Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Archive for November 2010

Das Wikileaks-Prinzip: Chaos oder erste Schritte in die liquide Finanzdemokratie?

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Wikileaks-Gründer Julian Assange hat angekündigt, als nächstes ein Paket von Dateien aus einer Großbank zu veröffentlichen, berichtet Handelsblatt Finance. Dabei gehe es um Zehntausende interner Dokumente der Finanzinstitution. Er verspricht Einblick in die heikelsten Geheimnisse des Geldinstitus.

Die Offenlegung des Materials eröffne “wahre und repräsentative Einsichten, wie sich Banken auf der Managementebene verhalten”, sagte Assange weiter. Die Folge dürften “vermutlich Untersuchungen und Reformen sein”. Mehr dazu gibt es via Handelsblatt. Dass soziale Netzwerke jegliche “Firewall”-Funktionen aushebeln, dazu mehr im Forbes-Blog.

Klar ist, die Banken sind das nächste Ziel von Wikileaks, wie sich etwa hier auf CIO.de nachlesen lässt. Wer dieses Weblog regelmäßig liest, der wird darüber wenig überrascht sein. Ich berichte regelmäßig über neue Trends von unten, die das Machtgefüge in der Finanzwirtschaft neu justieren können.

Dazu gehören natürlich auch Aktionen an der geschmacklichen Grenzlinie, die die Menschen tendenziell eher polarisieren, so neben Wikileaks auch bei Stopbanque der Fall, eine Aktion, die am 07.12. über die Bühne gehen soll. Seitdem der umstrittene Fußballspieler Eric Cantona sich dort prominent platziert hat, und dazu aufruft, Geld an diesem Stichtag bei der Bank abzuheben, um Veränderungen im Finanzsystem zu erzwingen, sind die Meinungen darüber noch unterschiedlicher. Räumt das Konto leer, titelte etwa die TAZ gestern.   

Bleiben wir deshalb zunächst jenseits des medialen Hypes um Wikileaks etwas bodenständiger. Die Schlichtungsverhandlungen bei Stuttgart21 sind  – trotz Zusatztitel “Plus” – mehr oder minder erfolglos zu Ende gegangen. Ist die Luft jetzt raus? fragt die Volkszeitung BILD, während etwa die Stuttgarter Nachrichten noch einmal nüchtern die neun Verhandlungstage bilanzieren. Irgendwie werden die Prüfer am Ende das umstrittene Projekt wohl irgendwie mit Haken und Ösen durch den Hauptbahnhof durchwinken.

Nein, das finde ich übrigens nicht, dass die Luft aus dem Reifen komplett raus ist, denn es war ein wichtiger Meilenstein, wie künftig gerade Großprojekte nicht gegen sondern mit den Bürgern gemeinsam weiter entwickelt werden können. Und hier gibt es trotz des Scheiterns eine gute Nachricht zu vermelden.    

Denn das von Schlichter Heiner Geisler geleitete Verfahren setzt eine Art von Blaupause, wie die politische Willensbildung künftig transparenter (mit dem Wort besser warte ich lieber noch) funktionieren könnte, die ich bereits in meinem Beitrag wie man Bürger an Großprojekten beteiligen kann, in ersten Ansätzen skizziert habe. 

Nicht alles wird sich quasi über Nacht ändern, es wird aber auch nicht zum blinden Chaos durch die Basisdemokratie kommen. Stuttgart21 zeigt die Richtung auf, wie es künftig funktionieren wird, Der von oben herunter Ansatz wird durch von unten herauf gesteuerte „Checks and Balances“ ergänzt. Das ist machbar.

Das Netz, von einigen allzu euphorischen Zeitgeistern kurzfristig überhöht, von anderen wiederum in seiner langfristigen Bedeutung unterschätzt, ist somit kein Nebenschauplatz, sondern das virtuelle Amphitheater für diese Aufführungen. Das Internet sei ein Experiment ohne Alternative, sagt Netzwerkforscher Peter Kruse, und zwar in einem Interview in der Tageszeitung Welt. Die wichtigste Botschaft als Auszug:

WELT ONLINE: Re-politisiert das Internet die Welt oder sind viele der Proteste nicht doch eher Happenings?

Kruse: Das Interesse an öffentlichen Belangen ist in der Vergangenheit rückläufig gewesen. Gegenwärtig erleben hier wir eine Trendwende. Die Menschen hatten lange den Eindruck, dass in der Politik Dinge passieren, auf die sie keinen Einfluss mehr haben. Menschen suchen nach mehr Unmittelbarkeit von Wirkung als Wahlperioden ermöglichen. Gegenwärtig erleben wir, dass sich das Interesse besonders im Regionalen und Lokalen neu entfacht. Verwaltungen tun gut daran, sich im Sinne von E-Demokratie zu öffnen. Die Bürger wollen und werden sich mehr einmischen – mit oder gegen den Willen der Institutionen.

WELT ONLINE: Wird die politische Agenda also künftig vom Internet gesetzt?

Kruse: Agenda-Setting war bislang in erster Linie Aufgabe der Massenmedien und des qualitativen Journalismus. Nun scheint sich das tatsächlich zunehmend in die Netze zu verlagern. Dafür ist besonders die explodierende Menge der sich beteiligenden Menschen und die Geschwindigkeit der Bildung von Schwerpunktsetzungen über Resonanzeffekte verantwortlich.

Quelle: welt.de

Dass das Internet als “soziale Waffe” eine zentrale Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft spielt, ist kaum zu übersehen. Allenfalls Menschen, die sowieso immer an allem mäkeln, nehmen das nicht wahr. Auch in Intellektuellen-Kreisen ist das Thema trotz komplizierter Formulierungen angekommen. Philosoph Peter Sloterdijk in einem Spiegel-Essay:

Die meisten heutigen Staaten spekulieren, durch keine Krise belehrt, auf die Passivität der Bürger. Westliche Regierungen wetten darauf, dass ihre Bürger weiter in die Unterhaltung ausweichen werden…

Auch ohne divinatorische Begabung kann man wissen: Dergleichen Spekulationen werden früher oder später zerplatzen, weil keine Regierung der Welt im Zeitalter der digitalen Zivilität vor der Empörung ihrer Bürger in Sicherheit ist. Hat der Zorn seine Arbeit erfolgreich getan, entstehen neue Architekturen der politischen Teilhabe. Die Postdemokratie, die vor der Tür steht, wird warten müssen.

Quelle: spiegel.de

Also: Die Postdemokratie wird warten müssen, dieser letzte Satz lässt natürlich wieder viele Spekulationen zu. Es ist unmöglich abzuschätzen, wie das Netz in zehn Jahren unser Leben verändert haben wird. Aber, dass es passiert, das ist jeden Tag zu bemerken. Wie sich dieser Trend auf die “digitale Finanzdemokratie” auswirken könnte, das beleuchtet ein Beitrag auf Deutschlandradio Kultur:

Politikverdrossenheit war gestern. Das Netz hat neue und sehr einfache Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung geschaffen. Bricht ein Zeitalter der digitalen Basisdemokratie an? Und wie kann politische Teilhabe tatsächlich organisiert werden? Wir sprechen im Schwerpunktinterview mit dem Wissenschaftler Thomas Gebel.

