Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Nimmt BP Boykott-Seiten auf Facebook vom Netz? Social Media und lessons learnt

with one comment

Die Meldung macht in der bunten Netzcommunity die Runde: Ölkonzern BP habe den Boycott-Seiten auf Facebook das Leben ausgehaucht, das berichtet jedenfalls CNN:

http://ireport.cnn.com/docs/DOC-466703  

Oder auf deutsch:

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-BP-Facebook-loescht-Gruppe-mit-800000-Mitgliedern-280610-_arid,2181613_regid,2_puid,2_pageid,4293.html

Im Moment sind die Meldungen noch etwas unübersichtlich,  die deutsche Boykott-Seite scheint (wieder oder immer noch) erreichbar:

http://www.facebook.com/pages/Boycott-bpARCO/138332356184294?ref=mf#

Auch das Twitter-Fake, der illegale Klon, der mit 185.000 Lesern weit häufiger frequentiert wird, als das offizielle Account (ca. 15.000 follower), ist immer noch am Netz:

http://twitter.com/bpglobalpr

… Insofern ist mit der ungeprüften amerikanischen Veröffentlichungswut etwas Vorsicht geboten – bevor man dem Ölkonzern ein weiteres (PR-)Desaster andichtet. Eine erste Interpretation bietet IT-Nachrichtendienst golem.de:

http://www.golem.de/1006/76091.html

Die FAZ klärt einen Tag später die außerirdisch unerklärlichen Ereignisse um Lösung und Wiedereintritt in die vernetzte Erdumlaufbahn noch einmal auf.

Wie dem auch sei – ich will ganz kurz die gelernten Lektionen aus Sicht der Öffentlichkeitsarbeit 2.0 andeuten, die ich auch vergangenen Donnerstag in meinem Vortrag zum Thema Social Media und die Banken in Frankfurt schon mit Blick auf BP skizziert habe. Hier die wichtigsten Thesen:

1. Nicht kommunizieren geht nicht mehr 

2. Gängige Paradigmen der zentral gesteuerten Medienarbeit und Kundenkommunikation sind obsolet

3. Soziales Entblättern von Unternehmen bringt unvorhersehbare Resonanzverstärker hervor

4. Unternehmen sind aufgefordert, sich als Teil der Gesellschaft und Wirtschaft strategisch neu zu verorten

5. Gelingt dies nicht, sind  Gegenbewegungen im Netz unvermeidlich, die ganze Geschäftsmodelle in Frage stellen oder gar torpedieren.

6. Corporate Social Responsibility und Umweltengagements sind keine Marketinganhängsel     

7. Fazit:   Das Internet als weiteren Werbe- und Vertriebskanal zu nutzen, ist nicht ausreichend. Denn: Social Media ist Interaktion, Kommunikation, Austausch von Argumenten, Zuhören …

8. Etwas britischer Humor ist auch in schwierigen Situationen beim Gang in das Social Media Universum notwendig, das finden jedenfalls fast 8 Millionen Zuseher dieses Videos, in dem Kabarettisten die Chefetage von BP ziemlich intelligent aufs verbale Korn nehmen

Advertisements

Written by lochmaier

Juni 29, 2010 um 12:21 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

Subscribe to comments with RSS.

  1. […] This post was mentioned on Twitter by ℒ.ℴ.ѵ.ℯMueschelchen , BP Social Media. BP Social Media said: Nimmt BP Boykott-Seiten auf Facebook vom Netz? Social Media und … http://bit.ly/bWiIlC […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: