Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Realwirtschaft kontrolliert Finanzindustrie: Bosch und andere Größen gehen voran

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Die Financial Times Deutschland berichtet: Bosch-Chef Franz Fehrenbach meint es mit seiner Drohung ernst, die Geschäftsbeziehungen zu Banken abzubrechen, die seiner Meinung nach übertrieben hohe Boni an ihre Manager zahlen. Der Konzern löste schon vor Wochen die finanziellen Bande zu einem Geldhaus. Das erfuhr die FTD aus Unternehmenskreisen. Um welches Institut es sich handelt, ist nicht bekannt.

Quelle:

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:streit-um-bonuszahlungen-bosch-kuendigt-erster-bank-die-zusammenarbeit/50066953.html

Fehrenbach fordert vor allem eines: Regulatorische Schritte für mehr Transparenz und besseres Risikomanagement. Dies sei notwendig, denn die „teilweise kriminellen und verantwortungslosen Praktiken“ bei Verbriefung und Veräußerung von Krediten hätten das Finanzsystem beinahe zum Einsturz gebracht, bilanziert die FTD.

Fest steht: Jedenfalls stehen Banken unter verschärfter Beobachtung der „Realwirtschaft“ – die Wirtschaftsbosse schauen den Bankgenossen genau auf die Finger, wie sich ihre Aktivitäten auswirken. Und sie werden der nächsten „Finanzblase“ nicht so tatenlos zusehen, falls diese, wie der Spiegel spekuliert, in den nächsten Jahren eintritt:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,674709,00.html 

Das Thema ist übrigens mehr als Werbung aus der Industrie, die sich in plakativer Form gegen die Bonizahlungen der Bankmanager richtet –  Es stehen nachvollziehbare Belange dahinter – ein Auszug aus dem Spiegel Artikel:

SAP-Chef Léo Apotheker forderte von den Banken mehr Transparenz. Bayer-Chef Werner Wenning forderte die Finanzbranche auf, aus ihren Fehlern zu lernen. „Die Krise ist doch entstanden, weil in Teilen der Finanzwirtschaft keiner mehr durchgeblickt hat, welche Risiken hinter den Versprechungen versteckt waren oder die Gier blind gemacht hat.“

Quelle: Spiegel online

Übrigens: Es gibt noch mehr Aufrufe, die gängige (Haus)Bank zu wechseln, so etwa in der Huffington Post, in der offen zum Wechsel zu den „Community Banks“ in den USA aufgerufen wird.

http://mobile.theweek.com/article/index/104930/The_Move_Your_Money_uproar

Allerdings hat dieses Weblog Social Banking 2.0 schon einmal skizziert, dass auch kleine Banken in den USA in den Strudel der Finanzkrise geraten sind – eine allzu blauäugige Sichtweise ist also kaum angebracht:

https://lochmaier.wordpress.com/2009/12/03/wall-street-und-community-banks-teil-des-problems-teil-der-losung/

Trotz dieser kleinen Wermutstropfen – In der real existierenden Wirtschaft stellen sich nicht wenige Menschen die folgende Frage:

Posted to The Week by Danny Groner on January 11, 2010
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Written by lochmaier

Februar 1, 2010 um 7:39 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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