Quelle: dradio.de

Unter diesem Link hier Pimp my democracy anzuhören.

Written by lochmaier

November 30, 2010 at 8:37 vormittags

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The Future of Money: Social Bank Recoding – Provokatives Kunstvideo gegen saturierte Bankmanager

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Gestern habe ich in meinem Praxistex(s) einen Einblick in eine künftig stärker von dezentralen Mechanismen und Nutzerbedürfnissen gesteuerte Finanzwelt gegeben. Es ist, wenn die Leser so wollen, eine kleine Bedienungsanleitung für das Social Bank Coding. Das Werk besteht aus ziemlich vielen ineinander verwobenen Programmierzellen, an denen viele virtuelle Schreiber fortlaufend weiter tüfteln.

Nun kommt quasi der zweite Teil, das Social Bank Recoding. Den Begriff gibt es so noch nicht, aber hiermit ist er gerade als Inspirationsquelle neu erfunden. Früher waren IT-Giganten wie Microsoft  mit Millionen von Programmierzeilen in seinen Bürosoftware-Programmen das Maß aller Dinge? Gibt es ein neues Paradigma aus der objektorientierten Programmiersprache hinein in einen neue Verständniswelt, oder ist diese Parabel zu hoch gegriffen?

Versuchen wir zunächst einen größeren Rahmen um die Welt des finanziellen Crowdsourcings und Crowdfundings herum zu ziehen, um aufzuzeigen, dass es sich um kein Randphänomen handelt. 

Auf der Fachkonferenz Sibos in Amsterdam hielt Venessa Miemis vor einigen Wochen nämlich einen ziemlich spannenden Vortrag, was junge Menschen der Generation um die 30 Jahre von den Banken erwarten. Zumindest jener aufgeklärte Teil der Menschheit, der den Umgang mit dem Geld neu definieren möchte.

In einem Blogpost von ihr lässt sich das ganze Für und Wider über den geringen Veränderungswillen der Banken erspüren, sich künftig mit dem Kunden auf Augenhöhe zu treffen. Es geht hier übrigens nicht darum, ob ich persönlich mit allem übereinstimme, was the “Future of Money” inhaltlich impliziert.

Mein Credo lautet ganz einfach so: Je mehr Menschen sich bewusst mit dem Geld ini seinen Grundfunktionen in Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzen, desto besser. Die Wege zu einer “Finanzdemokratie 2.0″ mögen recht unterschiedlich sein, aber es kann ein gemeinsames, ein verbindendes Ziel geben, mit unterschiedlichen Ausprägungen in der Praxis.  

Genug der grauen Theorie. Lesenswert sind vor allem die unzähligen Leserkommentare unter dem ausführlichen Blogpost von VEnessa einschließlich den Videointerviews, indem sich das leicht akademisch angehauchte “Gen Y” ansatzweise ziemlich konkret erspüren lässt. 

Das Echo in der Blogosphäre aber auch darüber hinaus fiel breit aus, es gab viele wohl meinende Ratschläge von Experten, die der jungen Generation immer wieder gerne den Weg in (ihre) Richtung weisen. Sicherlich wachsen die Bäume für junge Senkrechtstarter am Erfinderhimmel neuer Bankenmodelle a la Peer to Peer Banking nicht gleich in den Himmel.

Mein Kommentar dazu: Die breite Masse soll nicht autonom werden, sie soll weiter, und nicht nur von den Banken so bedient werden wie immer, nämlich mit gehaltloser Massenkonfektionsware, bei der nicht klar werden darf, dass sie eher den Banken und nicht dem Kunden nützt.

Nun aber kommt das große Aber: Bei allem Frust über die Banken sollten wir nicht vergessen, dass sich an den Rändern starke Gegenbewegungen und Alternativen ausbreiten. Diese werden zwar unsere Welt nicht über Nacht auf den Kopf stellen. Aber sie werden dazu führen, dass Banken allmählich einen Schritt auf den Kunden zu machen müssen. Aber der Druck von unten muss erst noch groß genug sein.

Dann aber gilt die Losung: Das “Finanzgen Y” sucht sich trotz hohem Schmerzensgeld künftig einen Arbeitgeber, der das Web 2.0 nicht verbietet oder manipuliert.

Dies gilt zumindest für jene Finanzinstitute, die sich öffnen werden, um in zehn Jahren noch bei der jüngeren Generation zu punkten. Für den Rest empfehle ich, sich aufs Ruhepolster der eigenen Yachten zu legen, und das eigene Geld abseits der “sozialen” Innovationsströme zu genießen.

Nein, was ich damit meine ist, dass nur jüngere Bankmanager von innen heraus neue kreative Ansätze bewirken werden, das wird einige Zeit dauern. Die Arrivierten spielen zweifellos weiterhin business as usual – und sie stärken damit das Potenzial von Massennischenmärkten. Jüngere Bankmanager werden trotz hohem Gehalt bald zu einem Unternehmen wechseln, welches das Web 2.0 nicht verbietet.

Es gibt auch ein ganz reales Kalkül dahinter: Denn die Margen im Private Banking schwinden trotzdem, auch jenseits von Bankenbashing. Und wer nicht nur von der Segelyacht aus nur ins Heckwasser blicken will, sondern künftig über die Frontscheibe nach vorne aufs offene Meer, der wäre gut beraten, die Kunden ernst zu nehmen, ein echtes Marktdifferenzierungspotenzial.

Clear up your mind – Und Social Media ist die zentrale Schaltstelle, um diesen Wandlungsprozess zu bewerkstelligen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mittelfristig könnte daraus sogar eine neue und wache “sozial-kommunikative” Bewegung erwachsen, die den eingeschlagenen Pfad der “Generationengerechtigkeit” mehr als in Frage stellt. Sie wird neue Wege suchen und beschreiten, und das ist auch gut so.

Die Demonstrationen der Studierenden in London vor kurzem waren ein erstes wenngleich noch wenig konsistentes Indiz dafür. Man kann der “Generation 50-plus-Premium” nur empfehlen, nicht nur an die Bankkunden im gleichen Alter zu denken. Aber wie heißt es so schön, erst wenn der Mensch mit dem Kopf gegen die eigene geistige Wand gelaufen ist, fängt er an zu lernen.

Ich werde noch deutlicher:  Die gut gebildete Generation der unter 35-Jährigen wird nicht umhin kommen, die Spielregeln der Platzhirsche – egal aus welcher Ecke – nicht nur in Frage zu stellen, sondern energisch neue Wege zu beschreiten, will sie die legitimen Interessen ihrer Generation gewahrt wissen. Denn die gut ausgebildeten Akademiker sind bereits heute in vielen Ländern die Verlierer der Finanzkrise, durch Entzug von Bildungschancen, den „teuren“ sozialen Aufstieg, und den Wegfall von beruflichen Karrierechancen.

