Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Was macht ein gutes Bankprodukt aus?

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Nicht nur die hohen und nur ungern offen gelegten Provisionen bei den Fondsprodukten der Banken stehen in der Kritik. Auch die Beschwerden von Anlegern über ihre gekauften Versicherungsprodukte häufen sich, berichtet die Frankfurter Rundschau:  

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1817211_Versicherungen-Beschwerden-auf-Rekordhoch.html?sid=165dc0366df9e1bca9cff875509dc0bb

Man kann im Finanzdschungel tatsächlich die Frage stellen, ob es überhaupt für den durchschnittlichen Anleger (das ist der, der nicht jeden Tag an der Börse handelt) jenseits von Festzins und Tagesgeld noch halbwegs durchschaubare und nachvollziehbare Finanzprodukte gibt.

Vielleicht soll es gar nicht einfach sein. Die „Verbriefung“ beginnt ganz unten an der Basis. Dass selbst das Managen eines Tagegeld-Kontos noch seine Tücken hat, kann man etwa bei den komplizierten Geschäftsbedingungen der 1822 direkt nachlesen, die mit einem (angeblichen) Guthabenzins (Stand 02.07.09) von 2,75 Prozent wirbt.

https://www.1822direkt.com/1822central/cms/cashkonten.jsp

Hier muss sich der Kunde schon die Mühe machen, sich durch das undurchsichtige „Preis- und Leistungsverzeichnis“ durchzuarbeiten, um die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen „Basiszins“ und „variabler“ Verzinsung zu durchblicken:

https://www.1822direkt.com/1822central/cms/user_upload/media/pv_gesamt.pdf

Wenig Mut einflößend sind derzeit außerdem einige neue Finanzprodukte, wie das Investieren in die Absicherung gegen Staatspleiten. Wetten Sie doch mal darauf, dass der Iran oder Honduras bald pleite gehen? Credit Default Swaps (CDS) könnten als „Massenvernichtungswaffe“  der nächsten Schockwelle an den Märkten den Boden bereitet, meint jedenfalls Börsen-Guru Warren Buffett in der FTD – und die Experten aus dem Finanzmilieu widersprechen dem natürlich ganz vehement:

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/derivate/:Neuer-Markt-Absicherung-gegen-Staatspleiten-boomt/533932.html

Darüber lässt sich sicherlich noch trefflich streiten. Aber eines steht fest: Am besten der Kunde sieht schon vorher ein, von komplexen Konstruktionen – und das sind mittlerweile ein großer Teil der Fonds- und Versicherungsprodukte – gleich ganz die Finger zu lassen. 

Zwar ist dies keine Garantie für das erfolgreiche Handeln bei der Vermögensplanung und Geldanlage.  Wie „einfach“ indes ein „einfach nachvollziehbares“ Bank- und Versicherungsprodukt sein sollte, beschreibt Anette Rehm auf dem Internet-Portal geldmagazin.de:

http://www.geld-magazin.de/finanzen/aktuell/aktuell-einzelansicht/article/der-neue-trend-social-banking.html

So einfach könnte das Drei-Säulen-Modell also sein: Ehrlichkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit, das wäre die Welt der neuen Bankprodukte im Zeitalter von Social Banking 2.0. Mehr dazu morgen.

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Written by lochmaier

Juli 2, 2009 um 9:50 am

Veröffentlicht in Uncategorized

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