Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Mikroversicherungen 2.0: Weltweit ein Milliardenmarkt?

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Bislang sind gerade Menschen in unteren gesellschaftlichen Schichten kaum gegen Risiken versichert. Sie sind schlicht nicht „kreditwürdig“ und stellen damit ein zu hohes Risiko für die Versicherungsbranche dar.

Ist das wirklich so? Für das margenträchtige Bankengeschäft mag dies stimmen. Nun aber lässt sich etwa auf dem Internetportal Finanznachrichten.de folgende vermeintlich kleine Randnotiz nachlesen:

In der letzten Woche veröffentlichte Lloyds eine neue Studie des
Microinsurance Center (MIC), in deren Rahmen die Grösse dieses
Marktes auf 1,5 bis 3 Milliarden Versicherungspolicen geschätzt wird.
Zudem zeigt die Studie, dass etwa 135 Millionen Menschen bereits
durch Mikroversicherungen geschützt werden, und dass die jährliche
Wachstumsrate über 10 % beträgt, wobei lediglich 5 % des Marktes
durchdrungen werden konnten. Daher ergeben sich in diesem Bereich
beträchtliche Möglichkeiten.

Quelle: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-11/15564926-fuehrender-globaler-rueckversicherer-scor-investiert-in-den-wegweisenden-mikroversicherungs-fonds-leapfrog-006.htm

Also gibt es doch einen Markt für Mikroversicherungen an ausgewählte, scheinbar unterprivilegierte Personengruppen? Jedenfalls deutet in diese Richtung auch ein Artikel in der Wirtschaftswoche, in dem die beiden deutschen Schwergewichte Allianz und Münchner Rückversicherung sich entsprechend positiv über die „39-Cent-Police“ äußern:

http://www.wiwo.de/finanzen/die-39-cent-police-392255/

Man darf gespannt sein, ob aus dem weltweit prognostizierten Volumen auch reale Taten folgen, bzw. vor allem, ob es auch Modelle geben wird, im Sinne sich selbst organisierender Mikronetzwerke. Denn schließlich könnte die „Community“ sowas auch in eigener Regie managen, das erfordert aber ausgesprochen professionelle Strategien beim Chancen-Risikomanagement.

Und falls wir es doch selbst nicht hinkriegen sollten – da bedarf es auch der Hilfe von professionellen Organisationen, möchte man meinen, sofern diese den Überblick vor Ort behalten, was dort gerade manchesmal so passiert, oder eben nicht passiert. Jedenfalls hat die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) schon mal angekündigt, hier quasi die amtliche Regie für eine entsprechende Initiative mit dem Titel „Access to Insurance Initiative“ zu übernehmen:

http://www.gtz.de/de/29324.htm

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Written by lochmaier

Dezember 7, 2009 um 8:00 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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