Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Kleingeldprinzessin: Eine wache Stimme singt gegen den funktionalen Mainstream

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Dass Kleinvieh auch Mist macht, diese etwas anrüchige Volksweisheit stimmt im übertragenen Sinne nicht selten. So gehört die Berliner Künstlerin und Liedermacherin Dota Kehr seit Jahren zu den angesagten Größen in der Szene. Sie singt eher von geistigem Edelmetall. Die „Kleingeldprinzessin“ sammelt damit nicht nur viel Lob ein, sie bewegt auch die Herzen der gesellschaftskritischen Menschen mit ihren Texten.

Wie ihre musikalische Karriere begann, und wem Dota Kehr ihren Künstlernamen „Kleingeldprinzessin“ verdankt, kann man auf myspace nachlesen:

Wie alles begann. Dota schippert als Straßenmusikerin um die Welt und kehrt 2003 als „Kleingeldprinzessin“ in ihren Heimathafen Berlin zurück. Dort holt sie sich Verstärkung ins Boot: die Stadtpiraten. Sie werfen ihr musikalisches Gepäck zusammen, und mit dieser bunten Fracht aus Bossa Nova, Swing, Reggae, Surfrock und Dotas Texten, die mal nach Hip Hop, mal nach Ringelnatz klingen, nehmen sie Kurs auf die heimische Clubszene. Es dauert nicht lange, bis sich ihr Ruf auch in fernere Gefilde ausbreitet. 2006 touren sie durch Russland, 2009 durch Neuseeland und Samoa. Auf dem Label Chita Discos erscheint 2008 eine Best-of-Compilation für den brasilianischen Markt.  2010 sticht die Mannschaft wieder in See. Mit an Bord: ihr neues Album „Bis auf den Grund“. 

Quelle: http://www.myspace.com/dotaunddiestadtpiraten

Aktuelle Infos gibt es auch auf der Homepage der Band www.kleingeldprinzessin.de. Mittlerweile hat sich Dota mit der Band „Stadtpiraten“ etwas mehr wuchtigen Background zur ohnehin schon sehr einprägsamen Stimme ins Boot geholt. Hier als eine Kostprobe der Live-Mitschnitt „Immer die anderen“ aus dem Lido Berlin aus dem Jahr 2009:

Gestern abend nun ist die Kleingeldprinzessin erneut im Lido aufgetreten, das heutige zweite Konzert ist bereits ausverkauft. Es braut sich was zusammen, jenseits vom geistigen Einheitsbrei. Dota spricht und singt auch so manche Liedzeile über unseren seltsamen Umgang mit dem Geld, etwa wie sie in New York zu Fuß lang schlenderte, und einen Schriftzug entdeckte, der sinngemäß so lautet: Das Problem ist nicht der einzelne Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei.

Die Kleingeldprinzessin gehört somit zu den undogmatischen Vorreiterinnen, die uns mit viel Engagement, trotz völliger Illusionslosigkeit (Liedtext: Und der Rest ist dann Utopie), und einem stimmigen persönlichen Parteiprogramm den Weg in eine neue Epoche weisen.

Mit Blick auf das Motto dieses Weblogs „Social Banking 2.0 – der Kunde übernimmt die Regie“, kann ich noch zu den ruhigen und frühlingshaften Pfingsttagen ein geldlastiges Song empfehlen. Scharfsinniger Wortwitz trifft auf jazzige Grooves, so könnte man sagen.

Hier also das nachdenkliche Lied über die Unart des „Zeitsparens“, Titel: Die Funktionalisierer – eine intelligente (Gegen)Vision auf die „Schweizer Bank“, die sich im Laufe des Lebens als (kontra)produktiv erweist – ein genaues Zuhören beim Text lohnt sich:

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Written by lochmaier

Mai 21, 2010 um 7:01 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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  1. Lieber Herr Lochmaier,
    vielen Dank für den schönen Hinweis. Was sie über uns „Funktionalisierer“ singt, ist traurig schön wahr…
    Beste Grüße,
    Katharina Beck

    kathabeck

    Mai 25, 2010 at 8:54 am


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