Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Portfolio-Management: Schweizer Privatbank Wegelin justiert Kundenbeziehung neu

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Wer sehen will, wie brüchig die europäische Wirtschaftsunion wirklich ist, wird heute in der FAZ fündig – sie kündigt bereits an, dass sich die griechische Regierung abermals zu ihren eigenen Gunsten „verrechnet“ habe. 

Kleine Rechenfehler, die sich zu dreistelligen Milliardensummen auftürmen können, bleiben auch für die Banken nicht ohne Folgen. Nun ja, man kann nicht immer gewinnen, wenn man bei Staatsanleihen auf höhere Renditen setzt.

Etwas genauer nachzudenken, was man da so alles mit welchen Risiken und Nebenwirkungen treibt, so bilanziert jedenfalls das Handelsblatt und prognostiziert weitere „Defizit-Schockwellen“, das könnte sich irgendwann auch finanziell noch lohnen.

Regelmäßigen Lesern fällt deshalb der Anlagekommentar von Konrad Hummler von der Schweizer Privatbank Wegelin immer wieder auf, so etwa derjenige vom 22. März 2010 – unter dem Stichwort „Wohlbefinden unter dem (europäischen) Damoklesschwert“:

http://www.wegelin.ch/download/medien/anlagekommentar/kom_269de.pdf

Darin analysiert Hummler die „europäischen Befindlichkeiten“ rund und inmitten der Griechenland-Krise, und wie die einzelnen Länder von den nicht nur dadurch ausgelösten Verwerfungen an den Finanzmärkten zwischen Staatsverschuldung und Wachstumsdynamik ausgesetzt sein werden.

Aufhorchen lässt die daraus abgeleitete Strategie der Privatbank Wegelin, sich mit Blick auf das Portfolio-Management der Kunden neu zu positionieren:

Unser Bankhaus revidiert derzeit insofern seine Überlegungen zur strategischen Positionierung der uns anvertrauten Mittel. Die Gespräche mit unseren Kunden dürften in den kommenden Monaten herausforderungsreich werden. Aber wie hiess es doch?  „Besondere Zeiten erfordern besondere Massnahmen!“ Die Zeiten sind definitiv besonders.

Quelle: Wegelin.ch

Man fragt sich, ob auch andere Banken die Zeichen der Zeit verstanden haben, und nicht nur an der Kostenschraube drehen, oder versuchen irgendwie billiges Geld möglichst elegant zu vermehren, sondern auch an ihrem Innovationsgebaren feilen. Und da gäbe es nun wirklich mehr als genug zu tun…

Oder anders gesagt: Ein bisschen vordergründiges Social Media reicht dazu nicht aus. Noch einmal Konrad Hummler:

Mit einer Standard-Vermögensverwaltung ist diesen Anforderungen nicht beizukommen.

Ob die Akteure beim Private Banking und Wealth Management die Zeichen der Zeit verstanden haben? Auf dem Weblog „Schall und Rauch“ gibts übrigens noch zwei Video-Interviews vom November 2009 mit Konrad Hummler.

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Written by lochmaier

April 22, 2010 um 2:28 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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