Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Bank 2.0: Social Media Newsdesk als neues Standardtool?

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Wer sich die gerade frisch und neu gestaltet ins Netz gegangenen Seiten der schwedischen SEB Bank ansieht, stellt fest, dass sich doch eine stärkere Integration von „Social Media“ in das Kerngeschäft abzeichnet:

http://newsroom.sebgroup.com/en/

Stellen wir zunächst die Frage: Was ist eigentlich eine Social Media News? Zunächst einmal ist es eine virtuelle Schaltkonsole für unterschiedliche Kanäle und Frequenzen, wie man bei der SEB Bank unschwer erkennen kann. Da gibts Pressemeldungen, Nachrichten und Blogs, alles abgerundet und aufgewertet durch Videos. War’s das schon?

Zweifellos lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie man die unterschiedlichen Kanäle auf einer zentralen Einstiegsseite bündelt. Meist fällt die Unterscheidung zwischen News und Presseinformation für den Leser schwer. Denn beides sind ja Kanäle von der Bank zum Kunden, die sich jedoch deutlich unterscheiden. Ob da für den Kunden „Tag-Wolken“ mit wichtigen Schlagworten, auf die man dann klicken kann, schon die notwendige Übersicht und Orientierung bieten?

Wie also sieht ein stimmiges Gesamtkonzept zum Social Media Newsdesk aus? Das bleibt ein spannendes, freilich von den Finanzinstituten erst noch zu erkundendes Terrain. Aber soviel steht fest, der Kunde sollte eigentlich derjenige sein, der in einigen Schaltflächen auch selbst die Regie übernimmt und sich aktiv mit Fragen und Bedürfnissen einbringen kann.

Und da ist man in den Chefetagen insgesamt doch noch sehr vorsichtig, die kollektive Schwarmintelligenz der privaten Anleger ins eigene Social Media-Beiboot mit herein zu nehmen, so dass im Universum der sozialen Mediennutzung nicht nur die Bank selbst durch die Finanzreviere paddelt. Zweifellos ist der Ansatz der SEB Bank aber einer, der in die richtige Richtung weist.

Ein Artikel in der Internetworld aus dem letzten Jahr zeigte bereits auf, dass eine Bank durch produktiven und konstruktiven Dialog mit ihren Kunden eigentlich nur eines kann, nämlich an Farbe und Glaubwürdigkeit gewinnen:

http://www.internetworld.de/Nachrichten/Trends/Banken-ignorieren-Social-Media-Trend

Immerhin – sowohl auf der diesjährigen re:publica in Berlin, als auch auf der Internetworld in München waren und sind diese Woche die neuen Protagonisten auf den Podien vertreten, und man darf gespannt sein, wie die Neuerungen allmählich die Mitte der Bankenwelt erreichen.

Mein Eindruck – als ich mir die Vorträge von Peter Kruse und Jeff Jarvis gestern anhörte, war der: Zweifellos wird Social Media unsere Wirtschaft und Gesellschaft prägen – und die Welt der Banken erreichen und verändern. Natürlich wird eine Bank aufgrund des komplexen aufsichtsrechtlichen Umfelds eine sehr individuelle Vorgehensweise entwickeln.

Der spannende Live-Stream des Vortrags einschließlich der präsentierten Folien (einschließlich einige neuer Forschungsergebnisse) von Peter Kruse auf der gestrigen re:publica sei jedem hier noch einmal wärmstens ans Herz gelegt. Dafür gab es großen Beifall und reges Interesse jenseits von Schwarz-Malerei, die derzeit gerade in unzähligen Talk-Shows dominiert, wenn es um eine letztlich fruchtlose Wertediskussion mit Blick auf die Nutzung des Internets geht:

http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/

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Written by lochmaier

April 15, 2010 um 8:12 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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