Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Liquid Democracy und Finanzen: Aufstand der kreativen Mittelschicht?

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Für Anarchopunks sind Unternehmer, Vermieter und Politiker die Bösen. Ohne die gabe es aber eine feudalistische Plutokratie. Intelligente Punks dagegen versuchen, sich mit kreativen Ideen von den Konventionen der Mittelschicht zu verabschieden. Ich nenne sie Investmentpunks.

> Dieses Zitat stammt von Gerald Hörhan. Er ist Investmentbanker und geht auf Heavy-Metal-Festivals. Im „Presse“-Interview erklärt er, warum die Mittelschicht in einem Hamsterrad läuft und sich ausbeuten lässt:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/541230/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

Bilanzieren wir: „Liquide“ Demokratie mit dem Transmissionsriemen der Mittelschicht beginnt bei den Finanzen – oder sie kommt gar nicht. Die kreative Mitte der Gesellschaft entscheidet hoffentlich, sofern sie ihr strategisches Potenzial und ihre Bedeutung als Brückenkopf zwischen Unter- und Oberschicht erkennt, wohin die Geldströme fließen (sollten), und wohin vielleicht eher nicht.

Was ist zu tun? Nur wer die Verantwortung für das eigene Geld und das der anderen übernimmt, ist ein produktives Glied in der Wertschöpfungskette, und dient den Interessen der „Realökonomie“ – und damit jenen der gesamten Umwelt und Gesellschaft. Denn allein mit Investmentpunks werden wir kaum die richtige Richtung einschlagen.

Kommt jetzt der intelligente „Aufstand der kreativen Mittelschicht, die in das undurchsichtige Räderwerk der Finanzindustrie eingreift? Als philosophischer Ausstieg deshalb die Schlussrede in dem künstlerischen Meisterwerk von Charlie Chaplin aus dem Jahr 1940: Der große Diktator, eine mehr als gelungene Persiflage auf Hitler, die später von der Realität so deutlich übertroffen wurde, dass Chaplin diesen Film am liebsten nie gedreht hätte.

Zunächst eine Szene aus der Mitte des Films, in dem der große Dikator mit unserem Erdball mehr oder minder elegant spielt, bis er zerplatzt, hier kann man durchaus Analogien zu den Exzessen an den Finanzmärkten nach dem Motto „Alles oder nichts“ sehen:

Die Schlussszene hat auch heute mit Blick auf die Finanz- und Bankenwelt keine Silbe an Aktualität verloren:

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Written by lochmaier

März 9, 2010 um 3:40 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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