Junge Griechen, Portugiesen, Ungarn, Iren, Briten oder Amerikaner, sie bezahlen heute schon die Zeche der Finanzkrise. Warum sollten Spielregeln für ewig gelten, die Jahrhunderte alt sind? Das Internet ist ein gewaltiges Werkzeug, das Wirtschaft und Gesellschaft neu prägen kann. 

So könnte man sagen: Go Venessa go – don’t let you get down on your knees – es werden noch viel mehr Protagonisten auf den Plan treten, die als kreativer Unruheherd den arrivierten, aber inspirationslos eingeschlafenen Branchenspielern ordentlich einheizen. 

(Un- oder irgendwie auch doch gewollten) Rückenwind gibt es ja immerhin von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann: “Wir (Banken) können in einer parallelen Welt nicht existieren”. No more comments anymore. Es geht hier nicht um globales Bankenbashing, sondern dass Banken ihr Risikomanagement solide beherrschen müssen, um sich in der Mitte der Gesellschaft verortet zu wissen.

Ein aktuelles Update und Interview zur Entstehung und Zielrichtung des Kunstvideos “the fture of money” gibt es via Dossierjournal.com.  Und hier noch ein paar weitere gesammelte Videoeindrücke über die interaktive Gedankenwelt der New Yorkerin Venessa Miemis: 

Und via Twitter kann man sich hier in den kleinen, pardon doch nicht ganz so kleinen Kommunikationsstrom von Venessa einklinken:

http://twitter.com/venessamiemis

Written by lochmaier

November 29, 2010 at 7:53 vormittags

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Praxistex(s)t zum Social Bank Coding: Wie Crowdfunding die Finanzwelt revolutioniert

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Sie finden, die obige Headline “wie Crowdfunding die Finanzwelt revolutioniert” ist zu hoch gegriffen? Kein Problem, dann erkläre ich Ihnen an einem kleinen Beispiel, dass eine schleichende (R)Evolution in der Finanzwelt keine bloße Phantasie darstellt.

Die “Peanuts-Ökonomie” scheint trotz leichtem Sex Appeal von Big Brother weiterhin zu prosperieren, siehe etwa die Crowdfunding-Plattform www.startnext.de  Und genau hier in Berlin traf ich vor kurzem Paul Davis, einen aufstrebenden jungen Modedesigner aus Kanada, der sich in der “Nicht-nur-arm-sondern-auch-sexy-Metropole” nieder gelassen hat.  

Mehr über Paul finden Sie auf seiner Webseite www.pauldavis.de  Sie kennen Paul (noch) nicht, das macht nichts? Ich habe ihn bereits kennen und schätzen gelernt. Es geht auf diesem Blog auch nicht um Klamottenwerbung für seine Ideen, die sich vielleicht nicht jeder leisten kann und will, sondern um ein noch viel gewichtigeres Thema. 

Denn der junge Modedesigner hat sich in Berlin angesiedelt und als “Stylist” unter anderem das Szenario eines spannenden Videos “Steuer gegen Armut” ausgestattet. Darum geht es um die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer, mit den beiden deutschen Schauspielern Jan Josef Liefers und Heike Makatsch.

Die deutsche Präsenz www.steuerngegenarmut.de ist Teil der Robin Hood Tax Campaign. Mehr dazu etwa hier: 

http://bewegung.taz.de/aktionen/steuergegenarmut/blogeintrag/makatsch-und-liefers-werben-im-filmspot-fuer-kampagne

[Anmerkung: Leider ist der Content von UMG derzeit via Youtube nicht verfügbar]. Mehr dazu auch hier via Social Banking 2.0 in einem Beitrag vom Februar Kampagnen: Finanztransaktionssteuer und Spekulationsblase 2.0  

Es geht hier übrigens jetzt nicht unbedingt darum, darüber zu streiten, ob die Transaktionssteuer uns substanziell weiter nach vorne bringen würde. Kommen wir lieber gleich zum neuralgischen Punkt: Was folgt aus der Tatsache, dass sich nach vermeintlicher Bewältigung der Finanzkrise strukturell in der Bankenlandschaft gerade mit Blick aufs gegenüber dem Investmentbanking viel kleinere Hamsterrad “Private Banking” so wenig geändert und auf den Kunden zubewegt hat? 

Ganz einfach: Die “Generation Y” oder zumindest der kreative Teil darunter setzt längst auf “Crowdsourcing” und “Crowdfunding”, weil sie den etablierten Institutionen misstraut, weil sie von den etablierten Spielern nichts mehr zu erwarten hat, und weil sie neue Wege beschreiten will und muss, ihre geschäftlichen Verbindungen über andere Wege aufzubauen, und zwar simplerweise mit Hilfe des Internets.

Das geschieht neben dem Knüpfen eigener weit verzweigter sozialer und beruflicher Netzwerke auch mit Hilfe von Crowdfunding. Peer to Peer Lending ist ein weit reichendes Zukunftsmodell mit vielen Facetten. Hier beispielsweise bittet Paul Davis um Unterstützung für sein neues Projekt, sprich, er möchte seine neue Modekollektion finanzieren:

Mehr Infos, wie solche Kampagnen gestrickt sind, auch auf der Webpage rockethub. Ich wage nun die Prognose: Wir sehen trotz Startschwierigkeiten keine vernachlässigenswerte “Peanuts-Ökonomie 2.0″ heraufziehen, sondern erste Vorboten eines grundlegenden Paradigmenwandels.

Der Treiber: Sind die etablierten Institutionen und die Entscheidungsträger in einer Altersklasse ab ca. 50 Jahren weiterhin in ihren selbst-referenziellen Wolkenkratzern gefangen, und sind sie nicht mehr in der Lage, die Kreativität von Gesellschaft und Wirtschaft zu fördern, dann werden die Jüngeren, die nach oben streben, andere Wege beschreiten, ja sogar erzwingen.

Das muss freilich keine schlechte Nachricht sein. Die Bäume wachsen sicherlich nicht in den Himmel, vor allem, weil ja etablierte Hierarchien in Frage gestellt sind, die freiwillig kaum Macht abgeben werden, im Sinne einer Art von “Finanzdemokratie 2.0″. Sie werden an ihren Stühlen kleben bleiben wollen, um die Welt aus dem Heckwasser ihrer Segelyachten betrachten zu können. 

Wie geht es weiter mit Crowdfunding und Crowdsourcing? Es gibt einerseits eine überzogenen Erwartungshaltung, andererseits wird der Trend unterschätzt. Die diffuse Gemengelage kann hier in meinem kürzlich veröffentlichten Eintrag  nachgelesen werden: Crowdfunding: Wie erfolgreich agiert die kleinteilige Spendencommunity?

Fazit: Der Gang in eine (hoffentlich) von der kollektiven Vernunft und Kreativität gesteuerte Finanzökonomie 2.0 ist kein Spaziergang. Ich werde noch deutlicher: Wer etwa wie der am Bodensee angesiedelte “Mikrospender” http://twitter.com/mikrospender versucht, den Sparkassen oder anderen Banken konkrete Vorschläge zu unterbreiten, wie sie doch mit Hilfe von integrierten Softwarelösungen zum Crowdfunding neue Projekte vor Ort oder auch global unterstützen könnten, der beißt letztlich auf Granit.

Wer also mit Hilfe von Crowdfunding versucht eine produktive und kreative Zerstörung von bestehenden aber vielleicht ziemlich ineffizienten Verteilungssysteme einzuleiten versucht, z.B. indem er wie der Mikrospender “ein Subsystem im Zentralrechner seiner Bank” einrichten möchte, der wird sicherlich nicht gerade mit offenen Armen empfangen werden.

Sicherlich wird man nicht rausgeschmissen aus der Schalterhalle einer Sparkasse. Aber es herrscht Funkstille. Die Einbahnstraßenkommunikation soll ja weiter funktionieren. Denn es profitiert nur einer vom Machtgefälle zwischen Kunde und Bank. Dreimal dürfen Sie raten?

Das wird trotzdem nicht mehr allzu lange Zeit so funktionieren, dank des Internets, trotz aller Unkenrufe und Kritteleien eine bahn brechende Innovation so wichtig wie die Autoindustrie oder die Luft- und Raumfahrt, bricht mit dem alt bekannten Regelwerk auf fundamentale Art und Weise.

Quelle: http://minidonations.org/ 

Wie denn das? Ganz einfach, jede Bank erhält ein eingebettetes “Social Coding”. Schauen Sie sich doch mal Banksimple an, wo Webbetreiber und Entwickler über frei verfügbaren Quellcode künftig “die Bank” in ihre jeweiligen Applikationen einbetten können.  Mehr über banksimple auf dem deutschen IT-Nachrichtendienst golem.de.

Kleiner Einschub: Ich bin mir durchaus bewusst, dass sich nicht alle Ideen gleich über Nacht realisieren lassen. Die ewig Gestigen rufen jetzt, geht nicht, Compliance, Datenschutz, Auflagen usw. Die Palette der Ausreden, keinen Schritt auf den Kunden zuzugehen, ist groß.

Sicherlich, auch so manche Überhitzung bei den neuen Himmelsstürmern in der Netzökonomie 2.0 kühlt sich wieder ab, aber die Richtung stimmt. Längst berichten aber auch etablierte Newsticker wie bankinnovation.net darüber, wie sich Innovation von Top-down künftig Richtung “bottom-up” verschieben wird.  

Dies geschieht nicht über Nacht, aber in einem schleichenden Prozess, bis es keiner mehr merkt, und sich alle daran gewöhnt haben, dass der Kunde mit am Regiepult sitzt. Der spinnt doch? Okay, hier also ein Auszug aus bankinnovation.net:   

What this means is that not only will BankSimple offer an API, which allows other developers to build applications on top of whatever web service BankSimple offers, but BankSimple is actually allowing everyone and anyone to build the tool that can be used to build the applications.

… BankSimple understands that it will only be as good – and as successful – as the people who use it. What better way to insure that the bank is used to maximum benefit than to effectively allow consumers to build its IT infrastructure?

Das Social Bank(ing) Coding ist also die Zukunft!

Ausblick: In einem aktuellen Fachaufsatz in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift “die bank” – leider noch nicht online verfügbar – beschreibe ich die Herausforderung der Bankenlandschaft, die sich dem neuen Social Media (Banking Code) Universum freilich erst noch öffnen müssen. Einige Auszüge exklusiv für die Leser von Social Banking 2.0:

Dies zieht den Auftrag nach sich, neben einer technischen und einer organisatorischen Ebene eine weitere „soziale“, bzw. präziser ausgedrückt eine „kommunikative“ Umgebung (Social Layer) zu etablieren, die sich durch die gesamte Internetumgebung der Bank hindurch zieht. Dieser Social Layer bindet die am Expertenstatus der Bank orientierten Informationskanäle mit ein, um dadurch „user generated content“ durch individuelle Bewertungen, Empfehlungen und weitere rückkoppelbare Elemente in die neu gestaltete Implementierung zu integrieren.

Quelle: Lothar Lochmaier/ www.die-bank.de

Any questions left? Gibts noch Fragen? Dann mal los mit dem Social Bank Coding. Und wer sich nun ganz am Ende noch über die Tücken, Fallstricke aber auch Tricks und Kniffe des bankenbezogenen Crowdfundings informieren möchte, der wird ebenfalls in der aktuellen Ausgabe von “die bank” fündig. Denn dort skizzieren die beiden Autoren Chris Chard und Ken Knoll wie die künftige von einigem Blendwerk befreite und entrümpelte Fassade im Retail Banking aussieht. 

Elegant umschiffen die beiden Autoren dabei die überall postierten Fettnäpfchen in der Branche und skizzieren die Kernbotschaft wie folgt:

Die begrenzte Zahl an Anwendungen von Crowdsourcing im Finanzsektor deutet bereits an, dass ein Großteil der Banken noch Vorbehalte hat, während einige wenige in Vorreiterrollen erfolgreich Crowdsourcing implementiert haben. Bei der Entwicklung von Finanzprodukten scheint für viele Banken der unternehmensexternen Perspektive nur wenig Bedeutung zuzukommen. Somit bleibt aber möglicherweise ein hohes Kundenbindungspotenzial ungenutzt.

Quelle: Chris Card/Ken Knoll/www.die-bank.de

Okay, es gibt also noch vieles zu tun. Aber jüngere Menschen wie der Modedesigner Paul Davis, sie werden mit ihrem inhärenten “Kreativkapital” dem sozialen Wandel nicht nur passiv zusehen. Die Protagonisten werden ganz im Gegenteil mit ihren Ideen jenseits von überkommenen Doktrinen wie dem reinrassigen Kapitalismus oder Sozialismus unsere Finanzwelt evolutionär und friedlich auf den Kopf stellen. Und das ist doch nun wirklich keine schlechte Nachricht für die ganze Gesellschaft und Wirtschaft, oder?

Morgen folgt ein weiterer Beitrag zu den atmosphärischen Veränderungen in der Bankenlandschaft, aus Sicht der künftigen gut ausgebildeten aber aus gut nachvollziehbaren Gründen nicht mehr “biegsam-flexiblen  Entscheidergeneration 2.0″:       

The Future of Money: Provokatives Kunstvideo gegen saturierte Bankmanager. Kurzum: Das neue Kreativkapital wird es nicht bei geschmackvollen oder provokanten, aber letztlich einflusslosen Kunstvideos bewenden lassen, sondern direkt in das übergreifende Räderwerk in der Finanzindustrie eingreifen.

Written by lochmaier

November 28, 2010 at 10:05 vormittags

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Gastbeitrag: Quo Vadis, Social Banking? am 24.11.2010

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Vorspann: Der Blick vom Podium zur Bühne ist oftmals viel spannender als da oben zu sitzen, und auf die Zuhörerschaft herunter zu blicken. Das haben wir drei, die nun folgenden Gastautoren auf diesem Weblog, und ich uns heute gesagt. Statt dass ich zuerst selbst über die vorgestrige Veranstaltung in Frankfurt berichte, überlasse ich dies ganz im Stile der kleinen dezentralen Kollaborationseinheiten anderen viel besser postierten Zaungästen.

