Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Lagebesprechung: Wie spannend sind deutsche Wirtschafts- und Finanzblogs?

with 3 comments

Also, die Debatte um die Preiswürdigkeit von deutschen Business- und Financeblogs gewinnt an Fahrt, im Börsenblogger kann man ein sachlich sehr ausgewogenes Posting zu Smavas „Best Finance Weblog 2010“ nachlesen:

http://dieboersenblogger.de/7837/2010/02/einige-gedanken-zum-wettbewerb-finance-blog-of-the-year-2010-und-zur-deutschen-wirtschaftsblogger-szene/

Das führt direkt zu der Frage, ob man denn die Blogs überhaupt schon ernst nimmt, oder nur als bunten Farbtupfer im weiten Webuniversum ansieht, ohne wirklichen Einfluss und Bedeutung auf die real existierende Wirtschaft und Finanzwelt. Zunächst: Man gewinnt tatsächlich diesen Eindruck. Aber so ist das mit Innovationen, sie kommen ganz unerwartet, das ist ja gerade das Spannende. 

Ziemlich borniert geht auch die ausländische Fachwelt heran. Wer mal nachlesen möchte, wie die ausländische Blogosphäre die deutschen Wirtschafts- und Finanzblogs beurteilt – leider sind auch da einige Klischees enthalten – wird hier beim Reuters Blog fündig:

http://blogs.reuters.com/felix-salmon/2009/04/19/10-reasons-for-the-lack-of-german-econobloggers/

10 Gründe über das (angebliche) Fehlen deutscher “Econoblogs” – darüber lässt sich sicherlich trefflich diskutieren und noch viel mehr daneben spekulieren? Vielleicht hätte der Autor dieses Artikels erst mal einen Deutsch-Kurs belegt, denn man sollte nicht über ein Thema schreiben, wenn man sich vorher nicht darüber informiert hat, am besten sogar in der Originalsprache.

Oder liegt es nur daran, dass die englischsprachige Elite kein Deutsch spricht, und wir nicht immer Zeit haben, alles auf Englisch zu übersetzen, irgendwann endet jede ehrenamtliche Arbeitszeit, und Google nimmt uns das leider noch nicht ab?

Etwas milder springt ein anderer Beitrag mit uns um, so schlecht seien wir doch gar nicht:

http://www.creditwritedowns.com/2009/04/the-german-econblogger-space-is-just-fine.html

Engarde und Reposte – Philosophisch sich dem Thema angenähert hat sich auch der Blicklog hier:

http://www.blicklog.com/2010/02/21/gedanken-zur-wirtschaftsblogszene-in-deutschland/

… und findet, dass die mangelnde Vernetzung der deutschen Blogosphäre das zentrale Problem darstellt.  Irgendwie stimmt es ja, jeder kocht hierzulande gerne sein eigenes Süppchen, oder packt andere in eine Schublade. Andererseits: Vernetzung funktioniert auch nur dann, wenn alle Beteiligten gleichermaßen profitieren, die Zielrichtung und das inhaltliche Profil ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

Aber auch darüber lässt sich trefflich spekulieren, was uns Deutschen besonders am Herzen liegt. Ich schreibe mittlerweile schon mal weiter, neuronal mit mir und unzähligen anderen vernetzt, denen das ebenso viel Freude bereitet wie mir selbst. Ohne offiziellen Auftrag und Beifall. Oder wie schreibt der Börsenblogger: Es kann nur bergauf gehen – Packen wir es an!

Übrigens: Das Bloggerforum Wirtschaft hatte im Februar bis heute 3.717 Besucher (ohne Bots), alleine gestern 201, heute 161. Erste zarte Pflänzchen einer beginnenden Vernetzung, bei der noch viel kleine Steine den Berg hinauf gerollt werden müssen, um aus unterschiedlichen neuen Blickwinkeln ein interessantes und spannendes Lagebild der deutschen Wirtschaft und Finanzlandschaft anzufertigen. Es muss aber nicht immer eine offizielle Initiative sein, aus vielen kleinen Schneebällen lässt sich auch so ein großer Schneemann bauen, der auch im Sommer nicht gleich schmilzt.

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Written by lochmaier

Februar 26, 2010 um 8:08 am

Veröffentlicht in Uncategorized

3 Antworten

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  1. Social comments and analytics for this post…

    This post was mentioned on Twitter by MMK_Personal: RT @klauseck: Wie es um die finanzblogger steht und was dabei fehlt @LotharLochmaier #Blogs http://bit.ly/c6CWZm

    uberVU - social comments

    Februar 26, 2010 at 7:26 pm

  2. Man muss bei aller Liebe schon zugeben, dass der amerikanische bzw. englischsprachige Markt was Blogs angeht sehr weit vorne ist. Und das bei weitem nicht nur bei den Finanz- und Wirtschaftsblogs.

    Bastian Trog

    Juli 5, 2011 at 8:56 am


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