Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Archive for Februar 2012

Multator: Was sich hinter der neuen Bewertungsplattform für Finanzberatung verbirgt

with 3 comments

Das Portal Multator widmet sich oberflächlich betrachtet ähnlich wie whofinance der Qualitätsbewertung von Finanzberatern. Doch es gibt markante Unterschiede, denn dort dreht sich alles um die Qualität der Finanzberatung. Lässt sich die überhaupt seriös bewerten, darf man zunächst kritisch hinterfragen? Mehr dazu erfahren Sie in dieser Pressemeldung via  Openpr.de .  

logo

Weitere Infos gibt der Betreiber neben einem Video auch auf dem blog.multator.de . Und hier steht der Gründer Arne Bothor* gegenüber Social Banking 2.0 Rede und Antwort, was sich hinter dem neuen Angebot verbirgt – und wie das Projekt angelegt ist.  

Social Banking 2.0: Wodurch unterscheidet sich multator von anderen Plattformen?

Arne Bothor: Die grundsätzliche Ausrichtung – da nenne ich keine Namen – entscheidet sich im Ansatz. Will ich einige Berater gut darstellen oder will ich Kunden Orientierung bieten? Multator wählt den zweit genannten Weg, orientiert sich an der Praxis und setzt den Fokus auf Altersvorsorgeprodukte, Private Krankenversicherungen und den Versicherungs-Check inklusive Policenverkauf.

Innerhalb der Branche Finanzdienstleistung steckt ein massiver Zwiespalt zwischen dem, was ein Berater dem Kunden mit der ganzheitlichen Beratung (EU-konform) anbieten möchte, und dem produktorientierten Angebot der Unternehmen. Da wird der Berater mit einer anständigen Beratungsphilosophie aus meiner Sicht noch zu wenig unterstützt und dabei wollen wir ihm – und damit gleichzeitig auch dem Verbraucher – helfen.

Verbraucher suchen im Internet Informationen zu Produkten und nicht die ganzheitliche Beratung. Nehmen Sie bitte den Suchbegriff „ganzheitliche Beratung“ und es erscheint an erster Stelle bei Google ein Geistheiler und nicht eine einzige Werbeanzeige einer Versicherungsgesellschaft. Der Suchbegriff „Lebensversicherung“ hat die doppelte Trefferanzahl und ist vollgepflastert mit Werbeanzeigen. Also sucht der Verbraucher nach Produkten und sammelt Informationen, ansonsten würde dort keine Werbung stehen. Nach der Informationsflut verliert der Verbraucher irgendwann den Glauben an die eigene Sachkenntnis und sucht einen Berater, der ihm alles erklärt. Der Berater hat dann die Aufgabe, diese Vorinformationen mit seiner fachkundigen Sachkenntnis der Bedingungswerke und Rechtsvorschriftenn am Kundenwunsch orientiert zu ordnen. Eine anspruchsvolle Aufgabe und hohe Herausforderung, weil sich der Berater bei jedem Kunden neu orientieren muss und nicht immer alle Wünsche erfüllt werden können.

Nichts liegt also näher, als den Interessenten ein Produkt wählen zu lassen, das er freiwillig mit detaillierten Angaben füllt und sich einen Berater aussucht, der bereits bei anderen Verbrauchern gezeigt hat, dass er das Produkt für den Verbraucher verständlich, unter Aufklärung von Vorteilen und Risiken, mit (mehr oder weniger) Einsparmöglichkeiten im Kundeninteresse beraten hat. Diese Kriterien sind, was den Kunden aus unserer Sicht interessiert und auch aussagekräftig für andere Verbraucher sein kann. Die Resultate der Bewertung ergeben dann die praxisrelevante Kompetenz des Beraters.

Weiter betreiben wir aktiven Datenschutz, da der Verbraucher so lange anonym bleibt, bis der Berater aus der Ansicht der Produktdetails objektiv entschieden hat, eine gute Beratung liefern zu können und die Terminanfrage akzeptiert. Erst dann werden die Kontaktdaten für 14 Tage ausgetauscht. Lehnt der Berater die Terminanfrage ab, werden auch keine Kontaktdaten ausgetauscht und der Verbaucher bleibt weiter anonym. Der Verbraucher weiß also von vornherein zu welchem Zweck, wie lange und an wen seine Kontaktdaten gegeben werden. Außerdem weiß er, dass der Berater seine bestmögliche Leistung geben wird, denn nach der Beratung gibt es die incentivierte Bewertungsmöglichkeit. Für den Berater ist dies natürlich Ansporn zu einer Top-Beratung.

Social Banking 2.0: Wie “garantieren” Sie eine faire Bewertungspraxis?

Alle Bewertungen werden echt sein und bedürfen keiner Vorprüfung. Wir haben unsere Bewertungscodes entwickelt, die der Berater und der Verbraucher angeben müssen, damit eine Bewertung maximal 14 Tage nach Akzeptierung der Terminanfrage abgegeben werden kann. Ohne diese Codes gibt es auch keine Bewertungsmöglichkeit. Andere Verbraucher können sich also darauf verlassen, daß zur Bewertung zeitnah eine Beratung zu dem Produkt erfolgt ist. Der Berater weiß wann und von wem er bewertet wurde. 14 Tage sind auch ausreichend, um sich zu kontaktieren, die Beratung durchzuführen und die Beratung zu bewerten. Das haben wir aus dem Grund gemacht, weil sich nach möglicherweise einigen Monaten keiner der Beteiligten mehr genau an die Beratung erinnert. Aber genau darauf kommt es an.

Zudem gibt es keine Rankings der angeblich besten Berater. Wir maßen uns nicht an, dem Verbaucher aufgrund eines Bewertungsalgorithmus sagen zu wollen, wer aufgrund der von Fremden abgegebenen Bewertungen mittels eines vielleicht nicht öffentlich nachvollziehbaren Bewertungsmodells der Beste sein soll. Das wäre in etwa so, als wenn nach der Bundestagswahl ein Sieger gekürt wird, aber das Volk nicht weiß, wie die abgegebenen Stimmen gewichtet wurden. Da würde es einen Volksaufstand geben. Das würde keiner mitmachen. Das Gleiche gilt aus meiner Sicht bei einem Bewertungsportal für Verbraucher. Wer passend erscheint, den wählt der Verbraucher anhand von Nasenfaktor (Foto), Beraterprofil und Bewertungen selbst. Der Verbraucher ist mündig und kann das alleine besser, als wir es ihm jemals anbieten könnten. Schließlich geht es um den Verbraucher und nicht um uns als Portal.

Social Banking 2.0:Wie ist das Geschäftsmodell ausgelegt, will man Geld durch registrierte Finanzberater verdienen, oder durch andere Beteiligungsoptionen?

