Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Mint.com: Personal Finance Plattform spielt kreativ mit US-Arbeitslosigkeit

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Dass die Arbeitslosenzahl in den USA nur offiziell bei rund 10 Prozent liegt, inoffiziell aber weit höher, nämlich bei rund 17 Prozent, das verdeutlicht die Plattform für Online Finance Management Mint.com in einem gut gemachten Sensibilisierungsvideo auf Youtube:

Was es mit der Aktion so alles auf sich hat, darüber berichtet auch das Weblog readwriteweb:

http://www.readwriteweb.com/enterprise/2009/12/mintcom-the-unemployment-game.php

Mint.com ist in der Tat eine der erfolgversprechendsten Anbieter auf dem bislang noch recht diffusen Markt für Dienstleistungen rund ums Social Banking 2.0.  Schon spekulieren Insider in den USA wie auf der Plattform Seeking Alpha ersichtlich darüber, ob Mint.com die Revolution im Consumer Banking einleitet.

http://seekingalpha.com/article/177257-might-the-consumer-banking-revolution-be-coming

Ein kleiner Auszug der entscheidenden Pointe zu Mint.com:

It’s built up an enormous dataset over the years — $3 trillion of transactions from 23 million users have been cleaned up and put into a huge database by 500 employees — and it’s now going to open up that database to software developers around the world. People like Josh will be able to write applications, or “widgets”, which will allow people do do things with their personal finances which until now simply haven’t been possible.

Immerhin, die Plattform ist mit finanzkräftigen Investoren gut aufgestellt, seitdem sie der Hersteller von Standardsoftware Intuit für 170 Millionen US-Dollar im September übernommen hat – und sie weist somit das Potenzial auf, den gesellschaftlichen Mainstream in den nächsten Jahren zu erreichen. Wer weiß, vielleicht werden ja Konten im Online-Banking künftig viel individueller und kreativer geführt als heute.

Vielleicht haben sich dann auch die zwar effizient arbeitenden, aber irgendwie aufgrund von Ideenlosigkeit etwas in die Jahre gekommenen Direktbanken überlebt. Und vielleicht beginnt dann via kreativ geschriebener Zusatzanwendungen und Plattformen wie Mint.com, Yodlee, Geezeo – oder über Facebook usw., die neue Ära der Direktbank 2.0, bei der sogar zur Abwechslung mal die Nutzer die Hauptregie führen, oder? Andererseits ist nicht jede Software automatisch gut, die einen kompletten Überblick über alle Ausgaben und Einnahmen vermittelt.

Dennoch: Während sich hierzulande noch eine kleine Schar von wenigen hundert Außerirdischen als Anhänger auf einzelnen Social Banking Plattformen tummelt, sieht es in den USA, glaubt man zumindest den offiziellen Zahlen, doch etwas fortgeschrittener aus. Mint.com zählt etwa auf Facebook rund 43.000 Fans in der Community. Und wie wir zu unserem Trost wissen, schwappen die Trends aus dem Land der mittlerweile begrenzten Möglichkeiten irgendwann – im guten wie im schlechten – zu uns nach good old Europe herüber. Wer mehr wissen will, wird u.a. hier im Weblog von Mint.com fündig:

http://www.mint.com/blog/

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Written by lochmaier

Dezember 9, 2009 um 5:37 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

2 Antworten

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  1. […] freigiebige Kreditkartenindustrie denkt, liegt nicht unbedingt falsch. Und wer dann auch noch mit 17 statt mit 10 Prozent Arbeitslosigkeit konfrontiert wird, der lässt irgendwann die Flügel hängen. Erschreckend für hiesige […]

  2. […] irgendwann jeder Trend zu uns über den großen Teich, wie ich schon am Beispiel von Mint.com gezeigt habe. In der Facebook-Community sind laut offiziellen Angaben vom Betreiber bereits 43.000 Fans […]


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