Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

High Frequency Trading: Seltsame Formen der künstlichen Schwarmintelligenz

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Agiert der Mensch auf den Finanzmärkten doch besser als der Computer? Diese Frage stellt sich anhand des Hochgeschwindigkeitshandels an den Börsen, neudeutsch: High Frequency Trading. Aufhorchen lässt diese Meldung von gestern, die zeigt, dass es nicht nur Menschen sind, die das Geld in die falschen Kanäle geleitet haben, sondern auch kybernetische Wesen, deren angeblich intelligente Arbeit sich gegen ihre Schöpfer wendet.

Die aktuellen Hintergründe: High Frequency Trading habe in den USA das Geschehen an den Börsen lahm gelegt, zitiert Businessinsider entsprechende Experten, sprich es gingen keine neuen Unternehmen dort mehr an den Start, um sich über ihre Börsengänge (IPO) frisches Geld zu besorgen. Die Folgen: Rund 22 Millionen Jobs gingen in den USA dadurch verloren.

Hier geht es zum „Wake up call“ von Businessinsider und der Präsentation:

http://www.businessinsider.com/report-high-frequency-trading-killed-the-ipo-market-and-cost-america-22-million-jobs-2009-11   

http://www.gt.com/portal/site/gtcom/menuitem.91c078ed5c0ef4ca80cd8710033841ca/?vgnextoid=17aeabadedb94210VgnVCM1000003a8314acRCRD

Um das Phänomen besser einzuordnen, hier zunächst einmal weitere Links:

http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=299&artid=2009215051

Bislang sind vor allem die Programmierer besser als der Mensch, denn sie haben gut daran verdient, außer wenn sie allzu kreativ waren:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Heiss-umkaempft-Programme-zum-High-Frequency-Trading-752721.html

Wir wussten es schon immer: Nichts geht über das kreative Herdenverhalten vom Mensch, obgleich auch dies in die Sackgasse führen kann, wie ich hier bereits gezeigt habe:

https://lochmaier.wordpress.com/2009/09/30/financial-croudsourcing-2-0-wie-gut-ist-die-schwarmintelligenz-wirklich/

Vielleicht wäre der Mensch (trotz seiner konzeptionellen Unzulänglichkeiten) am Ende doch die einzig systemrelevante Ressource, die die Geldströme wieder an die Realwirtschaft anbinden kann?

https://lochmaier.wordpress.com/2009/07/05/mensch-2-0-die-systemrelevanteste-aller-komponenten/

Die professionelle Risikomanagement-Szene von Banken sieht jedenfalls High Frequency Trading eher skeptisch:

http://www.risknet.de/Robotic-Stock-Trading-kritisch-beleuchtet.479.98.html?&tx_ttnews[tt_news]=1429&cHash=0ea279f343

Das Weblog be24.at zieht das vernichtende Fazit: Automatische (computergenerierte) Schwarmintelligenz funktioniert nicht wirklich:

http://www.be24.at/blog/entry/630518/warum-automatische-trading-software-nicht-funktioniert

Siehe dazu auch das folgende Video auf Youtube:

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Written by lochmaier

November 11, 2009 um 8:38 am

Veröffentlicht in Uncategorized

3 Antworten

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  1. […] Etwas älter, aber heute passend: High Frequency Trading: Seltsame Formen der künstlichen Schwarmintelligenz (Banking 2.0). […]


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