Wir sind grundsätzlich an einem fairen Interessenausgleich und fairen Chancen für alle teilnehmenden Berater interessiert. Unser Modell führt keine Ranglisten, so dass die zur Verfügung stehenden Berater für den Verbraucher nach dem Zufallsprinzip angezeigt werden und jeder die Chance hat, angesehen zu werden. Würden wir Ranglisten führen – und das ist wohl nach dem User-Verhalten im Internet kein Geheimnis – dann hätten die Berater auf den vorderen Plätzen mit den meisten Bewertungen wohl auch zukünftig häufiger Anfragen und jemand mit einer einzigen miserablen oder gar keiner Bewertung überhaupt keine Chance mehr. Das halten wir nach unseren Maßstäben nicht für fair, denn hintere Plätze finden kaum Beachtung, obwohl alle Berater mit einer Ausbildung bewiesen haben, dass sie etwas können. Da wir aber nicht jedem Berater die gleiche Anzahl von Anfragen garantieren können und wollen, zahlt der Berater für die Akzeptierung einer Terminanfrage eine Gebühr. Da Multator – die Bestätigung haben wir vom BAFIN – keine Finanzdienste anbietet, und auch kein Finanzdienstleister ist, verdienen wir auch nichts an den Abschlüssen, die ein Berater über akzeptierte Termine mit Interessenten generiert.

Social Banking 2.0: Wie funktioniert der Bewertungsalgorithmus?

Es gibt keinen und es wird auch keinen geben. Alles, was zu Ungunsten der Chancengleichheit führen kann, lassen wir weg. Wir haben nicht einmal eine Gesamtnote für Berater.

Social Banking 2.0: Wie wird sichergestellt, dass es um objektive und “neutrale” Bewertungen geht?

Da habe ich Standpunkte, die mich die Realität gelehrt hat. Beide von Ihnen angesprochenen Punkte sind von niemandem darstellbar.
Erstens: Eine Bewertung durch Menschen ist niemals neutral, sondern erfolgt nur zu einem bestimmten Zeitpunkt aus der aktuellen Stimmung des Bewerters. Wir möchten den Bewerter dann bewerten lassen, wenn die Beratung aktuell erfolgt ist. Zu diesem Zeitpunkt hat er ein aktuelles Bild von der Beratung, auch ungetrübt von Einflüssen Dritter.
Zweitens: Objektiv können nur die Kriterien einer Bewertung sein. Wenn diese Einzelkriterien aussagen, ob dem Verbraucher die Beratung etwas gebracht hat, also was bei ihm “angekommen” ist, dann kann das ein gutes Indiz für andere Verbraucher sein, genau diesen Berater zu wählen. Diese Kriterien haben wir, da sind wir fest überzeugt. Aber ein Mensch kann nicht rein objektiv bewerten, weil die zwischenmenschlichen Faktoren mitentscheidend sind, wie er die Beratung also empfunden hat.

Multator verhält sich dabei neutral und werkelt weder mit einem Bewertungsalgorithmus in der Gewichtung der abgegebenen Bewertung, noch an der Veröffentlichung einer Bewertung herum.

Wenn allerdings eine Bewertung im Freitext die Regeln guten Anstands verletzt, dann kann der Berater die Löschung beantragen. Das ist genauso, wenn nach Abpfiff Einspruch gegen die Wertung eines Fussballspiels eingelegt wird.

Social Banking 2.0: Wie ist die Idee entstanden?

Bereits seit 6 Jahren arbeite ich an der Umsetzung der Idee des aktiven Datenschutzes für den Verbraucher und dessen Wunsch nach einer guten Beratung, gepaart mit dem Interesse eines Beraters an der effizienten Neukundengewinnung. Der erste Anlauf vor 4 Jahren fand wenig Beachtung, weil noch niemandem das Thema Datenschutz so bewußt und wichtig war, wie es heute der Fall ist. Für den Berater war mir wichtig, dass er ein Modell erhält, mit dem er vor Kontaktaufnahme mit dem Interessenten genügend Anhaltspunkte bekommt, die ihn überzeugen, eine gute Leistung liefern zu können. Das ist auch im Interesse des Verbrauchers, der durch die Akzeptierung einer Terminanfrage schon ein erstes positives Feedback erhält und sich denken kann “Aha, das wird wohl gut”. Ist der Berater überzeugt, dass er dem Interessenten kein guter Ratgeber sein kann, dann kann er die Anfrage ablehnen. Dadurch weiß der Verbraucher auch, dass der Berater so ehrlich war und zugegeben hat, dass er für diese Anfrage nicht der richtige Ansprechpartner war. Auch das sehe ich durchaus positiv für Verbraucher und Berater.

Mir war auch ein weiterer Punkt wichtig, namentlich die Mündigkeit des Verbrauchers zu stärken: Vom Kunden wird heutzutage bei fast jedem Produktkauf, Service-Anruf oder einer erbrachten Dienstleistung eine Bewertung abgefragt, die den Verbraucher Zeit und Aufmerksamkeit kostet. Ich halte es daher für eine logische Konsequenz, wenn wir für die Bewertung zumindest einen kleinen Geldbetrag in Höhe von 10 Euro anbieten, weil wir den Verbraucher und dessen Zeiteinsatz für einen konstruktiven Beitrag für wertvoll halten. Wir wollen mindestens 200 Zeichen freien Text in der Bewertung. Quid pro quo. Genau das habe ich umgesetzt und zwar unabhängig davon, ob eine Bewertung positiv, neutral oder negativ ist. Selbstverständlich kann das Angebot für die Vergütung auch abgelehnt werden, falls moralische Zweifel oder andere Gründe vorliegen. Veröffentlicht wird ausnahmslos jede Bewertung ohne Vorprüfung. Der Verbraucher kann seine Bewertung somit frei abgegeben, außerdem er erhält die Vergütung – wenn er sie haben möchte – nicht vom Berater, sondern von Multator.

Social Banking 2.0: Welche Partner sind noch mit an Bord, was ist geplant?

Multator hat seinen Sitz im schönen Allgäu auf etwa 1000m Höhe. Auf dem Schlitten sitzen mehrere Fachkräfte, die das Projekt aktiv unterstützen. Wir planen einen kontinuierlichen organischen Aufbau.

Social Banking 2.0: Wie sehen die künftigen Aktivitäten aus, wie soll das Portal nach oben “skalieren”, schließlich “kann es im Prinzip nur “einen” geben, sprich ein Player kann den Markt abdecken (wobei auch der Marktführer whofinance noch weit davon entfernt ist)?

Jedes Portal hat seine Berechtigung und seine eigene Methodik, weil Menschen und deren Präferenzen für verschiedene Arten der Ansprache und der Akzeptanz von Bewertungskriterien einfach zu unterschiedlich sind. Den Beratern geht es doch genauso, weil sie sich fragen: Wenn ich mich bewerten lassen will, von wem, nach welchen Kriterien, für wie glaubwürdig halte ich selbst und Dritte die erhaltenen Bewertungen, was können Sie zu meiner Entwicklung beitragen und was darf mich das kosten? Wie sich Verbraucher bzw. unterschiedliche Einkommens- oder Berufsgruppen aber letztendlich entscheiden kann niemand voraussagen. Woran ein Berater sich messen lassen will entscheidet er auch selbst. Ich denke, dass der Markt sich selbst reguliert und entwickelt, so dass alle Portale daran teilnehmen. Ich bin jedenfalls für ein faires Nebeneinander der beteiligten Akteure, weil Berater auch an mehreren Portalen teilnehmen. Das es also „nur einen“ geben kann, sehe ich nicht. Dazu ist die Branche zu vielschichtig.

Social Banking 2.0: Bilden sich hier also gewisse Nischen und neue Marktsegmente, in die Sie etwa mit Multator vorstoßen?

Multator bildet Standardprodukte zur Altersvorsorge, Privater Krankenversicherung, sowie den Versicherungs-Check inklusive Policenankauf ab. Alles was in Richtung spekulativer Anlagen oder Grauer Markt geht, interessiert uns nicht. Wir wollen gar nicht alles anbieten. Wenn die Basisthemen bedient werden und ganz normalen Verbrauchern mit der Nutzung unseres Portals geholfen wird, dann haben wir schon viel erreicht. Unsere Zielgruppe sind “Menschen wie Du und Ich”, also interessierte Verbraucher, die durch die Vielfalt von Anbietern, Tarifen und Optionen, sowie den immer komplexer werdenden Regelwerken Unterstützung bei den sie betreffenden Basisthemen brauchen. Die zweite Zielgruppe ist der grundsolide Finanzberater, der seinen Kundenkreis aufgrund der Nutzung des Internet erweitern möchte. Beiden bieten wir einfache und transparente Rahmenbedingungen, die jeder versteht.

Social Banking 2.0: Wie sind Sie übrigens auf den Namen gekommen?

Multiplikator für Berater und Kalkulator für Verbraucher. Traditionelle Begriffe also. Das ganze einmal durchgemixt ergab Multator. Wenn man es dreimal hintereinander ausspricht, dann hat man es sich gemerkt.

Social Banking 2.0: Löst denn eine Incentivierung mit 10 Euro an den Verbraucher den Zielkonflikt produktiv auf, oder ergeben sich nicht gerade dann neue Unwägbarkeiten, wenn man das direkt vergütet – schwarze Schafe und Tippgeber wird man so wahrscheinlich auch nicht völlig minimieren können, oder?

Wie definiert man Schwarze Schafe? Jeder Berater wird vor Aufnahme bei den Vermittlerregistern der BAFIN oder der IHK geprüft. Seitens der Berater ist erstmal kein schwarzes Schaf ersichtlich.

Bei uns hat Tippgeberei im fest definierten Stil einer Provisionsweitergabe an einen Empfehlungsgeber für die Zuführung eines abschlusswilligen Kunden überhaupt keinen Sinn, denn ein Verbraucher ist aufgrund der Beratung definitiv nicht zum Abschluss eines Vertrages über das gewünschte und beratene Produkt verpflichtet. Außerdem verdienen wir nichts daran, wenn ein Berater mit einem Verbraucher einen Vertrag abschließt. Wir sind unabhängig und neutral. Wenn uns ein Verbraucher oder Berater an andere empfehlen will und gute Erfahrungen weitergeben möchte, dann halte ich das für eine schöne Sache. Über solche Tipps freuen wir uns auch.

Eine direkte Vergütung für eine abgegebene Bewertung findet nur statt, wenn der Verbraucher es tatsächlich will. Er kann das Angebot nach Abgabe der Bewertung genauso gut ablehnen. Ich sehe da keinen nennenswerten Konflikt, da wir gezielt auf diese Möglichkeit hinweisen. Außerdem haben wir die FAIRständniserklärung. Ein Verbraucher gibt zu seiner Terminanfrage die Erklärung ab, dass seine Anfrage ernsthaft ist, dass er und der Ehepartner kein Mitbewerber sind und er sich das Produkt finanziell leisten kann. Der Verbraucher kann nach Akzeptierung einer Terminanfrage nach 90 weiteren Tagen der Wartezeit für dasselbe Produkt eine neue Terminanfrage starten. Die angebotene Vergütung ist auch zu gering, als das der Verbraucher sich dadurch zu einem Vertragsabschluss hinreißen ließe, der ihn im Laufe der Jahre zehntausende von Euro kosten kann. Da sehe ich keine Gefahr, denn das Vergütungsangebot ist eine nette Anerkennung für einen konstruktiven Beitrag zur Webseite, die selbstverständlich auch abgelehnt werden kann. Der Berater kann in seinem Mitgliedsbereich wählen, ob er für Verbraucher zur Verfügung stehen will, wenn diese mehr als 6 akzeptierte Terminanfragen in den letzten 6 Monaten hatten. Damit schützt er sich auch vor Vielfachbewertungen durch die gleichen Mitglieder und erhöht seine Glaubwürdigkeit.

Interview: Lothar Lochmaier

*Arne Bothor – zur Person des Plattformbetreibers: Der 40-jährige Gründer und Inhaber von Multator.de sammelte seine Erfahrungen in der Optimierung von Akquisitionsprozessen sowie dem Coaching von Vertriebsmitarbeitern in verschiedenen Unternehmen. Zuletzt war er als Prokurist tätig.

Lesen Sich auch diesen Betrag:

Trial and Error: Wie erkennt man gute Finanzberater?

Written by lochmaier

Februar 29, 2012 at 8:06 vormittags

Veröffentlicht in Uncategorized

Schattenbanken: Insider packen den Handel an der Wallstreet aus

leave a comment »

Der Insider-Handel im ganz großen Stil war in den letzten beiden Jahrzehnten eher was für das große Hollywood-Kino. Doch es ist mittlerweile (fast) allen klar, dass sie ein Teil eines gut funktionierenden Schattenbanken-Systems sind, dessen gefräßiger Schlund der Allgemeinheit Bärendienste aufbürdet, während die Protagonisten dem “Bullenracing” fröhnen. Ein ungewöhnlicher Werbespot vom FBI lanciert mit Michael Douglas  – alias der skrupellose Börsenhändler Gordon Geeko in dem Blockbuster Wall Street - zeigt, dass die Unterstützungslinie gegen das große Gemauschel in Milliardenhöhe auch in Insiderkreisen wächst.   

Lesetipp: Auf Spiegel online kann man nachlesen, welche Dimensionen dieses informelle Schattenbankensystem im kaum durchschaubaren Beziehungsgeflecht beim Insider-Handel an der Wallstreet mittlerweile einnimmt.

Written by lochmaier

Februar 28, 2012 at 7:55 vormittags

Veröffentlicht in Uncategorized

Banking ohne Banken: Gibt es dafür den richtigen Boardingpass?

leave a comment »

In einem mehrteiligen Gastbeitrag haben sich Florian Semle und Dirk Elsner auf der Plattform PR Blogger mit der Bank der Zukunft befasst. Gibt es die überhaupt? - mögen einige Spötter jetzt einwenden, wo das business as usual vermeintlich weiter dominiert. Das Provisionsmodell beherrscht den Markt ebenso wie die Tendenz, nur lukrative Fondsprodukte für den Massenmarkt anzubieten, die einer genauen Betrachtung mit Blick auf das aktive Management selten dem hohen Anspruch standhalten.
 
Welche Chancen aber haben innovative Modelle tatsächlich, die den Mittelsmann neu definieren? Bleiben sie eine Randerscheinung oder erreichen sie irgendwann die Mitte der  Gesellschaft? Gibt es beispielsweise bald eine Art von Google-Bank, wie ein interessanter Beitrag auf dem Bank Blog dieser Frage genauer nachgeht.
 
Oder anders herum gefragt: Werden soziale Netzwerke auch die finanziellen Verhaltensweisen der Anleger neu justieren, so dass Banken am Ende nachziehen müssen, um nicht auf der Rücksitzbank in der dann anders verteilten Wertschöpfungskette zu landen. Kommt also sowas wie die virtuelle Facebook-Währung und -Filiale?
 
Vielleicht sollten wir uns eine gewisse Bodenhaftung bewahren. Keiner ist das Orakel von Delphi. Der Beitrag von Florian Semle und Dirk Elsner via PR Blogger liefert zumindest eine gute Zusammenfassung anhand von vier Thesen, denen ich nur zustimmen kann:
 
1.  Die Machtverlagerung von der Bank zum Kunden
2. Technik als (man könnte hier ergänzen als fairer und so gesehen “sozialer”) Service
3. Kollektives Finanzwissen
4. Der Kunde als aktiver Teil des Wertschöpfungsprozesses
 
Quelle: pr-blogger.de
 
Was geht hier ab? Der Reihe nach: Kaum einer, der das Internet und dessen neue Spielregeln wirklich kennt, möchte die oben genannten Punkte bestreiten. Warum aber vollzieht sich die Innovation in der Finanzwelt trotzdem so schleppend?
 
Nähern wir uns der virtuell ausgedruckten Bordkarte zur Killerapp in der Bank 2.0 langsam: Weil sich viele aktuelle Geschehnisse mit Blick auf die Mitte der Banken langsam und nach innen abspielen. Der Dialog mit neuen Stakeholdern wird nicht offen geführt, offenbar befürchtet man, dass die eigene Produktphilosophie ins Erodieren kommen könnte.
 
Angesichts der existenten Zielkonflikte zwischen Kunde und Bank ist dies freilich nachvollziehbar. Wehret den Anfängen, wenn das Provisions getriebene Vertriebsmodell ins Wanken käme. Untermauert wird diese Einschätzung auch dadurch, dass die Banken stärker als früher auf  margenträchige “Hausprodukte” setzen, wie soll da der offene Dialog via Social Media gelingen, wo dort die Nutzer mit am Regiepult sitzen, jenseits von substanzlosen Produktinfoblättern und hübsch ausschauenden Kundenbeiräten.
 
Hier wird noch mancher Stein den Berg heraufrollen, und mancher Prophet im eigenen Land auf Granit beißen, bis die Philosophie “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold” ein Auslaufmodell darstellt. Aber das Internet ist in der Lage, hier nicht nur als Korrektiv in Richtung mehr “Kundenorientierung” zu fungieren, sondern auch neue Geschäftsmodelle von der Basis her zu kreieren, die die “Top Downs” dieser Welt zum Nachdenken anregen.
 
Ich für meinen Teil freue mich dazu im Frühjahr auf zahlreiche spannende Diskussionen vor und hinter den Kulissen. Sprechen und diskutieren werde ich etwa am 15. Mai auf dem Retail Banking Forum in Wien - dort nach einem Vortrag steht in einem Roundtable das provokante Thema an: Banking ohne Banken? 
 
Bezeichnend ist auch die Aufgeschlossenheit von jüngeren Bankern, sich mit neuen Ausbildungsinhalten jenseits des “Mainstreams” zu befassen, was meiner Einschätzung nach allerdings im Ausland zumindest vordergründig betrachtet etwas engagierter gelingt als hier. Aber irgendwann erreicht jeder Innovationszug uns.  
 
So bin ich etwa im Frühsommer in Sofia unterwegs, und zwar hier: 1st Annual summit ~ Sustainable Banking & Social Entrepreneurship ~ 08 June 2012, Sofia (Bulgaria), mit einem Vortrag zum Thema: Social Banking 2.0 – the future of finance?   
 
Kommen wir nun zur Frage, ob und in welcher Form es überhaupt einen technisch-ökonomisch-sozialen Boardingpass für das Banking ohne Banken geben kann. Dazu ein Lesetipp: Die aktuelle Ausgabe Nr. 27 der Fachzeitschrift T3N verfolgt das Schwerpunktthema “Future Cash”. Darin beleuchte ich neben anderen Autoren das Thema: Wie viel Social Media braucht und verträgt die Bank? Das Heft erscheint am 29. Februar im Handel. Mehr Infos auf den Onlineseiten von T3N. Ein paar Schnupperzeilen meines Beitrags “Offene Banken” finden sich hier.
 
Fazit: Wie komplex die Frage zu beantworten ist, ob und bei wem man den Boardingpass in die neue Bankenwelt käuflich erwerben kann, möchte ich mit einem vielschichtigen Querverweis statt mit fertigen Patentrezepten veranschaulichen. 
 
Auf dem Weblog Berliner Gazette findet sich ein Buchauszug meines Romans Schattenbanken, er zeigt jenseits von Klischees, Rechtfertigungen, aber auch von plumpem Bankenbashing die Mechanismen auf, die sich in unserer Gesellschaft und Wirtschaft derzeit abspielen. Das Ganze ist künstlerisch ansprechend mit Fotos des in New York lebenden japanischen Fotographen Noritoshi Hirakawa aufgemacht. 
 
Wer die Gratwanderung unternehmen möchte, die bunte Welt zwischen den Licht- und Schattenbanken zu erkunden, der kann außerdem ein Interview mit dem Autor auf dem Bank Blog nachlesen. 
 
Und heute hat die Fachzeitschrift t3N (02.03., 11.53 h) noch eine kleine  Promo-Aktion gestartet, bei der es drei Gewinner gibt: 1. Preis: ein t3n Jahresabo 2.+3. Preis: Je eine aktuelle Ausgabe des t3n Magazins. Rasch bei mir melden, info(at)wellenenergie.de.
 
Und so sieht das Titelbild zum “Geld der Zukunft” bei T3N aus:
 
 
t3n27 future cash

Written by lochmaier

Februar 27, 2012 at 8:11 vormittags

Veröffentlicht in Uncategorized

Gastbeitrag: Crowdfunding – Königsweg der Frühphasenfinanzierung?

with 15 comments

Dass Crowdfunding “boomt”, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass auf der Plattform kickstarter.com jetzt bereits zwei, nein sogar dreimal die Millionenmarke überschritten wurde. Mein letzter Beitrag über Seedmatch bestätigt diesen Trend auch auf eindrucksvolle Art und Weise für Deutschland.

Dennoch stellen sich Fragen zur Skalierbarkeit und der wirtschaftlichen Gesamtrechnung des Modells. Schließlich bleibt das Gros neuer Ideen weiterhin unfinanziert, was angesichts des Hypes ums Crowdfunding gelegentlich übersehen wird. Anders gefragt: Wie schaffen es die Betreiber, einen “ROI” (Return-on-Invest)  bzw. einen tragbaren “Business Case” zu generieren. Das sind zugegebenermaßen schwierige Fragen.

Jeden Tag klopfen bei Plattformen wie Seedmatch oder Innovestment ein paar Startups an, die Betreiber selektieren die attraktiven Unternehmen aus der Frühphase, was aber die Masse verkleinert, wenn die Betreiber sich überwiegend auf die “Rosinen” fokussieren. Das ist gar nicht einmal negativ gemeint, sondern die Voraussetzung für eine verlässliche Wachstumsstrategie, von der alle Stakeholder, pardon,  Interesseneigner, gleichermaßen profitieren. 

Immer alle in das gleiche Boot zu kriegen, das wiederum kann die Gesamtbilanz schmälern bzw. die Zielgruppe stark begrenzen. Hinzu kommen unter Umständen hohe Initial- und Fixkosten, manuelle Prozesse lassen sich nur schwer automatisieren, auch die Volumina sind je nach Land durch regulatorische Bedingungen in der Regel begrenzt.

Jedoch hat die Schweiz gezeigt, dass man auch dort beginnen kann, wo andere aufhören, nämlich im Millionenbereich – also mit Einstiegsinvests der privaten Investoren ab dem vierstelligen Bereich. In der Regel erfolgen diese Crowd Investments allerdings gemeinsam mit weiteren Partnern. 

Es bilden sich also unterschiedliche Klassen, Zielgruppen und Marktsegmente beim Crowdfunding und -investing. So hat Innovestment kürzlich stille Beteiligungen gestartet und Seedmatch hat die spezifische Gruppe der Existenzgründerinnen entdeckt.  [Dazu ein Nachtrag um 17.00 Uhr: Das heutige Live-Crowdfunding der weiblichen Gründeridee von @TeamSugarShape wurde bereits vollständig finanziert in 46 Minuten – der schnellste Schwarm der Internetwelt.]

Bevor jetzt dem einen oder anderen schwindlig wird, weitere Kooperationen werden folgen (müssen), um die Wertschöpfungskette vertikal wie horizontal zu erweitern. Denn eine größere Spekulationsblase könnte der junge Markt noch nicht wirklich verkraften.

All dies sind spannende Fragestellungen, die nun in einem Gastartikel auf Social Banking 2.0 von einem Branchenkenner genauer unter die Lupe genommen werden sollen. Bühne frei: 

Miteinander unterschiedlicher Investoren-Typen: Der Königsweg der Frühphasenfinanzierung?

von Steffen Wagner*

Wer sich im Zuge vieler Meldungen über erfolgreiche Crowdfunding-Projekte zum ersten Mal mit der Finanzierung von Jungunternehmen auseinandersetzt, wird schnell merken, dass sich dem interessierten Investor ein grosses Problem auftut: Die Due Diligence, also Prüfung des Investitionsangebots, ist nicht nur schwierig sondern erfordert selbst von Profis einen hohen Zeitaufwand. Zusätzlich braucht es aufgrund der technischen Abwicklung und finanziellen Komplexität einer Venture-Capital-Transaktion unterschiedlichstes Know-How, vielfältige Perspektiven und vor allem auch praktische Erfahrung. All dies ist für die wenigsten Privatinvestoren zu stemmen.

So kommt es zur aktuell gängigen Einschätzung: Das sogenannte „Crowdfunding“ ist nur für die Gründungsfinanzierung („seed stage“) sinnvoll, da hier mangels Daten nur eine geringe Prüfung nötig und auch möglich ist. Dieses hohe Risiko wird durch den niedrigen Kapitalbedarf und niedrige Investitionssummen aufgewogen. Selbstverständlich sind solche Start-Finanzierungen für Jungunternehmen sehr wertvoll, ehrlich betrachtet handelt es sich aber aus Investoren-Sicht bei Summen von wenigen hundert Euro schlichtweg um Spielgeld.

Ganz am anderen Ende des Venture-Capital-Spektrums stehen die grossen Fonds und Banken. Sie engagieren sich in späteren Stadien der Unternehmensfinanzierung („later stage“), in denen es in der Regel um Summen von mehreren Millionen geht, zeitlich oft schon mehrere Jahre nach der Unternehmensgründung.

Hier wirken nicht nur die grossen Investitionssummen abschreckend auf Privatinvestoren: die Masse an zu untersuchenden Unternehmensdaten macht zudem eine Beurteilung durch Finanzprofis und Industrieexperten beinahe zwingend notwendig. Auch für den Unternehmer steht ab einer gewissen Unternehmensbewertung die Aufnahme von „Kleinvieh“ nicht mehr in Relation zum Aufwand der Investorenbetreuung.

Zwischen diesen beiden Extremen bleibt die sogenannte Frühphasenfinanzierung („early stage“) auf der Strecke. Schon zu komplex für Privatinvestoren aber aufgrund des Finanzierungsbedarfs typischerweise von 300’000 € bis 2 Millionen € für grosse Fonds und Banken nicht interessant, stehen Unternehmer in Deutschland und der Schweiz hier vor grossen Herausforderungen.

Dazu kommt die paradoxe Situation, dass gerade im Privatbereich bedeutende Vermögen existieren und das Interesse an „anfassbaren“ und verständlichen Investments groß ist – gerade dann, wenn die kapitalsuchenden Unternehmen ihre Feuertaufe bereits bestanden haben, also zumindest einen ersten „Proof of concept“ vorweisen können.

Die Lösung ist geradezu offensichtlich: Die Kombination der beiden Welten, also ein Miteinander von privaten und institutionellen Investoren, hat das Potenzial die bestehende Finanzierungslücke in der Frühphase zu schließen. Kleinanleger können so von der professionellen Due Diligence und Erfahrung der Profis profitieren und diese wiederum können ihre Investitionsentscheide marktgerecht abstützen. Sie beteiligen sich in der Regel in dieser Phase nur, wenn andere mitmachen (insbesondere wenn wie bei manchen Banken oder Förderfonds ein politischer Auftrag die Aktivitäten begründet) und sie erhalten dafür Multiperspektivität (Crowdfunding zieht relevante Experten aus einem grossen Pool an) sowie den in dieser Phase entscheidenden „Social Proof“, eine Einschätzung über die Fähigkeiten des Gründerteams und die Belastbarkeit des Geschäftsmodells.

Konsequent praktiziert wird dies von der Finanzierungsplattform investiere (www.investiere.ch), vom Fraunhofer-Institut vor dem Hintergrund der oben gemachten Ausführungen als „Hybrid“ eingestuft[1]. Ziel jeder Finanzierungsrunde über investiere ist die Kombination von Neulingen im Markt mit erfahrenen Profis – die Auswahlprozesse und vertragliche Koordination basieren jedoch stets auf der langjährigen Erfahrung klassischer Venture-Capital-Investoren. Und bis jetzt sehen die Ergebnisse vielversprechend aus: In bereits acht Finanzierungsrunden unterschiedlicher Grössen und Branchen investierten Privatleute mal zusammen mit traditionellen Business-Angel-Klubs (Beispiel: das Nanotech-Start-up Attolight wurde gemeinsam mit dem StartAngels-Netzwerk finanziert), mal mit Banken (Beispiel: Smartphone-App-Entwickler Uepaa, der die Zürcher Kantonalbank als Lead Investor gewinnen konnte) oder aber mit Venture-Capital-Fonds (Beispiel: das Start-up Fontself, an dem auch Index Ventures beteiligt ist).

Aus dieser Erfahrung bestätigt sich, dass private Investoren Profi-Investoren insbesondere als Garant für Stabilität und Liquidität auch nach einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde schätzen. Für die Profis bestätigt sich in der Praxis, dass eine breite Abstützung des Investitionsentscheides der typischen Unsicherheit bedeutend entgegenwirkt und die „kleinen“ Investoren mit ihrem privaten Netzwerk dem Unternehmen entscheidende Markteintrittsvorteile verschaffen können.

Mit einer Kombination der Kräfte auf dem Venture-Capital-Markt wird erstmals ein nicht-staatlicher Weg aus der Finanzierungs-Klemme wachsender Jungunternehmen deutlich: Nicht nur bekommen private Investoren die Gelegenheit, sich mit relevanten Anteilen an vielversprechenden Unternehmen zu beteiligen – auch klassische Investoren und sogar Banken könnten sich verstärkt in die frühe Finanzierungsphase einbringen.