Es droht mir also der völlige Kontrollverlust, welch eine Freude. Gäste haben mein Weblog übernommen, und toben sich dort kreativ aus. Nein, ganz so schlimm ist es nicht, ich halte noch die Fäden der letzten Qualitätskontrolle in den Händen. Und da sollte man erwähnen, dass die nun folgenden jungen Autoren doch schon einiges Spezialwissen auf dem Gebiet des “Crowdsourcings” gesammelt haben. Also, Bühne frei für die Gastredner:  

Von Chris Chard und Ken Knoll* 

Auf der von ergo Kommunikation, EVERS & JUNG und YouGovPsychonomics veranstalteten Konferenz Quo Vadis Social Banking? diskutierten im Rahmen einer Podiumsdiskussion Vertreter unterschiedlicher Geschäftsmodelle im Bereich des Social Banking sowie Experten über aktuelle Fragen des Social Bankings. Im Einzelnen referierten Vorstände von Fidor, Smava, Triodos und der GLS Bank, sowie Lothar Lochmaier, Journalist und Blogger, und Katharina Beck vom Social Banking Institute.

Einleitend präsentierte YouGovPsychonomics eine aktuelle Studie zum Thema Social Banking, die ein eher pessimistisches Bild der aktuellen Marktentwicklung zeichnet. So äußerten die befragten Bankkunden zwar einerseits den Wunsch nach sozial verantwortlichem Umgang mit ihren Einlagen und einer damit verbundenen hohen Transparenz, andererseits habe die Renditeforderung nach wie vor das größere Gewicht.

In dieser Kategorie schnitten Kunden der Sparkassen als die Gruppe mit den höchsten Anforderungen an ihr Kreditinstitut ab. Insgesamt seien Bankkunden jedoch aktuell mit ihren Banken in punkto sozialer Verantwortung größtenteils unzufrieden; eine Spitzenposition nehme hierbei noch die Sparda Bank ein, wohingegen die Sparkassen den hohen Anforderungen ihrer Kunden nicht gerecht werde.

Eine Alternative zu bisherigen Großbanken, die sich durch Peer-to-Peer-Lending ergibt, werde jedoch durch die befragten Bankkunden äußerst zögerlich angenommen. So herrsche eine große Unsicherheit sowohl bei der Aufnahme bei Krediten als auch bei der Vergabe derselben, diese Anlageform würde die Hälfte der Befragten sogar auf keinen Fall bei P2P-Plattformen durchführen.

In der Diskussion stand zunächst der Begriff des “Social Banking”, der von den Teilnehmern der Podiumsdiskussion im Wesentlichen kaum geteilt wurde. Im Raum stand zunächst die versuchte Unterteilung des Begriffes in “Social Banking 1.0″, das sich auf das Investieren in “moralisch gute” Anlageformen beziehe und “Social Banking 2.0″, das den partizipativen, und damit “sozialen” Charakter des Web 2.0 hervorhebt.

Managerriege: Window dressing oder neues unternehmerisches Leitbild?  www.verantwortlich-handeln.com  (?) 

Während jedoch die Vertreter von GLS und Triodos vor allem den Begriff des “Nachhaltigkeits”-Bankings in den Vordergrund rückten, versuchte sich Fidor mit dem Begriff des “Community-Bankings” abzugrenzen. Smava hingegen spricht zwar von sozialer Rendite, die sich einerseits durch eine real erzielbare Rendite durch die Vergabe von Krediten, andererseits durch den sozialen Nutzen, der beim Empfänger des Kredits gestiftet werde, ergebe.

Dennoch sieht sich smava als Marktplatz, auf dem Kreditnehmer und -geber zueinander fänden, und damit eben nicht als Bank – wodurch der Begriff des Social Bankings ebenfalls das Geschäftsmodell nicht treffend beschreibe. Eine Klärung des Begriffes schaffte schließlich Katharina Beck, die die Hilfsfunktion des Geldes zur Verbesserung der sozialen und ökologischen Gesamtsituation der Gesellschaft im Sinne der Triple Bottom Line hervorhob.

So beantworte „Social Banking 1.0“ die Fragen was finanziert wird (von Biobauernhöfen bis hin zu Windkraftanlagen), warum etwas finanziert wird (Nachhaltigkeitsaspekte) und weniger wie etwas finanziert wird. „Social Banking 2.0“ ist ihrer Einschätzung nach vor allem eine Beantwortung der letzten Frage und stellt nicht notwendigerweise die Frage nach anderen sozialen Aspekten des Geldverleihs. Vielmehr entscheiden die Teilnehmer des P2P-Lending über Nachhaltigkeit und Moral der Finanzierung.

Lothar Lochmaier betonte in seinem Beitrag den übergeordneten Paradigmenwechsel: Die wachsenden sozialen, ökologischen und partizipativen Interessen der Gesellschaft stellen, so Lochmaier, nachhaltige Veränderungen dar und müssen durch Geschäftsmodelle, welcher Art auch immer diese sein mögen, berücksichtigt werden.

So sei der scheinbare Konflikt zwischen Social Banking 1.0 und 2.0, der im wesentlichen auf der Unterscheidung der Modelle anhand ihrer verwendeten Medien, genauer, des Webs, basiert, eigentlich ganz einfach zu lösen: Langfristig werden alle Aspekte, d.h. soziale, ökologische und partizipative, gemeinsam bearbeitet werden müssen.

Dabei sei zu beachten, dass die Paradigmenwechsel nicht lediglich einen Nischenmarkt beschrieben: Im Gegenteil seien die Trends derart massiv, dass sie von den Großbanken keineswegs ignoriert werden könnten. Denkbar sei, dass andernfalls große Player auf dem IT-Markt wie Google oder Facebook, die ebenfalls mit reichlich Kapital ausgestattet seien, ihre eigenen Ansätze in den Markt drückten und damit massiv Einfluss auf den Bankenmarkt nähmen.

Im Wesentlichen einig zeigten sich die Teilnehmer im Bezug auf eine abschließende Prognose zur Entwicklung von Social Banking. Themen wie Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Partizipation werden, so der Tenor, weiterhin in ihrer Bedeutung wachsen und damit eine entsprechende Reaktion seitens der Geschäftsmodelle notwendig machen.

Die angesprochenen Veränderungen haben in Verbindung mit der aktuellen Umweltsituation, Klimaveränderung, demographischen Entwicklung und wachsenden Generationen von “Digital Natives” das Potential, sich zum Massenmarkt zu entwickeln und dadurch bisherige Großbanken zum Anpassen ihrer bisherigen Geschäftsmodelle zu zwingen.­­­­

Danach befragt, was in einer Zukunftsbetrachtung der Worst-Case für die Podiumsteilnehmer sei, bestand zum Ende der Veranstaltung ebenfalls weitestgehend Konsens. Angesichts der aktuellen Entwicklung, dass rund 90 % der Finanztransaktionen nichts mit der Realwirtschaft zu tun haben, wäre es am Schlimmsten, wenn alles so bleibt, wie es derzeit ist.

