans starting at 7.93% APR or less than half of the average APR of credit card interest rates. Lending Club, part of the fledgling industry known as peer to peer lending, is able to offer such competitive interest rates because the loans are funded by individual investors that pick and choose which loans they want to fund. Lending Club has issued $125 million in loans since 2007 and hit a record in monthly loan origination during May 2010 with $10 million in loans funded.

Quelle: American Banking News

Der Trend in der zunehmend bunter gewürfelten Welt der privaten Finanzverwaltung ist also kaum zu übersehen:  Perspektivisch verschieben sich durch den Trend in Richtung personalisierte Finanzdienste, bis hin zur Verschmelzung mit Mobile Banking, die Machtgewichte weg von der Bank, hin zu den IT-Dienstleistern.

Beispiele: Mint.com – persönliche Finanzbuchhaltung im Netz, Facebook-Community: 56.000 Fans. Lending Club:  10 Millionen US-Dollar im Monat Mai an Krediten vergeben.  Auch die britische P2P-Kreditbörse Zopa erwartet ca. 50 Millionen Pfund in 2010 an Kreditvolumen.  Und natürlich legt auch Smava weiter zu, und hat bereits die 30-Millionen Grenze an vergebenen Krediten überschritten.

Was kommt auf die Finanzwelt zu, darüber berichtet die IT-Times:

Vor allem die Übernahme von Mint.com für 170 Mio. US-Dollar im vergangenen Herbst scheint sich als Glückgriff für Intuit erwiesen zu haben. Das erst im September 2007 gestartete Finanzportal konnte binnen 18 Monaten bereits eine Million Nutzer melden. Inzwischen sind mehr als 1,5 Millionen Nutzer auf Mint.com registriert, womit Mint.com als die am schnellsten wachsende Finanzseite für Verbraucher gilt. Jefferies Analyst Ross MacMillan bezeichnet das Wachstum von Mint.com jüngst als „sehr beeindruckend“, womit sich für Intuit entsprechende Cross-Selling-Möglichkeiten ergeben würden, weitere Finanzserviceprodukte an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Darüber hinaus seien die Investitionen von Intuit in den Gesundheitssektor sehr ermutigend. Dies signalisiere, dass dieser Sektor zu einem größeren Geschäft avancieren könnte, so MacMillan.

Quelle:   http://www.it-times.de/news/hintergrundbericht/datum/2010/06/08/intuit-geht-mit-mintcom-und-medfusion-neue-wege/

Mehr Infos über Mint.com und Lending Club über die jeweiligen Blogseiten:

http://www.mint.com/blog/updates/mint-com-founder-aaron-patzer-explains-goals/

https://www.lendingclub.com/public/lending-club-press-2010-06-30.action

Written by lochmaier

Juli 1, 2010 at 1:39 pm

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Nicolas G. Hayek’s Abschiedsbotschaft: „Zu viele Gauner und Betrüger“

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Die Uhr tickt für uns alle – im letzten Interview vor seinem Tod äusserte sich die „Swatch-Ikone“ Nicolas G. Hayek offen und schonungslos zur Mentalität von Bankern, zu den Problemen in der EU. Er ist aber auch ein Fan von Deutsche Bank Chef Josef Ackermann. Und er sagte, weshalb die Schweiz der Union nicht beitreten darf – nachzulesen ist all dies beim Schweizer Wirtschaftsmagazin Cash, das vom Magazin Cicero die Genehmigung für den Wiederabdruck des Beitrags erhielt.

Ein Auszug mit Blick auf die Banken:

Ihr Landsmann Josef Ackermann ist also auch ein Unternehmer, von Clooney ganz abgesehen?

Ja, er ist auch Unternehmer, aber auch ein ausgezeichneter Bankier. Es gibt ja keinen Financier, der nur Unternehmer ist. Ein Unternehmer ist ein Künstler. Sehen Sie sich hier in meinem Zimmer um, das ist ein Studio für einen Künstler und nicht die Chef-Etage. Der Bankier, auch wenn er Unternehmer ist, denkt, wie kann ich mit dem Geld, das ich habe, noch mehr Geld machen. Der Unternehmer will etwas Neues kreieren, neue Arbeitsplätze, neue Produkte schaffen, neue Entwicklungen für alle, langfristiger. Joe Ackermann ist in diesem Sinne mit uns ein Unternehmer beziehungsweise ein unternehmerischer Bankier.

Die Finanzwirtschaft hat sich von der Realwirtschaft abgekoppelt. Sehen Sie eine Chance, dies zu ändern?

Indem wir die Börsen nicht mehr allein der Kontrolle und der Mentalität der Banken überlassen, sondern auch der Kontrolle der Unternehmer und die unternehmerische Mentalität mit einfließen lassen. Mich hat einmal ein amerikanischer Hedgefondsmanager angerufen und gesagt: Herr Hayek, seien Sie froh, dass wir für 300 Millionen Dollar Aktien von Swatch Group kaufen werden. Aber ich müsse ihm garantieren, dass sich in einem Jahr der Wert der Aktie verdoppelt. Ich habe erst gedacht, es ist einer meiner alten Freunde, der sich mit mir einen Aprilscherz erlaubt. Jedenfalls habe ich ihm gesagt, dass das nicht der Fall sein wird. Er antwortet: Sind Sie verrückt? Und: Seien Sie doch nicht so naiv. Er habe so viele Freunde an der Börse, da können wir ein paar Gerüchte streuen, Sie helfen mir und Sie kriegen einen Haufen Geld. Als ich ihm zurief: «Gehen Sie zum Teufel, Sie sollten sich schämen, mir so etwas vorzuschlagen», antwortete er: «You fucking fool!» Jetzt ist der Mann wahrscheinlich pleite.

Quelle: cash.ch

Eigentlich braucht man diesem Nachruf auf einen Unternehmer, der moderne Tugenden und gewisse Prinzipien auf sich vereinigte, nichts mehr hinzufügen. Aber der eine Satz oben bleibt doch im Gedächtnis haften:

Indem wir die Börsen nicht mehr allein der Kontrolle und der Mentalität der Banken überlassen, sondern auch der Kontrolle der Unternehmer und die unternehmerische Mentalität mit einfließen lassen.

>  Die Bank sind wir

Und hier noch einige Links aus der Sphäre der Wirtschaftsblogs, die sich ebenfalls mit der Unternehmerpersönlichkeit von Nicolas G. Hayek befassen:

http://www.martinspieler.ch/was-wir-von-nicolas-g-hayek-lernen-konnen/20100630

http://www.watchtime.net/2010/06/28/swatch-group-nicolas-g-hayek-tot/

Andere, die wesentlich weniger als er geleistet hatten, waren an den Zürcher und Berner Stammtischen der Edlen und Einflussreichen stets willkommen. Hayek, der nicht den Ausverkauf der Schweizer Wirtschaft betrieb, sondern deren Aufbau, galt als Sonderling. Ihm gelang die Rettung der Schweizer Uhrenindustrie, obwohl die Banken diese Branche als verloren gaben.

Quelle: http://www.stoehlker.ch/weblog/2010/06/29/kuscheln-mit-nicolas-g-hayek/

 

Written by lochmaier

Juli 1, 2010 at 11:08 am

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