Beides sind gute Nachrichten für das Innovationspotential der Gesamtwirtschaft. Während dieser Königsweg in der Schweiz bereits möglich ist, müssten in Deutschland und der EU zunächst regulatorische Hürden aus dem Weg geräumt werden. Dort ist die Einbindung einer breiteren Privatinvestorenschaft aufgrund des gesetzlichen Maximalbetrags von 100’000 Euro pro Finanzierungsrunde auf die Gründungsfinanzierung eingeschränkt.

* Hinweis: Der Autor ist Managing Partner und Mitgründer der Finanzierungsplattform investiere.


[1] Hemer, Joachim et al. (2011): “Crowdfunding und andere Formen informeller Mikrofinanzierung in der Projekt- und Innovationsfinanzierung”, ISI Schriftenreihe “Innovationspotenziale” des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Fraunhofer Verlag,Stuttgart, S. 61f.

Written by lochmaier

Februar 23, 2012 at 8:09 vormittags

Veröffentlicht in Uncategorized

Umweltbank: Top-Erfolgszahlen, aber kein Social Media und falsche Werbeversprechen?

with 3 comments

Bis dato hat dieses Weblog sich noch nicht explizit mit der Umweltbank befasst, die neben der GLS Bank sicherlich zu den erfolgreichsten Vorreitern unter den deutschen Ökobanken gehört. Den erfolgreichen Bilanzen auf der Habenseite der letzten Jahre mit zweistelligen Zuwachsraten in Kundenzahl und Geldvolumina stehen aber auch kritische Punkte gegenüber.

Neben der Finanzierung von Solartechnologien steht vor allem das ökologische Bauen im Vordergrund. Längst ist das auf nachhaltige Geldanlagen spezialisierte Institut in den Mainstream vorgedrungen. So kann man via BILD studieren, wie die Nürnberger im 15. Jubiläumsjahr erneut kräftig gewachsen sind. Aber es gibt auch Kritikpunkte, die bislang jedoch eher marginal ausfielen.

So nutzt die Umweltbank beispielsweise im Gegensatz zu der sehr aktiven GLS Bank gar kein Social Media, um mit den Kunden zu kommunizieren. Im Gespräch mit Social Banking 2.0 begründet ein Unternehmenssprecher diese Haltung einerseits mit einem Mangel an personellen Kapazitäten, aber auch mit der geringen Notwendigkeit. “Wir erreichen unsere Kernzielgruppen auch ohne Social Media”, so die Aussage der Umweltbank am Telefon.

Kurzum: Auch in Zukunft ist keine Präsenz in den sozialen Medien angedacht. Etwas schwerer als die nicht vorhandene Öffnung in Richtung neuer Zielgruppen via Social Media wiegt aber ein anderer Vorwurf, durch den die Umweltbank neuerdings wegen irreführender Angaben in Werbeprospekten zu Windparkprojekten ins Visier von Verbraucherschützern gerät, berichtet jedenfalls die Stiftung Warentest.

Und das sind die konkreten Vorwürfe:  

Viele Anleger sind von der Umweltbank enttäuscht. Die Bank habe ihnen mit falschen Werbeaussagen riskante Beteiligungen an Wandparks angedreht und langjährige Investitionen in Windparks als sichere Altersvorsorge empfohlen. Später, als die Erträge ausblieben, habe sie ihre fehlerhaften Angaben und die Sicherheitseinschätzung für die Windfonds deutlich nach unten korrigiert.

Quelle: test.de

Was ist nun dran an den Vorwürfen, werden hier Äpfel mit Birnen vermengt, wie ein Leserkommentar kritisch zur Berichterstattung der Stiftung Warentest anmerkt? Gegenüber Social Banking 2.0 räumt die Umweltbank zwar gewisse Mängel in den früher aufgelegten Prospekten ein, sieht jedoch den Vorwurf der Verbraucherschützer, es drohe bei dieser Anlagevariante der “Totalverlust des eingesetzten Kapitals” als unbegründet an – vor allem, weil die Windprojekte ja physisch vorhanden seien, also ein materieller Gegenwert.   

Mir geht es auch in diesem Fall darum, den konstruktiv-kritischen Dialog auch in Richtung Umweltbank zu eröffnen, und zwar jenseits von Banken-Bashing, aber auch der gelentlich zu beobachtenden Tendenz, das Geschäftsgebaren von Ökobanken gegenüber dem Mainstream etwas idealistisch zu überhöhen.

Also: Was meinen die Leser, zu folgenden Fragen:

- Warum verzichtet die Umweltbank ganz auf Social Media?

- Ist das gar nicht notwendig, um als nachhaltiges Finanzinstitut erfolgreich zu sein, oder vergibt man hier Chancen?

- Und: Wie sehen die Leser die angeblich “falschen Werbeversprechen” der Umweltbank, richtig oder unwahre Behauptungen (bitte mit präziser Begründung, dabei jedoch immer sachlich und fair bleiben)?

Ich freue mich über jeden aussagekräftigen Kommentar. Bitte aber keine reinen Werbeeinträge zu der einen oder anderen alternativen Bank, das wäre etwas durchsichtig, sondern eine sachliche Auseinandersetzung rund um Chancen und Grenzen in der “Umweltbank 2.0″ im Auge behalten.

Written by lochmaier

Februar 21, 2012 at 3:01 nachmittags

Veröffentlicht in Uncategorized

Wie viel “Umsonst-und-Kostenlos-Mentalität” verträgt ein Blogger?

with 25 comments

Vor kurzem erreichte mich folgender Leserkommentar: Geht’s eigentlich in Ihrem Blog nur noch um die Vermarktung Ihrer Bücher??? Wir in der Schweiz sagen dem salop: Eigenlob stinkt Sorry! – Nachdem ich solche Kommentare in der Regel aufgrund niedriger Qualität ignoriere, haben sie mich heute zu einem Blogeintrag inspiriert.

Zunächst einmal habe ich dem Kommentar der obigen Zeilen folgendes zurück geantwortet:

Sehr geehrter Herr xy,

vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich freigeschaltet habe. Er ist inhaltlich jedoch reichlich deplatziert. Erstens: Es steckt jede Menge unbezahlter kreativer Arbeit hinter den Büchern, von der nun auch die Leser profitieren, wenn sie sich dafür interessieren. Wollen Sie mir nun vorwerfen, dass ich dafür überhaupt Geld verlange? Ich bin übrigens Freiberufler. Bekommen Sie kein Gehalt, möchten Sie gar kein Geld verdienen? Zweitens: Ich schreibe weiterhin jede Menge (unbezahlte) Beiträge auf diesem Blog. Drittens: Was nichts kostet, ist nichts wert, wollen Sie dass ich für meine Blogartikel künftig über eine Bezahlschranke Geld verlange, vermute wohl kaum. Alles soll kostenlos und in Topqualität sein, wie diese zustande kommt, das interessiert wohl weniger.

In diesem Sinne, man sollte nicht nur den Preis der Dinge kennen, sondern auch den Wert.

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Lochmaier

Weitere Ergänzungen zu dem spannenden Thema, wie viel “Umsonst-und-Kostenlos-Mentalität ein Blogger verträgt” sind im folgenden meiner individuellen Lebenserfahrung geschuldet, mit der ich vermeintliche “Gutmenschen” und “Möchtegern-Revolutionäre” meist auf den ersten Blick erkenne.

