Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

NZZ-Blog beleuchtet Social Banking – und nimmt Blogosphäre ernst

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Während deutsche Leitmedien sich immer noch darin gefallen, die gelegentlich auch mal kreative Meinungsvielfalt in der Blogoshäre überhaupt (nicht) zu thematisieren, und mal den einen oder anderen Eintrag (nicht) zu zitieren, bin ich heute auf einen interessanten Eintrag auf dem Weblog der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) gestoßen:

http://www.nzz.ch/blogs/nzz_blogs/extrablog/banking_online_social_facebook_1.5507949.html

Der lässt aufhorchen – dort wird nämlich das Thema Social Banking durchaus ernsthaft thematisiert. Okay, ich freue mich natürlich auch, dass dort für mein im Mai erscheinendes Buch „Die Bank sind wir“ etwas Aufmerksamkeit geweckt und Werbung gemacht wird. Aber hier geht es um deutlich mehr als um eine kleine Eitelkeit.

Das Thema „Social Banking“ in seinen unterschiedlichen Facetten – es scheint (endlich) in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es ist nämlich tatsächlich ein struktureller Schritt nach vorne, wenn a) das Thema ernsthaft in den wirtschaftlichen Leitmedien angekommen ist, und b) Finanz- und Wirtschaftsblogs nicht komplett ignoriert werden, sondern als belebendes Element in der Medienlandschaft wahr genommen sind.   

Die Übersicht der NZZ – kurz und knapp aber durchaus aussagekräftig im Telegrammstile gehalten – ist ganz viel versprechend, zumal in der ach so bodenständigen Schweiz durchaus revolutionäres Potential schlummert. Vielleicht sogar mehr als hierzulande im oftmals nur vordergründig innovativen Label „made in Germany“.

Denn der Schweizer Privatbankier Konrad Hummler gehört zu den kritischen Marktkennern, die der Branche immer wieder mal den Weg in eine neue – hoffentlich transparentere Richtung – weisen, siehe meine früheren ausführlichen Analysen zu dessen „freigeistigem“ Gedankengut, etwa hier auf diesem Weblog unter der Überschrift „Wie das Mitmachweb die Bankbilanzen bedroht“. 

Zwei Zitate aus dem eingangs aufgeführten Eintrag in dem NZZ-Blog sind mir aufgefallen:

Öffentliche Kommentare oder direkte Kunden-zu-Kunden-Kommunikation sind nicht gerade das, was etablierten Finanzinstituten einfällt. Deshalb kommen viele Social Banking-Beispiele von Neugründungen.

Rund ums Banking gibts eine Reihe von weltweit unterschiedlichen Regulierungsfragen, die den Markteintritt erschweren. Wer würde sein Geld einem Technologiekonzern oder einer Sozialen Plattform anvertrauen? Vielleicht ist das auch eine Generationenfrage. Oder der richtigen Verbindung von Technologie und Reputation.

Quelle: NZZ-Blogs

Am Montag starte ich eine kleine Serie, denn im Sommer vergangenen Jahres habe ich in der deutschen Blogosphäre eine Umfrage zum Thema „Wie sieht die Bank der Zukunft aus?“ gestartet. Und da gibt es jenseits der sonst in den Leitmedien immer wieder so gerne zitierten Experten auch in der bunten Vielfalt der Wirtschafts- und Finanzblogger ein paar interessante Gedankengänge. Das lässt auf etwas mehr kreative Vielfalt statt medientechnische Einfalt hoffen. Wo doch in der Vernetzung unterschiedlicher Akteure all unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft liegt? 

 

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Written by lochmaier

April 22, 2010 um 10:15 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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