* Über die Autoren: Chris Chard und Ken Knoll von der TU Darmstadt beschäftigen sich im Rahmen ihrer Forschung mit Crowdsourcing in der Finanzindustrie. In ihrem Artikel “Kundenbindung durch Innovationen” in der Fachzeitschrift “die bank” (Ausgabe 12/2010) analysieren sie bisherige Crowdsourcing-Bemühungen von Banken im Retail-Banking. Derzeit entwickeln sie eine auf den aktuellen Erkenntnissen beruhende Innovationskampagne für eine große deutsche Bank.

Kontakt: info@univatoren.de 

Written by lochmaier

November 26, 2010 at 7:31 vormittags

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Commerzbank: Macht die Finanzflüsterer-Plattform geld(un?)verständlich?

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Der Werbeslogan lautet: “Mehr Geld – gezielt entscheiden. Geldverständlich unterstützt sie bei Ihren Entscheidungen.” Dieser von der Commerzbank mit der neuen Finanzflüsterer-Plattform www.geldverstaendlich.de lancierte “Beratungsansatz” erinnert uns doch irgendwie…. ja genau, an die Ing-Diba.

Denn Deutschlands erfolgreichste Direktbank mit immerhin mehr als sechs Millionen – im Vergleich zu obiger Bank vermutlich etwas zufriedeneren Kundenklientel – debutierte erst kürzlich mit ihrer Plattform www.finanzversteher.de – Da fügt es sich gut ins Bild, dass das Verbraucherportal Biallo.de die beiden Ansätze bereits verglichen hat.

Das spart mir eine Menge Arbeit. Trotzdem komme ich natürlich um das Denken bzw. ein eigenes Fazit nicht ganz herum. Greifen wir die Botschaften mal im virtuellen Finanzflüsterer-Spagat auf. Ein kleiner Auszug aus Biallo.de, die Autoren des Beitrags konstatieren doch ein ziemlich starkes Gefälle zwischen dem deutlich kreativeren Ansatz der Ing-Diba, als jenem mit “Vertriebspropaganda” reichlich gespickten der Commerzbank:

Die Commerzbank dagegen übt sich nicht in solcher Zurückhaltung. Da nimmt es auch nicht Wunder, dass Experten der Bank auf der Seite zu Wort kommen, wenn etwa der Chefvolkswirt des Instituts zur Inflation befragt wird. Das Portal der Commerzbank informiert derzeit über Geldpolitik insbesondere aus volkswirtschaftlicher Perspektive, Vorsorgefragen und Immobilienerwerb. Geldanlage per se wird nicht beleuchtet. Das soll aber 2011 folgen. Auch die Commerzbank möchte „Verbrauchern mehr Kompetenz in Geld- und Finanzfragen vermitteln“, so Privatkundenvorstand Detlev Dietz. 

Quelle: biallo.de

Das Fazit im virtuellen Vergleich der beiden Plattformen fällt dementsprechend für die Comerzbank ziemlich vernichtend aus:

Über die eigene Rolle dagegen – immerhin wurde die Commerzbank im Herbst 2008 teilverstaatlicht und mit seiner satten Finanzspritze des deutschen Steuerzahlers gesponsert –, findet man an dieser Stelle nichts. „Die Hintergründe der Finanzkrise sind oberflächlich und falsch dargestellt“, urteilt daher Verbraucherschützer Nauhauser.

Fazit: Zwar verhilft finanzversteher.de der ING-Diba durchaus zu einem Imagegewinn und dient zumindest indirekt der Kundengewinnung – doch bei den Informationen werden in übersichtlicher Form Vor- wie Nachteile von Anlageformen dargestellt. Bei geldverstaendlich.de der Commerzbank dagegen hat man den Eindruck, dass die Darstellung nicht überall neutral genug erfolgt. Und die Gedächtnislücke bezogen auf die eigene Rolle in der Finanzkrise ist wenig vertrauenserweckend.

Quelle: biallo.de

Allzu vieles möchte ich diesen Zeilen nicht mehr hinzufügen. Oder doch: Ich habe in früheren Beiträgen sowohl die Defizite der Commerzbank auf diesem Weblog Social Banking 2.0 sehr ausführlich gewürdigt, als auch die konstruktiven Ansätze der Ing-Diba mit ihrem Portal finanzversteher.de heraus gestrichen.

Es gibt aber auch noch eine goldene Brücke in der Mitte zwischen beiden Ufern, also zwischen Bank und Kunde, über die im Moment keiner von beiden Spielern so recht bereit ist drüber zu schreiten. Denn aus meiner Sicht greift auch noch der Ansatz der Ing-Diba zu kurz, er ist (noch) zu sehr von der Einbahnstraßenkommunikation der Markenbildung im Web 1.0-Zeitalter geprägt.

Graphik: Commerzbank

Die Finanzflüsterer: Kann sich der Kunde auf dem Berater-Lehnstuhl wirklich sorglos anlehnen? 

Was ich damit konkret meine: Es fehlt auch bei der Ing-Diba (noch) die konkrete und an sich doch so charmante Kommunikations- und Interaktionsebene. Kurzum, auch eine von den Zahlen her gut aufgelegte “Direktbank 2.0″ sollte sich intensiv mit dem Kunden auf Augenhöhe unterhalten, will sie nicht an den Rändern der Kundenzufriedenheit leicht ausfransen.

Gerade ein Teil der modernen Kundenklientel erwartet künftig mehr Einbindung. Geschieht dies nicht, dann besteht das Risiko, dass auch eine Direktbank die nützliche Welt von Social Media und dem Web 2.0 nicht ernst nimmt, so wie vor gut zehn Jahren die etablierte Bankenwirtschaft kaum Notiz von den Direktbanken nahm. Das Ende der Geschichte ist bekannt. Die Wertschöpfung im Retail Banking verlagert sich ins Netz. 

Doch Licht am Ende des Einbahnstraßentunnels naht: Wie man aus dem Innenleben der Ing-Diba vernehmen kann, ist eine Einbindung von gewissen Rückkoppelungsmechanismen z.B. durch Blogfunktionalitäten auf der Plattform www.finanzversteher.de  bereits angedacht. Wir sind gespannt, wie uns künftig die Branche der “virtuellen Finanzflüsterer” die komplizierte Welt des Geldes, mit oder ohne werbliche Zwischentöne erklären.   

Also: Schauen Sie doch mal ganz unten auf der Seite der Commerzbank nach. Denn dort steht mit Verweis auf die Kontaktmöglichkeiten via Twitter, Facebook und Co. geschrieben: “Wissen teilen – Gemeinsam mehr erreichen”. Diesen Werbeslogan der Commerzbank sollten wir ausnahmsweise mal sehr ernst nehmen.

Denn im kleinen Detail steckt bekanntlich der Teufel – und da verrät auch die Commerzbank sich selbst. Denn wer unten auf den Twitter-Button drückt, bei geöffnetem eigenem Account, bei dem wird gleich – wie praktisch eine vordefinierte Kurzbot(t)schaft generiert. Die lautet noch dazu: “Finanzkrise verstehen” – Wir haben sie verstanden, zumindest die Leser von Social Banking 2.0.

Man braucht die Botschaft mit vordefiniertem Kurzlink http://t.co/9JYnMp8 nur noch versenden, und schon erfahren alle Nachfolger von dem Angebot eines Dialogs “auf Augenhöhe mit dem Kunde. Ich hatte diese Praxis des zwar rechtlich sicherlich zulässigen aber trotzdem nicht kundenfreundlichen Twitter-Versendens bereits am Beispiel von meiner Roten Bank skizziert.

Auch hier ist das Ende bekannt, wer den Eintrag nochmal mit den Kommentaren gelesen hat. Die “rote Bank” nahm am Ende das Verschicken der automatischen Twitter-Massenpost auf Anregung von Social Banking 2.0 und einigen Lesern wieder aus dem Netz. Nun lautet die Preisfrage zum Umgang mit dem virtuellen Kundengeld: Hat auch die Commerzbank diese Botschaft verstanden? Wir sind gespannt …

Written by lochmaier

November 25, 2010 at 10:38 vormittags

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Gastbeitrag: Warum Banken aus der Krise nichts gelernt haben

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Von Michael Moser *

Zur Zeit gilt: Die Finanzkrise ist offiziell beendet. Die Konjunktur in Deutschland ist wieder angelaufen, es gibt mehr Jobs als vor der Krise und die Konsumnachfrage steigt. Alle sind wieder glücklich. Auch die Kunden von Banken. – Halt! Stimmt das wirklich?

Nein, denn alle Umfragen bei Bankkunden zeichnen das gleiche Bild: nach wie vor Verunsicherung und Enttäuschung. Lehmann und Co. sind nicht vergessen. Und die eigenen Verluste im Depot schon gar nicht. Dafür stimmen aber die Gehälter der Bankmanager wieder. Und statt Zertifikaten gibt es jetzt andere undurchsichtige Angebote, die auch anders heißen.

Dabei hatten doch die Banken unisono nach der Krise so reumütig eine neue Kundenorientierung ausgerufen. Doch Kundenorientierung entsteht nicht durch das Aussprechen von Kundenorientierung, frei nach dem Motto: das Bekenntnis alleine zählt! Und: Kundenorientierung entsteht auch nicht durch Alibi-Kundenbeiräte und neue Logos.

Eigentlich wäre es ganz einfach. Denn Kunden wünschen sich eine gute Beratung, die ehrlich ist und die jeder Nicht-Banker versteht. Einfache Produkte und eine transparente Abrechnung wären Angebote, die gerne angenommen werden würden. Eine langfristig angelegte, jährlich revolvierende, Finanzplanung würde so die Altersvorsorge vieler Kunden auf die Sprünge helfen. Eine Trennung zwischen Planung und Einkauf so wie es Nischenanbieter bereits offerieren, wäre eine daraus notwendige Konsequenz um Transparenz auch wirklich zu leben.

Leider haben Banken all dies gar nicht mehr nötig. Denn die Geschäfte laufen wieder gut. Sehr gut sogar. Die Profite steigen aufs alte Niveau. Und die Werbung kaschiert weiterhin und strahlt – kosmetisch bereinigt – Kundenorientierung aus. Unterschiede zwischen den Banken gibt es auch nicht sehr viele. Business as usual. Bis zur nächsten Krise. Denn nach der Krise ist vor der Krise.

Innovationspyramide: Facebook, Google, ebay, Apple, Amazon und Co. …

Verdrängen kreative IT-Dienstleister die Banken von der Spitze?Vollbild anzeigen 

Doch was wäre, wenn sich eines Tages das Blatt wenden sollte? Wenn jemand wie Google in das Bankgeschäft einsteigen und eine ganze Branche auf den Kopf stellen würde. Zum Beispiel: Durch ein neu entwickeltes Peer-to-Peer-System könnten Anbieter und Nachfrager ohne Intermediär agieren und klassische Banken könnten überflüssig werden.

Eine späte Einsicht könnte den Paradigmenwechsel nicht mehr aufhalten. Erinnern Sie sich noch an die Entwicklung in der Mobilfunk-Branche? – Noch vor fünf Jahren hat Nokia über Apples geplanten Einstieg in das Smartphone-Geschäft gelacht.

Wer hat den Mut gemeinsam “Mauern einzureissen”? http://unifying.shanghai-dgm.com

Anmerkung: Auf dem Weblog Unifying erschien von Lothar Lochmaier ebenfalls ein Gastbeitrag, der die Analogie zwischen Bankensystem und dem Berliner Mauerfall zieht: Was ich am 09.11.1989 gemacht habe. Link:

http://unifying.shanghai-dgm.com/?p=1090

* Zum Autor: Michael Moser ist als Managing Partner der SHANGHAI DGM Werbeagentur für die Beratung verantwortlich. Die Agentur engagiert sich für neue Marken-Kommunikation und bietet Werbung an, die nicht werblich, sondern authentisch und nachhaltig wirkt. Herr Moser hat Betriebswirtschaftlehre studiert und dann mehr als 15 Jahre in weltweiten Top-Ten-Werbeagenturen gearbeitet und u. a. große Banken beraten. 2007 ist er als Partner bei SHANGHAI DGM eingestiegen.

Written by lochmaier

November 24, 2010 at 8:11 vormittags

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Vote4U: Hier bewerten Kunden ihre Versicherungsvertreter

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Versicherer, Internetspezialisten und Verbraucherschützer warnen vor Versicherungsvergleichen im Netz, berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe. Die Ergebnisse seien oft unvollständig oder von reinen Umsatzinteressen getrieben. Besonders der Marktführer www.check24.de steht in der Kritik.

Doch es gibt auch eine virale Gegenbewegung: www.vote4u.de ist nach eigenen Angaben das bislang “erste, einzige und unabhängige Bewertungsportal für den Versicherungsaußendienst”. Hier bewerten Verbraucher ihren Versicherungsvermittler auf Grund eigener Erfahrungen, so die Eigenauskunft auf der Homepage.

Nach dem etwas stärker auf die Finanzberater fokussierten Internet-Portal  whofinance.de gibt es also eine weitere Variante. Schauen wir mal genauer nach, was dahinter steckt. Die Idee klingt schon mal gut:

Wir wollen damit auch dazu beitragen mehr Transparenz in den Vermittlermarkt zu bringen, denn was nutzt das beste Versicherungsprodukt, wenn der Vermittler Ihnen die falsche Lösung für Ihren Bedarf verkauft, oder der hochqualifizierte Vermittler nicht den passenden Kunden mit entsprechendem Bedarf findet.  

Lässt sich dies so einfach realisieren? Wenn ich bei whofinance rein schaue, bin ich mir nie ganz sicher, ob ich wirklich ein realistisches Bild bekomme, um einem Finanzberater wirklich in die Karten zu blicken. Das liegt nicht nur daran, dass das Modell ja darauf basiert, dass jeder aus der Zunft vor der Registrierung eine gewisse Gebühr einzahlt.