Nicht wenige darunter sind bereits Immobilienbesitzer oder haben größere Guthaben, so dass sie sich ihren revolutionären Pathos “leisten” können, ohne dass es sie etwas “kostet”. Man erkennt sie daran, dass sie aus zweierlei Gründen nicht übers Geld reden:

1. Sie haben bereits genug davon (meistens durch Erbe) und reden deshalb nur über andere Themen

2. Sie kaschieren ihren saturierten Status oftmals durch überzogen weltverbesserische Haltungen. Die “echten” Engagierten heben sich im Gegensatz dadurch hervor, dass sie bereit sind, einen Preis für ihr Tun zu bezahlen (praktisch wie ökonomisch), weil sie eine klare innere Haltung zu den Dingen haben.  

Für mich gibt es zwei “Scheinmotive” (im doppelten Sinne, lol), wie Menschen begründen, dass sie nicht gerne übers Geld reden:

1. Sie haben genug davon, möchten sich aber ein bisschen lässig geben, damit keiner es merkt (Motto: Geld ist nicht alles…)

2. Diejenigen, die keine Aussicht auf etwas mehr Geld haben, um ihren Lebensunterhalt  unabhängiger zu bestreiten, reden ebenfalls nicht gerne darüber. Auch hier gilt das Motiv: Geld ist nicht alles, allerdings unter umgekehrten Vorzeichen, denn persönliche Beziehungen zu anderen Menschen müssen hier den finanziellen Engpass ersetzen oder wenigstens teilweise kompensieren.

Diese Aussage ist jetzt übrigens meinerseits kein politisch inkorrektes Statement, sondern leider eine schmerzliche Tatsache. Was folgt aus meinen Beobachtungen, in diesem Fall als Blogger? 

Meine relevante Leserzielgruppe besteht im Kern aus undogmatischen Modernen, die wissen, welche gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung das Geld besitzt. Oder anders ausgedrückt: Geld macht nicht (automatisch) glücklich, sondern “nur” unabhängig!

Für mich folgt daraus, ich biete meine Beiträge gerne kostenlos an, solange ich mit innerer Begeisterung und Leidenschaft bei der Sache bin.  Ich verzichte sowohl auf  Werbung als auch auf bezahlte Gastbeiträge, weil sie mich abhängiger von externen Interessen machen würden, obwohl ich immer wieder dementsprechende Angebote erhalte. Bei Gastbeiträgen kommt es ausschließlich auf den Inhalt an. Jeder kann im Prinzip auf meinem Blog, der ein offenes Forum darstellen soll, etwas veröffentlichen.

Auf der anderen Seite bin ich natürlich mindestens auf geistigen Rückenwind seitens der Leser-Community angewiesen, sonst ginge mir immer wieder die Puste aus. Das ist glücklicherweise noch nicht der Fall.

Jene Mitmenschen aber, die den Preis, aber nicht den Wert der Dinge kennen (z.B. meiner Bücher), sind für mich nicht die geeigneten Sparringspartner. Auf diese Form der “not so sophisticated crowd” verzichte ich deshalb gerne. Hier bleibt nur anzuraten: Der nächste Mausklick ist nicht weit weg.

Ausblick – was lernen wir daraus? Es gibt einige Blogger unter den Finanz- und Wirtschaftsblogs, die nur allzu gerne ein funktionierendes Bezahlmodell auf die Beine stellen würden. Warum nicht? Was nichts kostet, ist nach Lesart unseres modernen Wirtschaftsmodells auch nicht viel wert. Wieso also soll Eigenlob “stinken”, wenn man mit Mut und Begeisterung neue Wege geht und mit interessanten Inhalten andere – auch gegen eine finanzielle “Entschädigung” – begeistern kann.

Das wäre dann neudeutsch ausgedrückt eine “win-win-Situation”. Natürlich kann ein für seine Arbeit vernünftig entlohnter Blogger in der Regel nur durch exklusives Wissen punkten – zum Beispiel über den Verlauf von Aktienkursen, egal ob diese Prognosen dann später zutreffen oder nicht. Nein, diese Aussage stimmt jetzt nicht ganz, denn jeder Blogger sieht sich wie der Chef einer kleinen Firma mit seinen Mitarbeitern oder in diesem Fall den Lesern auf Augenhöhe konfrontiert und muss für seine Aussagen “gerade stehen”. Das diszipliniert ungemein, es ist die Schule des Lebens. 

Das Börsenmetier, obwohl mir alles andere als fremd, es ist nun gerade nicht der Gegenstand meiner Berichterstattung.  Auf diesen Seiten steht die Auseinandersetzung mit der Bank der Zukunft im Vordergrund, bei der mündige Anleger mit am Regiepult sitzen. Eine ziemlich unwichtige Sache, finden Sie nicht auch?  Und genau deshalb werde ich auch weiterhin meine Blogeinträge umsonst und kostenlos veröffentlichen.

Dazu gehören übrigens auch die Einträge zu meinen beiden jüngst erschienenen Büchern, die gespickt mit zahlreichen “kostenlosen” Leseproben sind, und die die Früchte jahrelanger harter Arbeit darstellen. Wer dann das jeweilige Buch käuflich erwerben möchte, der versteht den kleinen aber feinen Unterschied zwischen den Zeilen zwischen Wert und Preisbildung.

Für all diejenigen, die sich jedoch öffentlich nur allzu gerne damit schmücken, sie würden nur kostenlos, ehrenamtlich und absolut 100-prozentig umweltverträglich ihr Geld verdienen – und denen man gerade deshalb genauer in ihre internen Geldflüsse und künftig noch zu erwartenden “Zuschüsse” hineinblicken sollte - denen empfehle ich das folgende Zitat aus dem Buch der Finanzsoziologin Anke Wahl Die Sprache des Geldes  (S. 102) zum Nachdenken:

Die Lebensstile der Besitzenden und Gebildeten verraten – obwohl gerade Letztere gerne das Gegenteil behaupten und das Geld oft als kalt, hart und herzlos kritisieren, dass sie Geldvermögen besitzen und durchaus (auch) bereit dazu sind, es so einzusetzen, dass es seine kalte, harte und herzlose Seite zeigt.

Aufschlussreiche Kommentare zu dieser Thematik auch aus Sicht der Finanz- und Wirtschaftsblogger sind gerne willkommen.

Written by lochmaier

Februar 19, 2012 at 3:42 nachmittags

Veröffentlicht in Uncategorized

Yavalu: Neue killerapp aus der indexierten Finanzwelt 2.0?

with 3 comments

Vor fast einem Jahr habe ich das Startup Yavalu auf diesem Weblog bereits beleuchtet: Hype oder Chance: Exchange Traded Funds (ETF) goes Web 2.0. Seit gestern nun gibt es auf iTunes die neue kleine  Yavalu-Killerapp. Mehr Aktuelles über das Unternehmen kann man auch auf den Seiten des yavalu Innovationslabors erfahren.  Deshalb spare ich mir auf diesem Weblog eine weitere Einführung.

Im Interview erteilt Geschäftsführer Matthias Lamberti nun Auskunft, ob es für den Finanzbereich doch einige bahn brechende Innovationen gibt, oder ob zumindest die Aussicht besteht, dass es sie geben wird. Herr Lamberti ist übrigens nicht verwandt mit einem gleichnamigen Manager der Deutschen Bank. Aber was nicht ist …  

Social Banking 2.0: Welches sind die unternehmerischen Ziele von yavalu?

yavalu wird die unabhängige Anwendung erfolgreicher Geldanlagen für Jedermann. yavalu wird von Erstanlegern und Bank-frustrierten (noch –loyalen) als die erste Wahl für Geldanlagen angesehen.

