Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Honorarberatung: Stein der Weisen fällt ins Wasser

leave a comment »

Das Handelsblatt berichtet darüber, dass sich hinter dem so elegant von einigen Banken ins Leben gerufenen neuen Schlagwort „Wir steigen auf neue Modelle“ um, doch noch nicht die große Umkehr zu einem besseren Endergebnis zum Wohle der geneigten Kundenklientel verbirgt. Jedenfalls scheint es mit der Honorarberatung doch größere Startschwierigkeiten beim Online-Broker Comdirect zu geben:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/onlinebroker-kunden-von-cortal-consors-ignorieren-honorarberatung;2483202

Es war relativ ersichtlich, dass ein derartiger Stein ins Wasser fallen kann. Es geht nur vordergründig in der neu geordneten Bankenlandschaft darum, ob wir das Kind, das jetzt schon wieder zu ertrinken droht, Honorarberatung nennen oder nicht.

Entscheidend ist, welche Produkte, und welche Strategien sich dahinter verbergen. Reines Window dressing wird vielerorts eher kontraproduktive Resultate generieren. Bislang haben jedenfalls Direktbanken und Online-Broker das Rad der digitalen Wirtschaft noch nicht neu erfunden. 

Das gilt aber auch für die große Welt der Geschäfts- und Privatbanken. Dazu passt dieser aktuelle Beitrag in der Börsen-Zeitung, der beschreibt, was denn nun heute noch „Privat(banken)sache“ ist, und was vielleicht nicht:

http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=299&artid=2009220085 

Ein Auszug und das Fazit der Börsenzeitung, das zeigt, dass es schwierig ist den Markt richtig zu lesen:

Und der Abschwung an den Märkten hat zwar die verwalteten Vermögen massiv reduziert, und die Margen stehen unter Druck, weil einstweilen einfache Produkte gefragt sind. Im vergangenen Jahr allerdings sind die von der Krise ausgelösten Verschiebungen der Marktanteile den klassischen Privatbanken zugute gekommen. Auch dürfte die Lockerung des Bankgeheimnisses in Offshore-Märkten einiges an Mitteln in die Bundesrepublik zurückfließen lassen. Sal. Oppenheim ist ein Verlierer der Krise. Zu ihren Gewinnern dürften Privatbanken zählen, die sich strategische Extratouren verkneifen und die Betreuung vermögender Kunden ebenso pflegen wie ihre Unabhängigkeit. Nur wer sich dem Zug der Lemminge verweigert, überlebt.

Quelle: Börsen-Zeitung

Stellen wir doch mal am Ende noch ganz vorsichtig diese Frage: Vielleicht möchten ja viele Bankkunden gar nicht mehr beraten und verkauft werden. Vielleicht ist mehr gefragt, andere Produkte und andere Geschäftsprozesse.

 

Written by lochmaier

November 16, 2009 um 11:58 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: