Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Blick über den Gartenzaun: Wie österreichische Banken im Netz „sozialisieren“

with one comment

Nachdem gestern bereits der österreichische Social Media Experte Ed Wohlfahrt hier seine Sicht der Dinge zu Social Media in der modernen Bankenwelt skizziert hat (s. dazu auch die Kommentare), riskiere ich nun heute den Blick über den Gartenzaun.

In unserem Nachbarland Österreich gibt es neben dem in Fachkreisen bereits bekannten Weblog der Raiba Lustenau – die sich hier sogar aktiv nach der Kundenzufriedenheit erkundigt – ein weiteres öffentlich noch kaum bemerktes kleines Highlight:

http://www.oekoenergie-blog.at/ – er gehört übrigens zur „Raiffeisen Leasing“

Das doch recht regelmäßig gepflegte Weblog beschäftigt sich mit neuen Investitionstrends rund um die Ökobranche. Interessant: Es geht hier nicht ausschließlich um die rein spezifische Sichtweise einer Bank, also um einen doch primär vertriebs- und marketinggetriebenen Ansatz, sondern auch um inhaltliche Auseinandersetzung und Aufklärung zu diesem Themenkomplex.

Nebenbei bemerkt: Darin sehe ich überhaupt die Zukunft von Corporate Banking Blogs, nämlich durch fundierte Branchenkenntnis und intelligent aufbereitete Themen mit inhaltlicher Kompetenz bei den Kunden zu punkten. Das könnte auch die Mitarbeiter stärker zum Mittun motivieren, als wenn sie nur die eigenen Produkte und Werbebotschaften „politically correct“ posten müssen oder „dürfen“.

Und hier noch ein „Geheimtipp“ mit einem offenen Gesicht in dem manchmal freilich etwas zu freizügigen Facebook (das in punkto Datenschutz und Transparenz jetzt aber Besserung gelobt), die Volksbank Süd-Oststeiermark – welch ein Zungenbrecher:

http://www.facebook.com/vbsostmk

Ach ja, ich habe natürlich noch einige weitere kleine Highlights vergessen, so etwa die Raiba Eberndorf, die auf Facebook sehr aktiv ist:

http://www.facebook.com/raikaeberndorf?v=wall#!/raikaeberndorf?v=wall

Übrigens, eine Bank sollte nur dann im Social Media Universum aktiv sein, wenn sie über Humor und etwas Distanz zur eigenen weltgeschichtlichen Bedeutung verfügt. Denn die Nutzer nehmen sich natürlich so einige künstlerische Freiheiten heraus, hier etwa in einer Parodie auf eine Kampagne des Raiffeisen Clubs:

Zunächst die offizielle Version:

… Und dann das inoffizielle, kreative, user generierte Remix, das immerhin auf der Facebook-Community der Raiba Eberndorf gepostet wurde (werden durfte):

http://www.facebook.com/video/video.php?v=1323897933379&subj=1108777542

Abschließend sei den Lesern eine gute Übersicht im österreichischen Standard empfohlen, was die österreichischen Banken im Web 2.0 treiben, und wie sie ihr Engagement strategisch verstehen:

http://derstandard.at/1271377027726/Bank-20-Auf-Facebook-und-Co-suchen-Banken-neue-Freunde

Ein viel sagendes Zitat möchte ich herausgreifen:

„Als Unternehmen muss man auch in sozialen Netzwerken präsent sein“ , heißt es aus der Erste Bank. Einen Kanal für Werbung oder Produktvertrieb sieht man im Web 2.0. aber nicht. „Das wäre nicht seriös“ , sagt ein Sprecher.

Quelle: derstandard.at

Mit diesem Satz ist fast alles gesagt – oder gibt es noch Fragen, wo die Reise bei der allmählichen Kernfusion zwischen Bank und Social Media hingehen sollte? Im zweiten Teil der Interviewserie zur „Ölflecktheorie“ wird demnächst hier ein weiterer Experte darüber Auskunft erteilen, wie die Banken sich allmählich gegenüber sozialen Netzwerken öffnen…

Wenn selbst BP seit gestern auf Druck der Öffentlichkeit Live-Bilder der „Operation Top-Kill“ ins Netz streamt, dann ändern sich gerade einige Spielregeln in der Öffentlichkeitsarbeit auf fundamentale Art und Weise. 

Oder wie es Leser Robert Koch auf Social Banking 2.0 so kommentiert ( er hat gerade eine Projektarbeit an der Donauuni Krems durchgeführt, wie Volksbanken als Sieger beim österreichischen Recommender Award diesen Vorteil auf die Social Media übertragen können):

Ich glaube dass sich Banken den Social Media nicht verschließen können – der „soziale“ Druck wird noch weiter steigen… 

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Written by lochmaier

Mai 27, 2010 um 6:14 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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  1. Gute Aufstellung kleinerer österreichischer Banken, die sich in den Social Media engagieren – in meinem heutigen Blog-Beitrag nehme ich ihre Beispiele auf und schaue aber auch wieder über die Grenze zurück zu – wie ich meine – teilweise sehr gelungenen Social-Media-Auftritten:
    http://socialcommunitybanking.wordpress.com/2010/05/28/social-media-bei-banken-zarte-pflanzchen-reifen-heran/

    Robert Koch

    Mai 28, 2010 at 8:09 am


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