Social Banking 2.0: Welches Alleinstellungsmerkmal gibt es am mittlerweile reichlich unübersichtlichen Markt für ETF’s?

Genau dies: Transparenz und Klarheit im ETF Markt zu schaffen – das ist das Alleinstellungsmerkmal von yavalu. Als erste Anwendung seiner Art, unterstützt yavalu den Endverbraucher beim Aussuchen und Managen von ETFs und nutzt dazu modernste Technologien und Schnittstellen.

Social Banking 2.0: Wie ist die Roadmap seit der Gründung in diesem Jahr verlaufen (dazu bitte auch konkrete Zahlen zu Transaktionen, Community-Building etc, sofern möglich und gewünscht)?

Aktuell möchten wir keine Performance Zahlen bekannt geben. Aber nur soviel: Den Business Plan für 2011 hatten wir im Oktober erfüllt. Und somit werden wir den Plan für 2012 weiter erhöhen.

Social Banking 2.0: Wie sehen die bisherigen Erfahrungen der Nutzer aus?

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage wurde klar: Egal, ob Anlageexperten oder Newbies – die Kunden schätzen den einfachen Aufbau der Seite bzw. der App und die intuitive Benutzerführung. Hinzu kommt, dass unsere Kunden das transparente Preismodell als gut befinden. Zum Hintergrund: yavalu verlangt in der Premium-Version eine monatliche Gebühr von nur €5,95 pro Monat und keinerlei Provisionen. Somit behält sich yavalu seine Unabhängigkeit in dem Auswahlprozess der Fonds, was im klaren Gegensatz steht zu dem, wie Banken mit ihren Kunden umgehen. Die Bereiche Einfachheit, Transparenz und Unabhängigkeit werden wir auch weiter als wichtige Mehrwerte für die Kunden herausarbeiten.

Es gibt aber auch noch viel zu tun. Um zum Beispiel unsere Kunden noch zufriedener zu stellen, werden wir in Zukunft detailliert erklären, wie die Anlagevorschläge von yavalu zustande kommen. Damit bieten wir noch mehr Transparenz und Klarheit, sodass die Kunden rundum informiert sind. Unser yavalu Lab (http://www.yavalu.com/lab/de/category/hintergrund/) ist hier ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.

Social Banking 2.0: Welche Rolle spielt Social Media bei der Verbreitung und Akzeptanz von yavalu, oder läuft das eher über andere Empfehlungskanäle?

Social Media – und damit vor allem Facebook und Twitter – ist ein  wichtiger Marketing-Kanal, den wir noch viel stärker und intensiver nutzen werden. Viel wichtiger sind allerdings persönliche Weiterempfehlung. Daher steht bei uns die Kundenzufriedenheit an erster Stelle.

Social Banking 2.0: Wie stehen Sie zu der These, dass ETFs zwar graduell eine Verbesserung in der Kosteneffizienz von Finanzprodukten bringt, jedoch durch zahlreiche Trittbrettfahrer die Markttransparenz erheblich verwässert wird?

Wir sind davon überzeugt, dass der Markt dies regeln wird. Neue ETFs, die ganz spezielle Indizes abbilden, werden Ihre eigene Nische finden, jedoch auch Nischenanbieter bleiben. Auf der anderen Seite werden neue ETFs, die bewährte Indizes abbilden, nur mit Performance groß werden können; d. h. sie müssen eine akkuratere Abbildung erreichen und das zu geringeren Kosten. Die ETFs sind eng an diese Marktkräfte gebunden, so dass sich schwarze Schafe andere Spielwiesen suchen müssen.

Social Banking 2.0: Auf welche(n) Anbieter setzen Sie bei Ihrer Kooperationsstrategie?

Bei yavalu gibt es eine Vorauswahl an ETFs. Diese Vorauswahl beruht auf einem unabhängigen und systematischen Auswahlprozess. (Hier stellen wir unseren Auswahlprozess Schritt für Schritt vor: http://www.yavalu.com/lab/de/etf/der-optimale-etf-auswahlprozess/)Anders als bei vielen anderen Beratern agiert yavalu losgelöst von Provisionsmodellen. Daher arbeitet yavalu mit allen  ETF-Anbietern zusammen.

Da Kunden auf Knopfdruck die ETFs bei Ihrer Online-Hausbank kaufen, ist für yavalu wichtig, möglichst viele der deutschen Online Banken mit anzubinden.

yavalu ist auch mit anderen Next-Finance Unternehmen gut vernetzt. Aus diesen Verbindungen ergeben sich neue Inspirationen und Kooperationen, um den Kunden ein umfassenderes Angebot zu bieten.

Social Banking 2.0: Sollte der Staat, Finanzaufsicht bzw. die Politik hier mit konkreten Regelungen eingreifen, oder ist es besser, man überlässt die Selbstregulierung dem “Markt”?

Da niemand alle Eventualitäten überblicken kann, ist die Selbstregulierung des Marktes die gesündeste Anpassung. Dazu gehört jedoch auch, dass der Staat nicht um jeden Preis das überholte Prinzip der Banken zu retten versucht. Natürlich ist die Stabilität der globalen Wirtschaft wichtig und hierbei hängt viel von den Banken ab. Es ist jedoch die Zeit für alternative Geschäftsmodelle und „Finanz-Killerapps“ gekommen, die, wie yavalu auch, eine stark wachsende Kundengruppe ansprechen und die Finanzwelt stärker demokratisieren.

Social Banking 2.0: Wozu raten Sie, wie kann ein Kunde den passenden Anbieter und das passende Produkt finden, welches ist die beste Vorgehensweise?

Ganz klar: Für die systematische Auswahl von ETFs ist yavalu die beste Quelle. Für Anleger, die keine Zeit haben, sich mit allen ETF-Anbietern zu beschäftigen und dann noch den für ihre Anlagebedürfnisse richtigen ETF auszuwählen, bietet yavalu eine Lösung, die auf drei Fundamenten gebaut ist:

-         Ein strukturierter Online-Fragenkatalog zur Ermittlung der eigenen Anlagestrategie.

-         Eine Vorauswahl an ETFs, um hauptsächlich substanzielle ETFs im Auswahlpool zu berücksichtigen anhand einer unabhängigen Auswahlsystematik: Keine direkten oder indirekten Provisionsvereinbarungen mit ETF-Anbietern.

-         Die Freiheit für den Kunden, seine ETF Auswahl noch weiter zu verfeinern und seine eigene Meinung abzubilden.

Und eine persönliche Bilanz: Was hat sich bei Ihnen verändert, seitdem Sie yavalu gegründet haben?

Wir bewegen einen Wandel in Deutschland, der längst überfällig ist. Bis zur Gründung von yavalu fühlte ich mich wie  ein Rädchen in einem Uhrwerk, das nur mitlaufen muss. Da ich jedoch von einem nahen Wandel im Finanzmarkt überzeugt bin, freue ich mich jeden Tag, diesen Bereich aktiv mitgestalten zu können.

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Lothar Lochmaier

Hinweis zur neuen App (iTunes) von Yavalu im Appstore, so sieht das Outfit optisch aus:

iPhone Screenshot 2

iPhone Screenshot 1

Written by lochmaier

Februar 17, 2012 at 9:01 vormittags

Veröffentlicht in Uncategorized

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 136 Followern an