Es liegt auch daran, dass die Kundenbewertungen selten ein wirklich fundiertes Gesamtbild zur inhaltlichen Performance abgeben. Weiche Kriterien wie Freundlichkeit und Zeit etc. sind zwar wichtig, aber nicht das alles entscheidende. Provokant ausgedrückt wäre mir ein Berater lieber, der unfreundlich ist, aber mir reinen Wein einschenkt, über seine Provisionen und die Risiken und Chancen, die in dem liegen, was er mir gerade präsentiert.

Ein Beispiel: Krankenversicherungen. Spiegel online berichtete über Beitragserhöhungen:

Am schlechtesten dran sind die Kunden der DKV. Der Branchenzweite gehört mit der einverleibten Victoria-Krankenversicherung zum Ergo-Konzern. Dieser überzieht das Land derzeit mit einer Wir-sind-ganz-anders-Werbung (“Ich will versichert werden und nicht verunsichert”). Allerdings dürften die mehr als 900.000 DKV-Kunden bald den Unterschied zwischen Marketing-Anspruch und Versicherungswirklichkeit spüren: Die Prämien steigen im Schnitt um sechs bis sieben Prozent. Bereits im vergangenen Jahr lag das Plus bei acht Prozent.

Quelle: spiegel.de

Das Problem der Versicherungsbranche ist ein gravierend strukturelles. Die Branche ist und wird bei vielen aus der Mode kommen. Obwohl in den offiziellen Verlautbarungen via Wirtschaftspresse natürlich immer noch die alten Erfolgsstories gefeiert werden.

Bei solchen Nachrichten wird somit fast jedes Vergleichsportal zum Feigenblatt. Auch bei unzähligen anderen Versicherungsprodukten bedarf es eines großen Wandels in der Branche. Denn die Black Box Insurance ist groß. Ich will den Ansatz von vote4u keinesfalls komplett zerreden, er weist prinzipiell in die richtige Ecke.

Aber mal im Klartext: Nur wer in der Produktphilosophie den Kunden ernst nimmt, sollte sich überhaupt auf einem Vergleichsportal (für Berater und keine Abverkäufer welcher Produkte auch immer) listen lassen.

Alles andere wäre letztlich bezahlte oder unbezahlte Eigenwerbung und eine abgemilderte Form von window dressing. Gut, so funktioniert bislang unsere ganze Wirtschaft, aber vielleicht nicht mehr in der Zukunft.

Aber  bis wir in dieser Branche wirklich durchblicken – ähnlich wie beim Hotelzimmer am Urlaubsort, wirklich tief hineinblicken, ob sich hinter dem einen Schnappschuss nicht doch eine dann vor Ort lärmende Baustelle verbirgt – vergeht noch ein Weilchen. Letztlich machen solche Portale nur dann Sinn, wenn sich auch die Produktphilosophie der Branche dahinter ändert. 

Denn: Gute Bewertungen sind nur soviel wert, wie die Produkte dahinter. Wenn bei dem Kunden bei einer Versicherung am Ende doch bei Regen die Schutzschirme wieder eingesammelt werden, oder ein Garantieprodukt a la longue eine deutlich negative Rendite aufweist, dann hätte ich mein Geld besser gleich unters Kopfkissen gelegt  -oder es zumindest auf dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto in den eigenen Händen gehalten.

vote4u - Versicherungsvertreter suchen, finden und bewerten

vote4u: Verändern neutrale Bewertungsportale die Kundenbeziehung in der Finanzdienstleistung?

Die Dienste von http://www.vote4u.de sind laut Portalbetreiber für Suchende, Anfragesteller und Bewerter übrigens kostenlos. Das ist schon mal ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz, denn eine allgegenwärtige Verquickung des Geschäftsmodells von Seiten des Portalbetreibers mit jenen der Finanzberater schafft nur eine neue Intransparenz – oder?

Soll sich das Geschäftsmodell per nicht ganz billiger VIP-Card refinanzieren? Der Betreiber stellt dies auf der Homepage so dar: Die eigens für das Portal entwickelte „ViP-Card“ diene als Ausweis für gute und erfolgreiche Beratungstätigkeit. Durch Vorlage der Card beim Kundengespräch bringe der Vermittler das Verbraucherportal bei seinen Kunden ins Gespräch. O-Ton: “Verbraucher erkennen in ihm den kompetenten Berater.”

Ob das mit dieser Beratercard so funktioniert, lassen wir erstmal dahingestellt. Der Betreiber selbst möchte auf Anfrage von Social Banking 2.0 keine weiteren Auskünfte direkt zum Geschäftsmodell erteilen. Das ist nachvollziehbar, nicht jeder lässt sich gerne allzu tief in die Karten blicken.

Einerseits ist dies also verständlich, auf der anderen Seite bleibt so die Chance ungenutzt, Märkte zu Gesprächen zu machen, sprich über ein Geschäftsmodell zu diskutieren, das vom Grundansatz her ja in die richtige Richtung zu weisen scheint.

Der Betreiber webcon-development.com verweist im Übrigen auf die spezifischen technischen Stärken seines Portals, das im Gegensatz zu whofinance völlig ohne manuelle Prüfung der Bewertungen auskomme. Dabei sei auch technisch ausgeschlossen, dass es zu Gefälligkeitsbewertungen oder unberechtigten negativen Bewertungen in nennenswertem Umfang käme.

Aber auch der Initiator Thomas Berndhäusel sieht noch eine längere Wegstrecke in der Versicherungswirtschaft vor sich, bis der Druck durch mündige Verbraucher groß genug sei, einen Umdenkprozess einzuleiten, um der Meinung des Kunden “ein offenes Ohr zu gönnen”.

“Die Entscheidungsträger der Unternehmen befürchten durch Bewertungsportale, besonders durch die mit Freitexteingaben, die es bei uns bewusst nicht gibt, Imageverluste durch negative Bewertungen. Sie haben noch keine Lösungsansätze um diesem Imageverlust zu begegnen” gibt Thomas Berndhäusel zu bedenken. “Deshalb werden solche Portale bis dato offensichtlich nicht als unterstützender Partner seitens der Unternehmen und deren Vermittler wahrgenommen“.

Hier noch die bislang offiziell verfügbaren Angaben. Fakt ist, über 10.000 Versicherungsvertreter haben sich auf vote4u schon registriert. Ein erster Anfang: Schaun’wir mal, was aus dem Ansatz wird, den wir keineswegs herum krittelnd zerreden möchten. 

Einen durchaus wohl wollenden Kommentar zu vote4u gibt es übrigens auch aus der Branche selbst, nachzulesen auf dem Blog von Asstel. Dem dortigen Fazit von Carlo Bewersdorf kann man nur zustimmen: Das Web 2.0 biete jedem die Chance, mit seinen Kunden ins Gespräch zu kommen: “Es geht dabei um den Dialog und Austausch, von dem beide Seiten profitieren, nicht nur ums Verkaufen!”

Written by lochmaier

November 23, 2010 at 7:46 vormittags

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