Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Was ist Social Banking? „Die Bank sind wir“ ab heute im Buchhandel

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Wer dieses Weblog regelmäßig verfolgt, braucht eigentlich mein heute erschienenes Buch „Die Bank sind wir“ gar nicht mehr zu kaufen, so die provokante These – immerhin rangiere ich bereits auf Platz 60 in der Rubrik „Gesellschaft“ unter den deutschsprachigen Weblogs. Einige werden jetzt sagen: Das sind aber „Peanuts!“ – mag sein, aber die Zahl der am Social Banking Interessierten wächst.

Außerdem geht es hier nicht um die Quantität in einem neu entstehenden „Massennischenmarkt“. Noch weiter vorne auf Platz 24 in der Sektion Marketing liegt das von Boris Janek sorgfältig über Jahre gepflegte Weblog „Finance 2.0“, das zwar nicht zu den Volks- und Raiffeissenbanken gehört, sich jedoch intensiv (nicht nur) mit der Gegenwart und Zukunft der Genossenschaftsbank 2.0 beschäftigt.

„Social Banking“ ist zweifellos immer noch ein Nischenthema. Aber das Thema erfasst allmählich die Mitte unserer Gesellschaft. Wohin fließt unser Geld, was treiben der Staat und die Banken damit? Sind die Finanzkreisläufe noch am Puls der arbeitenden Menschen und an der „Realwirtschaft“ angesiedelt?

All dies sind für vielleicht zehn bis zwanzig Prozent der Menschen die richtigen Fragen – und Social Media – bzw. die „sozialen Medien“ im Internet, sie sind der Treiber dieser Entwicklung hin zu mehr Transparenz und Beteiligung, kurz „user generated conten(x)t“ – damit der Kunde sich künftig allmählich auf Augenhöhe mit seiner Bank trifft. 

Auch mir ist klar, dass der Titel dieses Weblogs „Social Banking 2.0 – der Kunde übernimmt die Regie“ die Zukunft (noch) um einige Jahre vorweg nimmt. Umso wichtiger ist der multimediale „Stein des Anstoßes“. Kein Wunder, dass wir uns wundern, so fragt auch Brett King, in einem seiner lesenswerten Blogeinträge zum Thema „Was der Vertrauensverlust für die Banken wirklich bedeutet“?  

So passt es ganz gut in das diffuse öffentliche Stimmungsbild zu den Banken, einige Grauschleier zu lüften. Ab heute kann man mein Buchprojekt „Die Bank sind wir“ nicht nur käuflich erwerben, sondern auch gleich ins Haus geliefert bekommen kann – entweder direkt über den Verlag (dort gibt es auch einige Infos wie die Gliederung bzw. zwei Probekapital zum Anfüttern) oder z.B. bei Amazon:

http://www.dpunkt.de/buecher/3270.html

http://www.amazon.de/Die-Bank-sind-wir-Perspektiven/dp/393693164X/ref=sr_1_33/278-0156721-4538423?ie=UTF8&s=books&qid=1269436817&sr=1-33

Preis und Umfang des Werks sind mit 160 Seiten bzw. 15,90 Euro bewusst klein bzw. niedrig gehalten. Oder um es im Umkehrschluß mit den knappen Worten des Dichters Goethe auszudrücken: Ich schreibe Dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben.

Nun aber genug der Vorrede: Das Buch gibt keine vorgestanzten Antworten, sondern „Die Bank sind wir“ vermittelt  dem Leser nützliche Anregungen, selbst darüber nachzudenken, wo die Reise in einer aus dem Ruder gelaufenen „Finanzindustrie“ (aber auch vielleicht der ganzen Wirtschaft und Gesellschaft) hingehen könnte, ja sollte. Es geht dabei nicht um ein vordergründig aufgesetztes „Gutmenschentum“, sondern um handfeste und transparente neue Geschäftsmodelle, die sich freilich erst noch entwickeln und erproben müssen.

Was Social Banking nicht ist? Über Nacht seine Schulden los – oder gar reich zu werden, dafür gibt das Buch (oder das Internet als neues Allheilmittel) leider oder glücklicherweise keine eingängigen Patentrezepte. Es ist demgegenüber der kreative Versuch, nicht über die Modelle aus der Vergangenheit zu diskutieren, sondern neue und spannende Wege jenseits der Mainstream-Bankenlandschaft zu erkunden – und die neuen Trendsetter konstruktiv-kritisch zu beleuchten.

Den einen ist das Buch vielleicht zu wenig visionär, den anderen wiederum zu wenig. Für die dritten fehlt hier und da aus diesem oder jenen Blickwinkel betrachtet noch das Salz in der Suppe. Oder jemand findet doch noch einen kleinen Makel und Fehler. Darauf kommt es aber letztlich nicht an.

Spannend sind die vielen kleinen Wellen, die entstehen, wenn ein Stein ins Wasser geworfen worden ist.   

Ich freue mich also über reges Feed back und den aktiven Dialog mit den Lesern. Diesem Weblog Social Banking 2.0 fällt dann die spannende Aufgabe zu, die daraus resultierenden Anregungen wieder in die Breite hinaus zu strahlen – und so den Aktionsradius der vielen kleinen hüpfenden Steine im namenlosen Ozean der anonymen Geldströme zu vergrößern.

Über Twitter kann man sich  jederzeit an den kleinen Nachrichtenstrom dran hängen:

http://twitter.com/LotharLochmaier

Lassen wir die Energie also fließen. A propos Energie – um die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Themas zu unterstreichen, weise ich auch auf meinen vorigen Eintrag hin, zum Thema: Was British Petrol (BP) und die Banken verbindet?   

Und hier quasi als „Bonus-Track“ zur Generation Social Banking 2.0 noch (m)eine zur künstlerischen Auseinandersetzung jenseits von plumpem „Bankenbashing“ gedachte musikalische Video-Collage zur „Banking Wall“:

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Written by lochmaier

Mai 25, 2010 um 7:07 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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  1. […] dels posted this in Finanzmarkt on 26.05.10 Ich habe endlich die Versandbestätigung für das neue Buch von Lothar Lochmaier „Die Bank sind wir“ erhalten (hier der Link auf Amazon). Mit der Lektüre muss ich mich gleichwohl noch ein wenig […]


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